Autokaufverhalten unterscheidet sich stark zwischen Generationen. Babyboomer setzen auf Markentreue, Funktionalität und automatisierte Oldtimer-Bewertungen, Millennials dominieren den Gebrauchtwagenmarkt mit einem Fokus auf Elektrofahrzeuge, während Gen Z auf digitale Prozesse und Nachhaltigkeit setzt. Diese Unterschiede sind geprägt durch technologische Entwicklungen, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und individuelle Lebensstile.
Kernpunkte:
- Babyboomer: Bevorzugen zuverlässige Modelle, klassische Medien und langfristigen Besitz. Skeptisch gegenüber Elektrofahrzeugen.
- Generation X: Praktisch orientiert, kombiniert Online-Recherche mit Händlerbesuchen. Pickup-Trucks und SUVs sind beliebt.
- Millennials: Offen für Leasing und Elektroautos. Nutzen Social Media und digitale Tools für Kaufentscheidungen.
- Generation Z: Priorisiert Technologie und Umweltbewusstsein. 69 % kaufen online, 74 % bevorzugen Elektrofahrzeuge.
Vergleich:
| Merkmal | Babyboomer | Generation X | Millennials | Generation Z |
|---|---|---|---|---|
| Fahrzeugtyp | Komfort, Verbrenner | SUVs, Trucks | E-Autos, Vans | Kompakte, sparsame Autos |
| Kaufmethode | Händlerbesuch, Print | Mix aus Online & Händler | Online + Händlerbesuche | Überwiegend online |
| Technologie-Akzeptanz | Niedrig | Moderat | Hoch | Sehr hoch |
| Markentreue | Hoch | Moderat | Niedrig | Sehr niedrig |
Die Automobilindustrie muss sich anpassen, um die unterschiedlichen Erwartungen zu erfüllen – von klassischen Autohäusern bis hin zu digitalen Kaufplattformen.
Autokaufverhalten nach Generationen: Vergleich von Babyboomer bis Gen Z
1. Baby Boomers
Fahrzeugpräferenzen
Für Babyboomer stehen Luxus und Komfort an erster Stelle. In Nordamerika erfreuen sich Modelle wie der Honda CR-V und der Ford F-150 großer Beliebtheit. In Deutschland dominieren der VW Golf und der Audi Q3, die vor allem wegen ihrer Zuverlässigkeit geschätzt werden. Im Bereich der Elektrofahrzeuge zeigt sich diese Generation jedoch zurückhaltend: Nur 15,8 % der Gebrauchtwagenzulassungen für Elektrofahrzeuge entfallen auf Babyboomer – ein deutlicher Unterschied zu Millennials mit knapp 40 % und Gen X mit 32,2 %. Diese Vorlieben unterstreichen ein stark auf Funktionalität ausgerichtetes Kaufverhalten.
Kaufmethoden
Babyboomer treffen ihre Kaufentscheidungen überwiegend rational und praktisch. Langfristiger Nutzen, Sicherheit und Funktionalität stehen im Vordergrund, während emotionale Faktoren eine geringere Rolle spielen. Sie reagieren gut auf klassische Werbekanäle wie Fernsehen oder Printmedien. Interessant ist, dass nur 16 % der über 50-Jährigen ihr Auto mit persönlichen Erlebnissen oder Erinnerungen verbinden, während dieser Wert bei der Gen Z bei 40 % liegt. Seit 2019 ist der Marktanteil der Babyboomer bei Gebrauchtwagenkäufen kontinuierlich von 26,8 % gesunken.
Besitzhaltung
Das eigene Auto bleibt für Babyboomer unverzichtbar: 77 % der Verbraucher in Ländern wie Deutschland betrachten ihr Fahrzeug als essenziell für den Alltag. Dennoch zeigt sich eine gewisse Skepsis gegenüber der Zukunft des Autos – nur 23 % der über 50-Jährigen glauben, dass das Auto langfristig wichtig bleiben wird. Zum Vergleich: Bei der Gen Z sind es 44 %. Während jüngere Generationen zunehmend auf Mobilitätsalternativen setzen, bleibt das Auto für Babyboomer ein zentraler Bestandteil ihres Lebens. Gleichzeitig empfinden 33 % der älteren Generation, dass das Image des Autos in den letzten fünf Jahren gelitten hat.
Technologienutzung
Für Babyboomer spielen Praktikabilität und Sicherheit die entscheidende Rolle bei Fahrzeugtechnologien. 46 % der über 50-Jährigen nennen Praktikabilität als oberste Priorität, gefolgt von Sicherheit mit 36 %. Obwohl sie weiterhin stark an Verbrennungsmotoren festhalten, wächst das Interesse an Hybridtechnologien als Kompromisslösung. Ihre Markentreue ist bemerkenswert: Hersteller wie Ford und Honda genießen bei dieser Generation ein hohes Maß an Vertrauen.
2. Generation X
Fahrzeugpräferenzen
Zwischen Oktober 2023 und Oktober 2024 stellte Generation X 31,4 % der Gebrauchtwagenzulassungen, knapp vor den Millennials mit 30,9 %. Besonders auffällig ist ihre Vorliebe für Pickup-Trucks: Fast ein Drittel aller gebrauchten Trucks wird von dieser Generation zugelassen. Kirsten Von Busch von Experian erklärt diesen Trend folgendermaßen:
"Gen Xers might prefer the versatility of the pickup truck - the ability to use it for work and personal use."
Die Vielseitigkeit dieser Fahrzeuge scheint für sie entscheidend zu sein. Während Millennials oft familienfreundliche Vans bevorzugen und Gen Z auf kleine, sparsame Autos setzt, bleibt Generation X ihrer praktischen Orientierung treu. Im Bereich der Elektrofahrzeuge liegt sie mit einem Marktanteil von 32,2 % hinter den Millennials, die 40 % erreichen.
Kaufmethoden
Generation X kombiniert traditionelle und digitale Ansätze beim Autokauf. Obwohl 69 % der Gen Z bereit sind, ein Auto online zu erwerben, liegt dieser Anteil bei Generation X und älteren Generationen bei nur 28 %. Der persönliche Besuch beim Händler bleibt für sie zentral, während digitale Kanäle vor allem für Recherchen und Preisvergleiche genutzt werden.
Interessant ist auch die Finanzierung: Die durchschnittliche Finanzierungssumme für einen gebrauchten Nicht-Luxuswagen, ein Segment, das sowohl von Generation X als auch Millennials dominiert wird, lag 2024 bei 28.895 US-Dollar.
Besitzhaltung
Für Generation X hat der Besitz eines eigenen Fahrzeugs nach wie vor eine hohe Bedeutung. Ihre wachsende Präsenz im Gebrauchtwagenmarkt – von 29,5 % im Jahr 2019 auf über 31 % Ende 2024 – zeigt ihre anhaltende Kaufkraft. Im Vergleich zu jüngeren Generationen sind sie bei der Wahl neuer Marken eher zurückhaltend: Nur 44 % zeigen Interesse an aufstrebenden Automarken, während dieser Wert bei der Gen Z bei 74 % liegt.
Auch bei Zukunftstechnologien sind sie skeptischer: Nur 28 % würden autonome Fahrassistenzsysteme nutzen, verglichen mit 43 % der Gen Z. Diese konservative Haltung zieht sich durch viele Bereiche und beeinflusst auch ihre Einstellung zu neuer Technologie.
Technologienutzung
Generation X legt großen Wert auf Zuverlässigkeit und Funktionalität, weniger auf technische Spielereien. Dies zeigt sich beispielsweise bei der Nutzung von KI-gestützten Serviceterminen: Nur 11 % der Generation X finden diese hilfreich, während bei Gen Z 72 % offen dafür sind. Dennoch gibt es auch bei ihnen Interesse an bestimmten Technologien: 41 % ziehen in Betracht, einen Plug-in-Hybrid als nächstes Fahrzeug zu kaufen.
Für die Informationsbeschaffung bevorzugen sie direkte Quellen wie Autohändler und nutzen digitale Plattformen hauptsächlich für Preisvergleiche und technische Details. Dieser pragmatische Ansatz spiegelt ihre ausgewogene Haltung im Umgang mit neuen Technologien wider und zeigt, wie sich ihre Entscheidungen im Automarkt entwickeln.
3. Millennials (Gen Y)
Fahrzeugpräferenzen
Millennials (28–43 Jahre) dominieren den Gebrauchtwagenmarkt und machen 31,6 % der Zulassungen bis Oktober 2024 aus – knapp vor der Generation X. Besonders auffällig: Über ein Drittel aller gebrauchten Vans stammen von dieser Altersgruppe. Bei gebrauchten E-Autos zeigt sich ein ähnliches Bild: Fast 40 % der Zulassungen entfallen auf Millennials, während Generation X bei 32,2 % und Babyboomer bei lediglich 15,8 % liegen. Umweltaspekte spielen für 19 % dieser Generation eine Rolle bei der Kaufentscheidung – ein Hinweis auf ihren Fokus auf Nachhaltigkeit.
Venkatesh Modi, Research Analyst bei Automotive Deutschland, beschreibt ihre Bedeutung treffend:
"Millennials sind eine entscheidende demografische Gruppe für den deutschen Automarkt. Da die Generation Z jedoch an Bedeutung gewinnt, ist es wichtig, Social Media zu nutzen, um Authentizität und Vertrauen zu kommunizieren."
Kaufmethoden
Millennials setzen beim Autokauf auf digitale und technologiegestützte Ansätze, im Gegensatz zu den eher traditionellen Babyboomern oder der pragmatischen Generation X. Rund 46 % dieser Gruppe nutzen Social Media als Hauptquelle für ihre Kaufentscheidungen. Dabei kombinieren sie Online-Recherche mit Besuchen bei Händlern, die zunehmend digitale Showrooms bereitstellen.
Auch bei der Finanzierung zeigt sich ihre Vorliebe für flexible Modelle: Im dritten Quartal 2025 entschieden sich über 56 % der Verbraucher für das Leasing eines E-Autos – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 46,43 % im Vorjahr. Leasing bleibt dabei oft günstiger: Der durchschnittliche monatliche Leasingbetrag lag um 172 US-Dollar unter den Kreditraten. Für gebrauchte Nicht-Luxusfahrzeuge betrug die durchschnittliche Finanzierungssumme 28.895 US-Dollar.
Besitzhaltung
Die digitale Herangehensweise der Millennials beeinflusst auch ihre Einstellung zum Fahrzeugbesitz. Trotz stabiler wirtschaftlicher Verhältnisse und höherem Sparpotenzial zeigen Millennials weniger Markentreue als frühere Generationen. Nur etwa 40 % der europäischen Käufer planen, bei ihrer aktuellen Marke zu bleiben. Stattdessen legen sie Wert auf moderne Technologien wie Apple CarPlay oder Android Auto.
Darüber hinaus sind 51 % der Millennials offen für Fahrzeug-Abonnements, wobei Qualität für sie oft wichtiger ist als die Tradition einer Marke.
Technologienutzung
Millennials sind stark technologieorientiert, und digitale Integration ist für sie fast unverzichtbar. So bevorzugen 72 % KI-gestützte Servicetermine, und Over-the-Air-Updates für Funktionen wie Navigation und Beleuchtung gelten als Standard. Fahrzeuge ohne diese Features könnten es schwer haben, diese Zielgruppe zu überzeugen.
Auch bei vernetzten Diensten zeigen Millennials ihre Zahlungsbereitschaft: Viele sind bereit, etwa 20 € monatlich für On-Demand-Funktionen auszugeben. Zudem zeigt sich eine hohe Zufriedenheit unter Elektroauto-Besitzern dieser Generation: 71 % planen, erneut ein E-Auto zu kaufen – ein Zeichen für die Akzeptanz und Begeisterung für diese Technologie.
4. Generation Z (Gen Z)
Die Generation Z kombiniert traditionelle Werte mit einem stark digitalen Lebensstil und setzt dabei auf innovative Ansätze.
Fahrzeugpräferenzen
Menschen der Generation Z (18–27 Jahre) bevorzugen kompakte, kraftstoffsparende Autos ohne großen Luxus. Modelle wie der Honda Civic sind bei dieser Altersgruppe besonders beliebt. Anders als ältere Generationen, die oft an bekannten Marken festhalten, zeigen sich 74 % der Gen Z offen für neue Automarken – im Vergleich zu nur 44 % bei älteren Käufern. Auch die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen ist bemerkenswert: 74 % würden ein reines Elektroauto wählen, während bei anderen Generationen nur 21 % Interesse besteht. Plug-in-Hybride finden ebenfalls Anklang, mit 58 % Zustimmung bei Gen Z im Vergleich zu 41 % bei älteren Käufern.
CSM International beschreibt diesen Wandel treffend:
"Das Fahrzeug wird nicht mehr primär als mechanisches Gerät verstanden, sondern als vernetzte Schnittstelle, ein rollender Computer, dessen Funktionen sich im Laufe der Zeit erweitern und nicht verschlechtern sollten."
Diese Präferenzen spiegeln sich auch im digitalen Kaufverhalten der Generation wider.
Kaufmethoden
Gen Z kombiniert digitale und traditionelle Ansätze beim Autokauf. Ihre Recherche beginnt meist online, auf Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube, bevor sie einen Händler aufsuchen. Beeindruckende 69 % der Gen Z sind bereit, ein Fahrzeug vollständig online zu erwerben – ein deutlicher Unterschied zum Durchschnitt von 28 %.
Digitale Tools spielen eine zentrale Rolle: 79 % wünschen sich KI-gestützte Empfehlungen für Fahrzeuge, und 74 % vertrauen darauf, dass Künstliche Intelligenz den besten Kaufzeitpunkt anhand von Preistrends ermittelt. Bei Babyboomern liegt dieser Wert nur bei 53 %.
Eva Kellershof, Vice President of Sales bei NETSOL Technologies, bringt es auf den Punkt:
"Gen-Z-Autokäufer investieren deutlich mehr in ihre ersten Autos als frühere Generationen. Sie priorisieren Technologie und Konnektivität über das Aussehen, mit wachsendem Interesse an E-Fahrzeugen."
Diese digitale Affinität beeinflusst auch die Einstellung der Gen Z zum Fahrzeugbesitz.
Besitzhaltung
Trotz finanzieller Unsicherheiten betrachten 54 % der Gen Z den Autobesitz als wichtig. Gleichzeitig sind sie offen für alternative Modelle: 78 % können sich ein Fahrzeug-Abonnement vorstellen, verglichen mit 51 % der Gesamtbevölkerung. Für Gen Z steht das Mobilitätserlebnis im Vordergrund, weniger der Besitz als Investition. Interessanterweise besitzen 22 % dieser Generation klassische oder sammelwürdige Fahrzeuge, während 45 % Gebrauchtwagen aufgrund des Preis-Leistungs-Verhältnisses bevorzugen. Nur 11 % suchen gezielt nach Neuwagen. Diese Präferenzen spiegeln ihre hohen Erwartungen an Technologie wider.
Technologienutzung
Als Digital Natives erwartet die Generation Z eine vollständige digitale Vernetzung. 73 % der Marketing-Impressionen erreichen sie über Connected TV (CTV) statt über klassisches Fernsehen. Bei der Fahrzeugwahl sind Smartphone-Integration und Over-the-Air-Updates besonders wichtig.
Zudem glauben 71 %, dass Künstliche Intelligenz die Fahrzeugwartung erleichtert, und 68 % wünschen sich digitale Assistenten, die bei der Auswahl der besten Finanzierungsoptionen helfen. Auch beim autonomen Fahren zeigt sich Gen Z aufgeschlossener: 43 % würden autonome Systeme als Fahrhilfe nutzen, während dies bei älteren Generationen nur 28 % tun würden.
Vor- und Nachteile der Kaufansätze der einzelnen Generationen
Die Analyse zeigt, dass jede Generation beim Autokauf eigene Prioritäten und Herausforderungen mitbringt. Während Babyboomer auf langfristigen Wert und Stabilität setzen, zeichnen sich Millennials durch digitale Recherche und eine Offenheit für Elektrofahrzeuge aus. Gen Z hingegen legt ihren Fokus auf technologische Innovation und Umweltbewusstsein.
Babyboomer schätzen vor allem Markentreue und den langfristigen Werterhalt eines Fahrzeugs. Für sie ist ein Auto eine finanzielle Investition, die sich über Jahre hinweg auszahlt. Allerdings binden sie dadurch viel Kapital und sind anfällig für Schwankungen bei den Kraftstoffpreisen, da sie weiterhin überwiegend Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor bevorzugen.
Millennials nutzen ihre digitale Kompetenz, um fundierte Entscheidungen zu treffen, und dominieren den Markt für gebrauchte Elektrofahrzeuge. Ihre Vorliebe für Leasing reduziert die monatlichen Kosten – im Durchschnitt um 172 € weniger beim Leasing von Elektrofahrzeugen. Allerdings bleibt durch diesen Ansatz der Aufbau von Eigenkapital auf der Strecke.
Generation Z überzeugt durch ihre Technologieaffinität und ihren Fokus auf Nachhaltigkeit. Ganze 74 % dieser Generation würden sich für ein reines Elektrofahrzeug entscheiden. Zudem bevorzugen 69 % vollständig digitale Kaufprozesse, während der Durchschnitt bei nur 28 % liegt. Dennoch schränkt ihre begrenzte Kaufkraft die Möglichkeiten ein: 45 % kaufen bevorzugt Gebrauchtwagen, und nur 11 % suchen gezielt nach Neuwagen. Abo-Modelle, die oft eine Versicherung beinhalten, sind besonders attraktiv, da hohe Versicherungsprämien junge Fahrer stark belasten.
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Merkmale zusammen:
| Merkmal | Babyboomer | Millennials | Generation Z |
|---|---|---|---|
| Hauptvorteil | Langfristiger Werterhalt und Zuverlässigkeit | Fundierte Entscheidungen durch Online-Recherche und hohe EV-Akzeptanz | Technologie- und Nachhaltigkeitsfokus |
| Hauptnachteil | Hohe Anfangskosten, anfällig für Kraftstoffpreisschwankungen | Kein Eigenkapitalaufbau durch Leasing | Begrenzte Kaufkraft, hohe Versicherungskosten |
| Finanzmodell | Langfristiges Eigentum | Leasing oder flexible Finanzierung | Abo-Modelle und Gebrauchtwagenkauf |
| Technologie-Nutzung | Traditionelle Händlerbesuche | Online-Recherche mit digitalen Tools | KI-gestützte Entscheidungen, digitale Prozesse |
Während ältere Generationen den Besitz und die Stabilität bevorzugen, setzen jüngere auf digitale Prozesse, Flexibilität und Umweltbewusstsein – ein klarer Hinweis auf die sich wandelnden finanziellen und technologischen Rahmenbedingungen.
Was diese Trends für den Automobilmarkt bedeuten
Die unterschiedlichen Ansprüche der Generationen verändern den Automobilvertrieb grundlegend. Während Babyboomer weiterhin klassische Autohäuser bevorzugen, beginnt 75 % der Gen Z ihre Suche nach einem Fahrzeug in sozialen Medien. Um diese Zielgruppen abzuholen, brauchen Händler einen „hybriden" Ansatz: eine starke Online-Präsenz, die nahtlos mit dem physischen Verkaufsraum verbunden ist. Gleichzeitig rückt das Marketing weg von rein sachlichen Produktdetails hin zu emotionalen Botschaften – Themen wie Freiheit und Unabhängigkeit sprechen besonders jüngere Käufer an. Diese Veränderungen verlangen nicht nur neue Verkaufsstrategien, sondern auch angepasste Finanzierungsmodelle.
Ein weiterer Trend ist die sinkende Markentreue: Nur noch etwa 40 % der europäischen Käufer planen, erneut bei ihrer aktuellen Marke zu bleiben. Das bedeutet, dass Hersteller sich nicht mehr allein auf ihren Namen verlassen können. Technologische Fortschritte, wie Software-Updates über Over-the-Air (OTA), werden unverzichtbar. Fahrzeuge ohne diese Funktion könnten bald als „unverkäuflich" gelten. Auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt spielt Transparenz eine immer größere Rolle, da Käufer hier verstärkt auf verlässliche Fahrzeugbewertungen Wert legen.
Der Gebrauchtwagenmarkt bleibt insbesondere für jüngere Käufer der Einstieg in die Welt des Autofahrens. Hier sind Sicherheitsmerkmale und ein Preislimit von etwa 10.000 € entscheidend. Professionelle Fahrzeugbewertungen gewinnen an Bedeutung, da sie Vertrauen schaffen. Die CUBEE Sachverständigen AG bietet beispielsweise objektive Gutachten, die digital-affinen Käufern helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Gerade diese Zielgruppe erwartet Transparenz und Nachweise zur Fahrzeugqualität, bevor sie vom Online-Research zum tatsächlichen Kauf übergeht. All diese Trends zeigen, wie eng technologische Neuerungen und flexible Finanzierungsmöglichkeiten zusammenhängen.
Auch die Finanzierungsmodelle selbst erleben einen Wandel. Da Gen Z oft nicht über die Mittel für hohe Anzahlungen verfügt, setzen Hersteller verstärkt auf flexible Leasing- und Abo-Modelle.
„Mit Hilfe unserer flexiblen Finanzierungslösungen und vor allem unserer Leasing-Angebote können wir [Gen Z] die Chance geben, Dinge auszuprobieren und so zum Energiewandel auf den Straßen beitragen"
sagt Bernd Brauer, Leiter Mobilität bei Consors Finanz. Solche Angebote erleichtern den Zugang zu neuen Technologien wie Elektrofahrzeugen und machen den Einstieg attraktiver.
FAQs
Warum kauft Gen Z so oft Autos online?
Die Generation Z kauft Autos zunehmend online, da sie sich vor allem über digitale Kanäle wie soziale Medien informiert. Ihre enge Verbindung zur digitalen Welt zeigt sich in ihrer Offenheit, Fahrzeuge online zu recherchieren und direkt zu kaufen. Der einfache Zugang und die vielfältigen digitalen Optionen machen den Online-Kauf für diese Altersgruppe besonders ansprechend.
Welche Faktoren erklären die sinkende Markentreue bei jüngeren Käufern?
Jüngere Käufer, insbesondere die Generation Z, sind weniger markentreu als ältere Generationen. Beim Autokauf stehen für sie vor allem Preis, Qualität und sportliche Marken im Vordergrund. Diese Kriterien führen dazu, dass sie offener für verschiedene Marken sind und sich weniger auf eine einzige Marke festlegen.
Wie unterstützt ein digitales KFZ-Gutachten beim Gebrauchtwagenkauf?
Ein digitales KFZ-Gutachten macht den Gebrauchtwagenkauf einfacher und sicherer. Es liefert eine schnelle und präzise Bewertung des Fahrzeugs, basierend auf aktuellen Daten. Dadurch erhält man eine objektive Einschätzung des Zustands und des Marktwerts. Dank moderner digitaler Prozesse kann die Begutachtung entweder direkt vor Ort oder durch einen mobilen Gutachter erfolgen. Das sorgt für mehr Transparenz und hilft dabei, versteckte Mängel zu vermeiden. So wird der gesamte Kaufprozess vertrauenswürdiger und zuverlässiger.
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