Hybridfahrzeuge stehen vor neuen Herausforderungen. Ab dem 31. Dezember 2025 gelten strengere Euro-6e-bis-Standards. Plug-in-Hybride müssen aktualisierte CO₂-Werte erfüllen, die oft höher ausfallen, was zu Steuererhöhungen und möglichen Verlusten von Förderungen führt. Die wichtigsten Änderungen umfassen:

  • Neue Testmethoden: WLTP ersetzt den veralteten NEFZ, wodurch Emissionswerte realistischer bewertet werden.
  • Strengere Batterietests: ECE R100 verlangt höhere Sicherheitsstandards für Hochvolt-Batterien.
  • OBFCM-Systeme: Verbrauchsdaten werden über die gesamte Lebensdauer erfasst.
  • Längere Prüfstrecken: Die simulierte Strecke steigt ab 2027 auf 4.260 km.

Diese Anpassungen betreffen nicht nur Neuwagen, sondern auch bereits zugelassene Fahrzeuge. Halter sollten prüfen, ob ihre Modelle weiterhin steuerliche Vorteile oder Umweltboni erhalten. Hersteller stehen vor höheren Anforderungen und möglichen Strafzahlungen bei CO₂-Grenzwertüberschreitungen.

Aktuelle Änderungen der ECE-Testverfahren für Hybride

In den vergangenen Jahren wurden die ECE-Testverfahren speziell für Hybridfahrzeuge angepasst, um sowohl die Sicherheitsstandards zu verbessern als auch realitätsnahe Emissionswerte zu gewährleisten. Die Überarbeitung der Vorschrift ECE R100 und der Wechsel zum WLTP-Verfahren haben dabei große Auswirkungen auf Hersteller und Fahrzeughalter. Diese Änderungen beeinflussen direkt, wie Sicherheit und Effizienz von Hybridfahrzeugen bewertet werden, und führen zu neuen Anforderungen in Prüf- und Inspektionsprozessen.

Überarbeitungen der ECE R100 und strengere Batterietests

Die dritte Revision der ECE R100 bringt deutlich strengere Sicherheitsvorgaben für Hochvolt-Batterien mit sich. Besonders im Fokus steht die Vermeidung eines thermischen Durchgehens einzelner Batteriezellen, das den gesamten Batteriepack gefährden könnte. Ziel ist es, sicherzustellen, dass im Falle eines Batterieproblems ausreichend Zeit für die Evakuierung der Insassen bleibt.

Vom NEFZ zum WLTP: Präzisere Emissionstests

Neben den verschärften Sicherheitsanforderungen bei Batterietests hat sich auch die Methode zur Emissionsprüfung grundlegend geändert. Mit dem Übergang vom NEFZ zum WLTP-Verfahren wurde die Bewertung von Hybridfahrzeugen deutlich präziser. Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Anpassung der Gangwechselpunkte: Während der NEFZ feste Werte vorgab, berücksichtigt das WLTP-Verfahren fahrzeugspezifische Parameter.

Für Hybridfahrzeuge bedeutet dies eine genauere Trennung zwischen dem ladungsreduzierenden (charge-depleting) und dem ladungserhaltenden (charge-sustaining) Betrieb. Zusätzlich werden Sonderausstattungen wie größere Räder oder Dachgepäckträger in die Bewertung einbezogen, da diese die Aerodynamik, das Gewicht und den Rollwiderstand beeinflussen. Somit liefert das WLTP-Verfahren eine realistischere Darstellung des Energieverbrauchs im Hybridbetrieb.

Auswirkungen der Änderungen auf Hybridfahrzeughalter und Inspektionen

Die verschärften ECE-Testverfahren treffen vor allem Halter von Hybridfahrzeugen – insbesondere Plug-in-Hybride. Ab dem 31. Dezember 2025 werden diese Modelle nach den neuen Euro 6e-bis-Standards neu bewertet. Das bedeutet, dass auch bereits zugelassene Fahrzeuge aktualisierte Typgenehmigungsdaten erhalten, oft mit deutlich höheren CO₂-Werten.

Neue Inspektionsanforderungen und HU-Standards

Diese Änderungen beeinflussen sowohl die Prüfverfahren als auch den Alltag der Fahrzeughalter. Umbauten am Fahrzeug sind zwar nicht erforderlich, aber Verbrauchs- und Emissionswerte werden administrativ neu berechnet. Die simulierte Prüfstrecke wurde von 800 km auf 2.200 km verlängert, um realitätsnähere Bedingungen abzubilden. Ab 2027 wird diese Strecke im Rahmen von Euro 6e-bis-FCM sogar auf 4.260 km erhöht.

Ein Beispiel: Beim BMW X1 xDrive25e stiegen die Emissionen laut ICCT im Januar 2025 von 45 g/km auf 96 g/km – mehr als eine Verdopplung. Bis 2027 könnten diese Werte sogar auf 122 g/km ansteigen.

Was Hybridfahrzeughalter wissen müssen

Höhere CO₂-Werte bedeuten finanzielle Nachteile. Viele Plug-in-Hybride verlieren ihre bisherige Emissionsklassifizierung und damit auch Steuervorteile. Die Neuberechnung der CO₂-Werte könnte den Verlust des E-Kennzeichens und damit verbundener steuerlicher Vergünstigungen zur Folge haben. Auch die Kfz-Steuern könnten steigen, da diese an den offiziellen CO₂-Werten bemessen werden.

Wer ein Gebrauchtfahrzeug oder ein Lagerfahrzeug kaufen möchte, sollte unbedingt prüfen, ob das Modell mit den aktualisierten Euro 6e-bis-Daten weiterhin für lokale Förderungen infrage kommt. Zusätzlich sinkt die EU-Flottengrenze für Hersteller ab 2025 von 115,1 g/km auf 93,6 g/km. Überschreitungen dieser Grenze führen zu Strafzahlungen von 95 € pro g/km. Diese Änderungen zwingen Hersteller und Halter, die neuen ECE-Standards konsequent umzusetzen.

Alt vs. Neu: ECE-Testverfahren im Vergleich

NEFZ vs. WLTP vs. Euro 6e-bis: Testverfahren für Hybridfahrzeuge im Vergleich

NEFZ vs. WLTP vs. Euro 6e-bis: Testverfahren für Hybridfahrzeuge im Vergleich

Die neuen Testverfahren haben die Messlatte höher gelegt und bieten genauere Ergebnisse. Doch wie unterscheiden sich die alten Standards von den aktuellen und kommenden Regelungen? Der Wechsel vom NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) zum WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure) liefert Verbrauchs- und Emissionsdaten, die näher an den tatsächlichen Fahrbedingungen liegen. Für Plug-in-Hybride bringt der Euro 6e-bis-Standard, der ab dem 1. Januar 2025 gilt, noch strengere Vorgaben, um die Diskrepanz zwischen Laborwerten und realen Bedingungen weiter zu minimieren.

Ein Blick auf die Testparameter zeigt klare Unterschiede: Der WLTP dauert 30 Minuten, also 10 Minuten länger als der NEFZ, und deckt eine Strecke von 23,25 km ab – mehr als doppelt so viel wie die 11 km des NEFZ. Auch die Durchschnittsgeschwindigkeit wurde von 34 km/h auf 46,5 km/h erhöht, während die Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h auf 131,3 km/h stieg.

Die Änderungen wirken sich direkt auf die Ergebnisse aus. Ein Beispiel: Beim Wechsel vom NEFZ zum WLTP verringerte sich die angegebene elektrische Reichweite des Renault Zoé um 25 % – von 400 km auf 300 km. Zusätzlich wurden die Testbedingungen präzisiert: Statt eines Temperaturbereichs von 20–30 °C wird nun eine feste Temperatur von 23 °C verwendet.

Vergleichstabelle: Die wichtigsten Unterschiede

Merkmal Alt (NEFZ) Aktuell (WLTP) Neu/Kommend (Euro 6e-bis)
Testdauer 20 Minuten 30 Minuten 30 Minuten
Teststrecke 11 km 23,25 km 23,25 km (physisch)
PHEV-Simulationsstrecke ca. 800 km ca. 800 km 2.200 km / 4.260 km (ab 2027)
Durchschnittsgeschwindigkeit 34 km/h 46,5 km/h 46,5 km/h
Höchstgeschwindigkeit 120 km/h 131,3 km/h 131,3 km/h
Sonderausstattung Nicht berücksichtigt CO₂-Einfluss einbezogen CO₂-Einfluss einbezogen
Testtemperatur 20–30 °C Fixiert bei 23 °C Fixiert bei 23 °C

Ab dem 31. Dezember 2025 müssen alle Plug-in-Hybride am Markt – nicht nur neue Modelle – die neuen Standards erfüllen. Diese Änderungen haben direkte Auswirkungen auf Fahrzeugbewertungen und Inspektionsanforderungen und markieren einen weiteren Schritt in Richtung realistischerer und transparenterer Testergebnisse.

So erfüllen Sie die aktualisierten ECE-Standards

Compliance-Schritte für Hersteller

Hersteller müssen ihre Testverfahren überarbeiten, um den neuen ECE-Vorschriften gerecht zu werden. Für extern aufladbare Hybridfahrzeuge (OVC-HEVs) mit komplexen Steuerungssystemen ist der Übergang zum OVC-Reichweitentest zwingend erforderlich. Bei diesem Test wird das Fahrzeug mit voller Batterie gefahren, bis ein stabiler minimaler Ladezustand erreicht ist. Besonders herausfordernd: Die Schadstoffemissionen müssen in jedem einzelnen Fahrzyklus innerhalb der vorgeschriebenen Grenzwerte bleiben – ein Durchschnittswert reicht nicht aus.

Die elektrische Sicherheitszertifizierung gemäß ECE-R100 verlangt den Nachweis, dass Hochvoltkomponenten gegen Vibrationen, Kurzschlüsse, Feuer und thermische Einflüsse geschützt sind. Nach der Markteinführung müssen wesentliche Design- oder Softwareänderungen erneut geprüft und genehmigt werden. Zusätzlich sind EMV-Tests (elektromagnetische Verträglichkeit nach ECE-R10) für Fahrzeuge und Komponenten erforderlich.

Um spätere Probleme zu vermeiden, sollten Hersteller bereits in der Entwicklungsphase EMV- und Batteriesicherheits-Vortests durchführen. Zudem sind für jeden Fahrzeugtyp Rettungskarten nötig, die den Standort der Hochvoltkomponenten detailliert angeben. Während dieser Umstellungsphase können spezialisierte Gutachter wertvolle Unterstützung bei der praktischen Umsetzung bieten.

Wie CUBEE die Hybrid-Compliance unterstützt

Für Besitzer von Hybridfahrzeugen wird die Einhaltung der neuen Standards zunehmend anspruchsvoller. Ab dem 31. Dezember 2025 gelten die Euro-6e-bis-Standards für alle bestehenden Plug-in-Hybride, nicht nur für Neuwagen. Dies hat bereits spürbare Auswirkungen: Die offiziellen CO₂-Emissionswerte vieler Modelle haben sich verdoppelt – so stiegen sie beim BMW X1 xDrive25e von 45 g/km auf 96 g/km. Diese Änderungen beeinflussen Steuervergünstigungen, den Zugang zu Umweltzonen und die Förderfähigkeit erheblich.

Die CUBEE Sachverständigen AG bietet professionelle Fahrzeugbewertungen an, um Hybrid-Besitzern den aktuellen Compliance-Status und Marktwert ihrer Fahrzeuge aufzuzeigen. Über ein Netzwerk von Container-Standorten in Deutschland und Europa erstellt CUBEE präzise Wertgutachten und Schadensbewertungen. Diese sind besonders für Geschäftsfahrzeuge relevant, bei denen CO₂-Bewertungen steuerliche Vorteile beeinflussen können. Dank eines digitalisierten Prozesses erfolgt die Dokumentation schnell und zuverlässig – ein entscheidender Vorteil bei Versicherungsfragen oder dem Fahrzeugverkauf. Sollte ein Fahrzeug nicht fahrbereit sein, organisiert CUBEE einen mobilen Gutachter, der direkt zum Standort kommt.

ECE-Vorschriften und der Hybridmarkt 2026

Staatliche Förderungen und ECE-Konformität

Die Einführung neuer ECE-Testverfahren wirkt sich nicht nur technisch, sondern auch direkt auf den Fahrzeugmarkt aus. Seit dem 1. Januar 2026 greift in Deutschland ein neues Förderprogramm, das Privatpersonen beim Kauf oder Leasing von Neufahrzeugen unterstützt. Allerdings gelten strenge Kriterien: Plug-in-Hybride müssen entweder einen CO₂-Ausstoß von maximal 60 g/km (gemessen nach WLTP) oder eine elektrische Mindestreichweite von 80 Kilometern erreichen, um förderfähig zu sein. Viele Modelle, die zuvor als umweltfreundlich galten, erfüllen diese Vorgaben nicht mehr.

Das Förderprogramm richtet sich an Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von maximal 80.000 €, wobei pro Kind ein Freibetrag von 5.000 € hinzukommt. Der Netto-Listenpreis des Fahrzeugs darf 45.000 € nicht überschreiten. Die Basisförderung für Plug-in-Hybride liegt bei 1.500 €, kann jedoch durch zusätzliche Boni für Einkommen und Kinder auf bis zu 4.500 € steigen. Insgesamt hat die Bundesregierung 3 Milliarden Euro für das Programm eingeplant, was die Förderung von rund 800.000 Fahrzeugen bis 2029 ermöglichen soll. Förderanträge können ab Mai 2026 rückwirkend für Fahrzeuge gestellt werden, die ab dem 1. Januar 2026 zugelassen wurden.

Parallel dazu erhöht sich die CO₂-Bepreisung im Rahmen des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) auf 55 bis 65 € pro Tonne CO₂, was den Betrieb von Fahrzeugen, die die neuen Vorgaben nicht erfüllen, zusätzlich verteuert. Diese Entwicklungen setzen klare Anreize für den Wechsel zu emissionsärmeren Fahrzeugen und beeinflussen die Marktstruktur erheblich.

Markttrends für Hybridfahrzeuge

Die verschärften ECE-Vorschriften hinterlassen deutliche Spuren im Hybridmarkt. Seit 2025 gilt in der EU ein Flottengrenzwert von 93,6 g/km CO₂, was einen deutlichen Rückgang gegenüber den früheren 115,1 g/km darstellt. Überschreiten Hersteller diesen Grenzwert, zahlen sie 95 € Strafe pro Gramm CO₂ und verkauftem Fahrzeug. Unter den neuen ECE-Bedingungen verlieren Plug-in-Hybride zunehmend an Bedeutung für die Senkung der Flottenemissionen, was viele Hersteller dazu zwingt, ihre Modellstrategien zu überdenken.

Im Jahr 2024 machten Plug-in-Hybride 7,1 % aller Neuzulassungen in Europa aus. Im Flottengeschäft war ihr Anteil jedoch deutlich höher, bei manchen Herstellern stellten sie bis zu 56 % der elektrifizierten Fahrzeuge.

„Um sicherzustellen, dass die für solche Fahrzeuge ermittelten CO₂-Emissionen repräsentativ für das tatsächliche Fahrverhalten sind, sollten die für die CO₂-Emissionsbestimmung bei der Typgenehmigung angewandten Nutzungsfaktoren überarbeitet werden." – Europäische Kommission

Die Folge: Sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen wechseln verstärkt zu reinen Elektrofahrzeugen (BEVs), da Plug-in-Hybride ihre steuerlichen Vorteile einbüßen. Flottenmanager stehen vor höheren Zulassungssteuern, steigenden Kfz-Steuern und erhöhten Abgaben für Dienstwagenfahrer. Gleichzeitig treiben notwendige technische Upgrades die Preise für Hybride in die Höhe. Da der Unterschied zwischen Labor- und Realverbrauch immer geringer wird, werden Plug-in-Hybride regulatorisch zunehmend wie effiziente Verbrenner behandelt. Diese Entwicklungen verschieben den Fokus des Marktes weiter in Richtung vollelektrischer Fahrzeuge.

Fazit

Seit 2022 haben sich die ECE-Testverfahren für Hybridfahrzeuge erheblich verschärft – von der Einführung des WLTP statt des NEFZ über OBFCM-Daten bis hin zu einem gesenkten Utility-Faktor, der Labor- und Realverbrauch näher zusammenbringt. Für Plug-in-Hybride mit einer Reichweite von 60 km bedeutet das, dass der angenommene Elektroanteil von über 80 % auf 54 % im Jahr 2025 und weiter auf 34 % bis 2027/2028 sinkt. Diese Änderungen führen zu höheren offiziell angegebenen CO₂-Werten, steigenden Steuern und strengeren Vorgaben für Hersteller.

Ab August 2024 werden OBFCM-Daten im Rahmen der Hauptuntersuchung ausgelesen. Mit der Einführung von Euro 7 ab November 2026 müssen Batterien nach 5 Jahren oder 100.000 km mindestens 80 % ihrer ursprünglichen Kapazität aufweisen. Diese Regelungen wirken sich nicht nur auf die CO₂-Werte aus, sondern haben auch erhebliche Folgen für Steuern und den Wiederverkaufswert von Fahrzeugen.

Wie bereits in den vorherigen Abschnitten erläutert, sollten Fahrzeughalter und Flottenbetreiber den Zustand der Batterie (State of Health, SoH) sowie die Einhaltung der ECE R100-Standards genau im Auge behalten. Professionelle Gutachten sind dabei ein wichtiges Instrument, um die Konformität zu überprüfen und den Fahrzeugwert – insbesondere bei gebrauchten Hybriden oder vor einem Verkauf – präzise zu bestimmen.

Die CUBEE Sachverständigen AG bietet in diesem Zusammenhang schnelle und digitalisierte Gutachten sowie Schadensbewertungen an. Über ein deutschlandweites Netzwerk von Container-Standorten und mobile Gutachter können präzise Informationen zu Batteriezustand, Emissionswerten und Marktwert eingeholt werden. Gerade angesichts der komplexen neuen ECE-Vorschriften ist eine fachkundige Bewertung unverzichtbar.

Die Hybridtechnologie entwickelt sich rasant weiter. Wer gut informiert ist und auf professionelle Unterstützung setzt, kann unangenehme Überraschungen bei Steuern, Förderungen oder dem Wiederverkauf vermeiden.

FAQs

Muss mein bestehender Plug-in-Hybrid ab 31.12.2025 neu eingestuft werden?

Ab dem 31. Dezember 2025 ändert sich die Regelung für Plug-in-Hybride. Um weiterhin von der 0,5-%-Regelung profitieren zu können, muss die elektrische WLTP-Reichweite mindestens 80 Kilometer betragen. Das bedeutet, dass viele ältere Modelle, die oft nur eine Reichweite von 50 bis 60 Kilometern erreichen, diese Anforderung nicht mehr erfüllen werden.

Wie beeinflussen höhere WLTP-CO₂-Werte die Kfz-Steuer und das E-Kennzeichen?

Die Einführung der realitätsnäheren WLTP-Messmethode hat direkte Folgen für die Kfz-Steuer bei Neuwagen. Da die gemessenen CO₂-Werte in der Regel höher ausfallen, steigt auch die Steuerlast entsprechend. Dies betrifft vor allem Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, da die Steuer auf Basis der CO₂-Emissionen berechnet wird.

Für Fahrzeuge mit einem E-Kennzeichen bleibt die Situation jedoch unverändert. Elektrofahrzeuge sind bis Ende 2035 vollständig von der Kfz-Steuer befreit, wodurch sie von den höheren WLTP-Werten nicht betroffen sind.

Welche OBFCM-Daten werden bei der HU ausgelesen und wofür?

Bei der Hauptuntersuchung (HU) spielen die OBFCM-Daten eine wichtige Rolle, um den Kraftstoff- und Stromverbrauch eines Fahrzeugs über dessen gesamte Lebensdauer im Blick zu behalten. Diese Daten ermöglichen es, Unterschiede zwischen den im Labor gemessenen Verbrauchswerten und dem tatsächlichen Verbrauch auf der Straße zu identifizieren und zu bewerten.

Der Vorteil? Die Verbrauchsabweichungen werden klarer sichtbar, was nicht nur für mehr Transparenz sorgt, sondern auch die Bewertung der Emissionen präzisiert. So wird ein besserer Einblick in die tatsächliche Umweltbelastung durch Fahrzeuge möglich.

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