Die EU-Emissionsstandards beeinflussen den Fahrzeugmarkt erheblich. Sie setzen strenge CO₂-Grenzwerte für Neuwagen, was den Wert älterer Fahrzeuge mit hohen Emissionen senkt. Ab 2035 dürfen nur noch emissionsfreie Neuwagen zugelassen werden, was den Übergang zu Elektrofahrzeugen beschleunigt. Gleichzeitig verlieren Diesel- und Benzinfahrzeuge zunehmend an Marktattraktivität.
Wichtige Punkte:
- Aktuelle Grenzwerte: 95 g CO₂/km für Pkw seit 2021.
- Zukunftsziele: Ab 2035 nur noch emissionsfreie Neuwagen.
- Wertverlust: Fahrzeuge mit hohen Emissionen verlieren stärker an Wert.
- Euro 7-Norm: Strengere Prüfungen und neue Anforderungen ab 2025.
- Gutachten: Professionelle Bewertungen helfen, den Marktwert zu berechnen.
Fazit: Wer den Wert seines Fahrzeugs sichern möchte, sollte sich über Emissionsstandards und künftige Vorschriften informieren.
EU-Emissionsstandards Entwicklung: CO₂-Grenzwerte 2012-2035 und Euro 6 vs Euro 7 Vergleich
Schritt 1: So ermitteln Sie die Emissionsklasse Ihres Fahrzeugs
Wo Sie die Emissionsklasse Ihres Fahrzeugs finden
Die Zulassungsbescheinigung Teil I ist der Schlüssel, um die Euro-Norm Ihres Fahrzeugs herauszufinden. Dieses Dokument enthält alle relevanten technischen Daten, einschließlich der Schadstoffklasse. Zusätzlich stellt das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) technische Datensätze bereit, die eine automatisierte Dokumentation ermöglichen.
Ein weiteres wichtiges Dokument ist das Certificate of Conformity (CoC), das offizielle CO₂-Werte enthält. Seit Ende 2019 werden diese Werte in die technischen Datensätze integriert, um individuelle Daten gemäß dem WLTP-Messverfahren zu berücksichtigen. Händler sind laut der Richtlinie 1999/94/EG verpflichtet, Fahrzeugetiketten auszuhängen, die klare Informationen zu Kraftstoffeffizienz und Schadstoffemissionen liefern.
Wenn Sie sicherstellen möchten, dass Ihr Fahrzeug den aktuellen Vorschriften entspricht, können Sie die vierteljährlich vom KBA veröffentlichten Listen zu Kraftstoffverbrauch und Emissionstypprüfwerten prüfen. Ihr Fahrzeug lässt sich dabei über die Herstellerschlüsselnummer (HSN) und die Typschlüsselnummer (TSN) eindeutig identifizieren. Diese Angaben helfen nicht nur bei der Bestimmung der Emissionsklasse, sondern ermöglichen auch einen direkten Vergleich zwischen Euro 6 und Euro 7.
Euro 6 vs. Euro 7: Die wichtigsten Unterschiede
Die Euro-6-Norm definiert klare Grenzwerte für Abgasemissionen: 60 mg/km NOx für Benziner und 80 mg/km für Diesel. Mit Euro 7 werden diese Grenzwerte erweitert, um auch Nicht-Abgas-Emissionen wie Bremsstaub und Reifenabrieb zu berücksichtigen. Zudem verlangt Euro 7 eine längere und realitätsnähere Prüfperiode. Für Elektrofahrzeuge gilt ein Grenzwert von 3 mg/km für Bremspartikel (PM10), während für die meisten Verbrenner und Hybridfahrzeuge 7 mg/km festgelegt sind.
Ein weiterer Unterschied liegt in der Prüfzeit: Euro 7 verdoppelt die Dauer auf bis zu 200.000 km oder 10 Jahre. Außerdem wird ein verpflichtendes On-Board-Monitoring (OBM) eingeführt. Dieses System verwendet Sensoren, um die Emissionsleistung während der gesamten Lebensdauer des Fahrzeugs in Echtzeit zu überwachen. Für Elektro- und Hybridfahrzeuge gibt es zudem strenge Anforderungen an die Batteriebeständigkeit: Die Batterie muss nach 5 Jahren oder 100.000 km noch mindestens 80 % ihrer ursprünglichen Kapazität aufweisen.
Schritt 2: Wie sich Emissionsstandards auf Fahrzeugwerte auswirken
Markttrends: EU-Standards und Fahrzeugwertverlust
Die EU-Verordnung 2019/631 hat klare Ziele für die Reduktion von CO₂-Emissionen gesetzt und lenkt den Markt spürbar von Fahrzeugen mit konventionellen Verbrennungsmotoren weg. Besonders prägnant ist der flottenweite CO₂-Standard von 95 g/km, der seit 2021 gilt – ein erheblicher Rückgang im Vergleich zu den 130 g/km aus dem Jahr 2012. Diese Entwicklung beschleunigt den Wertverlust älterer, emissionsstarker Fahrzeuge.
Die EU setzt auf eine schnelle Erneuerung der Fahrzeugflotten, um emissionsreiche Modelle aus dem Verkehr zu ziehen. In der Verordnung 2019/631 wird betont:
Emissionen von konventionellen Verbrennungsmotoren müssen nach 2020 weiter reduziert werden. Null- und Niedrigemissionsfahrzeuge müssen eingesetzt werden und bis 2030 einen erheblichen Marktanteil gewinnen.
Für Fahrzeughalter bedeutet dies, dass herkömmliche Verbrennungsmotoren angesichts der verschärften Vorgaben für 2025 und 2030 zunehmend an Bedeutung verlieren. Zusätzlich sorgt das WLTP-Messverfahren, das realistischere Verbrauchs- und CO₂-Werte liefert, für mehr Transparenz bei der Bewertung gebrauchter Fahrzeuge.
Diese Entwicklungen schaffen eine Grundlage für die Untersuchung, wie Emissionen den Fahrzeugwert beeinflussen.
Emissionsbezogene Faktoren, die Fahrzeugpreise beeinflussen
Der Marktwert eines Fahrzeugs wird heute stark von seinen CO₂-Emissionen bestimmt. Fahrzeuge, die zur Einhaltung der flottenweiten CO₂-Ziele beitragen, sind wertstabiler als emissionsstarke Modelle. Die regulatorischen Meilensteine für 2025 und 2030 wirken sich direkt auf die Abschreibung und die Attraktivität von Verbrennungsmotoren aus.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Ziel der EU, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 40 % im Vergleich zu 1990 zu senken. Das schafft einen deutlichen Anreiz für Null- und Niedrigemissionsfahrzeuge. Zudem gelten ab 2025 erstmals spezifische CO₂-Standards für schwere Nutzfahrzeuge über 16 Tonnen, was auch den Gebrauchtmarkt in diesem Bereich beeinflusst.
Wer den aktuellen Wert seines Fahrzeugs unter Berücksichtigung der Emissionsklasse ermitteln möchte, sollte auf professionelle Gutachten setzen. Die CUBEE Sachverständigen AG bietet über ihr deutschlandweites Netzwerk an Container-Standorten schnelle und präzise Fahrzeugbewertungen an. Dabei werden emissionsbezogene Marktfaktoren berücksichtigt, und der digitale Prozess ermöglicht eine zügige Abwicklung. Solche Gutachten helfen Fahrzeugbesitzern, die Auswirkungen von Emissionen auf den Fahrzeugwert besser zu verstehen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Schritt 3: Ein professionelles Fahrzeuggutachten einholen
Wie sich Emissionskonformität auf Fahrzeugbewertungen auswirkt
Bei der Fahrzeugbewertung spielt neben der Euro-Klasse vor allem der CO₂-Ausstoß in g/km eine entscheidende Rolle. Dieser Wert zeigt, wie gut ein Fahrzeug zu den EU-weiten Flottenzielen passt. Besonders die geplanten Regelungen für 2025 und 2030 beeinflussen den zukünftigen Marktwert und die Attraktivität von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor erheblich.
Der CO₂-Wert, der in der Zulassungsbescheinigung Teil I (meist in den Feldern 14 oder 14.1) zu finden ist, bildet die Grundlage jeder modernen Fahrzeugbewertung. Für Nutzfahrzeuge über 16 Tonnen gelten gemäß der Verordnung (EU) 2019/1242 ab 2025 spezielle CO₂-Standards.
Gutachten berücksichtigen zunehmend das Risiko durch Regulierungen: Fahrzeuge, die künftig möglicherweise nicht mehr in Umweltzonen fahren dürfen oder mit höheren Steuern belastet werden, werden entsprechend niedriger bewertet. Eine präzise Bewertung setzt daher die Übereinstimmungsbescheinigung (Certificate of Conformity) voraus, die detaillierte CO₂-Daten enthält.
Diese Faktoren sind auch der Kern des digitalen Bewertungsansatzes von CUBEE, der für schnelle und präzise Gutachten sorgt.
CUBEE-Services für präzise Bewertungen nutzen
Die CUBEE Sachverständigen AG hat ihre Prozesse vollständig digitalisiert und bezieht die aktuellen EU-Emissionsstandards in jede Fahrzeugbewertung ein. Über ein deutschlandweites Netzwerk von Container-Standorten oder durch mobile Gutachter vor Ort werden Fahrzeuge effizient und professionell bewertet – stets unter Berücksichtigung der spezifischen CO₂-Werte und geltenden Vorschriften.
Der digitale Bewertungsprozess gleicht die Emissionsdaten direkt mit den EU-Vorgaben ab. Dadurch erhalten Fahrzeughalter eine realistische Einschätzung, die sowohl die aktuelle Marktsituation als auch mögliche zukünftige gesetzliche Einschränkungen berücksichtigt. Die Emissionskonformität spielt eine zentrale Rolle in der Fahrzeugbewertung, und die digitalen Prozesse von CUBEE integrieren diese komplexen Anforderungen nahtlos, um sowohl Käufern als auch Verkäufern eine fundierte Grundlage zu bieten.
Langfristige Auswirkungen der Emissionsstandards auf die Fahrzeugmärkte
Der Übergang zu Elektrofahrzeugen
Die EU-Emissionsstandards haben nicht nur kurzfristige, sondern auch tiefgreifende langfristige Auswirkungen auf die Automobilmärkte. Mit dem Umstieg auf Elektrofahrzeuge (EVs) verschiebt sich das Gleichgewicht. Ab 2035 dürfen in der EU nur noch emissionsfreie Neuwagen verkauft werden – das bedeutet das Ende für neue Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Bereits 2022 lag der Anteil emissionsfreier Fahrzeuge in der EU, Norwegen und Island bei 13,4 %. 2024 stieg dieser Anteil auf etwa 20 %, und für 2025 wird erwartet, dass Elektroautos etwa 25 % aller Pkw-Verkäufe ausmachen, was rund 4 Millionen Einheiten entspricht.
Die Zwischenziele setzen dabei klare Vorgaben: Bis 2030 müssen die durchschnittlichen Flottenemissionen auf 49,5 g CO₂/km reduziert werden – das entspricht einer Reduktion von 55 % im Vergleich zu 2021. Hersteller, die diese Ziele verfehlen, müssen hohe Strafzahlungen leisten: 95 € pro Gramm CO₂/km, das über dem Zielwert liegt, und zwar für jedes neu zugelassene Fahrzeug. Diese finanziellen Sanktionen beeinflussen direkt die Produktionsstrategien der Hersteller und wirken sich auf die Verfügbarkeit sowie die Preisgestaltung von Verbrennungsmotoren aus.
Dieser Wandel markiert eine grundlegende Transformation des Marktes, die auch für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor weitreichende Folgen hat.
Zukunftsaussichten für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor
Während der Marktanteil von Elektrofahrzeugen weiter wächst, gerät der Markt für Verbrennungsmotoren zunehmend unter Druck. Der Wertverlust von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren wird sich in den kommenden Jahren beschleunigen. Aktuell verlieren Elektrofahrzeuge zwar noch etwa 13 % mehr an Wert als der Gesamtmarkt über einen Zeitraum von fünf Jahren, doch diese Dynamik wird sich mit der Annäherung an das Verkaufsverbot für neue Verbrenner ab 2035 deutlich ändern.
Die Attraktivität gebrauchter Diesel- und Benzinfahrzeuge nimmt spürbar ab, da potenzielle Käufer Faktoren wie steigende Steuern, mögliche Fahrverbote und eine sinkende Nachfrage berücksichtigen. Besonders ältere Fahrzeuge mit niedrigeren Euro-Normen sind betroffen, da immer mehr Städte Zufahrtsbeschränkungen einführen. Die EU hat sich das Ziel gesetzt, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen, was eine vollständige Dekarbonisierung des Straßenverkehrs notwendig macht.
Dieser Wandel zeigt klar, dass die Zukunft des Automobilmarktes elektrisch ist – mit weitreichenden Konsequenzen für alle Beteiligten.
Fazit: Fahrzeugbewertung in einem regulierten Markt verstehen
Wie bereits erläutert, haben die EU-Emissionsstandards einen erheblichen Einfluss auf den Fahrzeugwert. Die Reduzierung der Grenzwerte von 130 g CO₂/km auf 95 g CO₂/km beeinflusst nicht nur die Produktionsstrategien der Hersteller, sondern auch die Wiederverkaufswerte von Fahrzeugen direkt.
Für Fahrzeugbesitzer ist es entscheidend, die CO₂-Werte ihres Fahrzeugs genau zu kennen – und nicht nur die Euro-Norm. Diese Werte spielen eine zentrale Rolle bei der Marktwertermittlung. Die kommenden Zielvorgaben für 2025 und 2030 werden voraussichtlich zu weiteren Veränderungen führen und den Wertverlust von Fahrzeugen, die nicht den aktuellen Standards entsprechen, beschleunigen.
In Zeiten strengerer Vorschriften wird eine professionelle, digitale Fahrzeugbewertung immer wichtiger. Die CUBEE Sachverständigen AG bietet präzise Gutachten, die alle relevanten Emissionsfaktoren einbeziehen. Mit einem deutschlandweiten Netzwerk an Container-Standorten können Fahrzeugbesitzer schnell und unkompliziert eine fundierte Bewertung erhalten – sei es für einen Verkauf, Versicherungszwecke oder zur langfristigen Planung.
Eine vollständige Dokumentation ist dabei unerlässlich: Überprüfen Sie regelmäßig die offiziellen Fahrzeugpapiere, um die genaue Emissionsklasse zu ermitteln. Diese Information, die in den vorherigen Abschnitten als zentral für die Fahrzeugbewertung hervorgehoben wurde, wird immer wichtiger, um den Marktwert in einem von strengen CO₂-Standards geprägten Umfeld zu erhalten. Wer gut informiert ist und frühzeitig handelt, kann bessere Entscheidungen treffen und mögliche Verluste beim Wiederverkauf vermeiden. Die regelmäßige Kontrolle der Emissionswerte bleibt ein Schlüssel zu einer nachhaltigen Fahrzeugstrategie.
FAQs
Wie kann ich den CO₂-Ausstoß meines Fahrzeugs herausfinden?
Der CO₂-Ausstoß eines Fahrzeugs wird in Gramm pro Kilometer (g CO₂/km) gemessen. Diese Angabe finden Sie auf dem Energie- bzw. CO₂-Label Ihres Autos. Alternativ können Sie die Daten in den Typgenehmigungsunterlagen (Certificate of Conformity, CoC) oder in den WLTP-Daten Ihres Fahrzeugs nachlesen.
Für eine detailliertere Einschätzung oder zusätzliche Informationen zu Ihrem Fahrzeug können Sie sich an Fachleute wie die CUBEE Sachverständigen AG wenden. CUBEE bietet professionelle Fahrzeugbewertungen und Gutachten, die auch Umweltfaktoren wie den CO₂-Ausstoß mit einbeziehen.
Wie beeinflussen die Euro-7-Normen den Wert älterer Fahrzeuge?
Die neuen Euro-7-Normen führen strengere Grenzwerte für Emissionen und Schadstoffe ein, einschließlich solcher durch Brems- und Reifenabrieb. Fahrzeuge, die lediglich nach älteren Standards wie Euro 5 oder Euro 6 zertifiziert sind, könnten dadurch als weniger umweltfreundlich eingestuft werden. Das könnte nicht nur zu Einschränkungen in Umweltzonen führen, sondern auch den Wiederverkaufswert dieser Fahrzeuge negativ beeinflussen.
Gerade in Deutschland, wo Umweltvorschriften immer strenger werden, ist es entscheidend, die Konsequenzen solcher Änderungen im Blick zu behalten. Wenn es darum geht, den aktuellen Wert Ihres Fahrzeugs zu ermitteln, bietet die CUBEE Sachverständigen AG einen schnellen und digitalen Service für präzise Fahrzeugbewertungen und professionelle Gutachten.
Warum sinkt der Wert von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor?
Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor verlieren zunehmend an Wert, und das liegt vor allem an den immer strengeren Abgas- und CO₂-Vorgaben der EU. Diese Regelungen treiben nicht nur die Kfz-Steuern in die Höhe, sondern beeinflussen auch das Kaufverhalten. Immer mehr Menschen entscheiden sich für emissionsärmere oder elektrische Fahrzeuge, was die Nachfrage nach klassischen Verbrennern deutlich reduziert.
Ein weiterer Faktor, der den Wiederverkaufswert belastet, ist die drohende Einführung von Fahrverboten für ältere Modelle in Städten. Fahrzeuge, die die modernen Emissionsstandards nicht erfüllen, werden oft als wenig zukunftsfähig angesehen. Das schreckt potenzielle Käufer ab und drückt den Marktwert solcher Autos zusätzlich.
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