Die neuen EU-Vorschriften treiben die Fahrzeugpreise in die Höhe. Warum? Strengere CO₂-Grenzwerte, neue Emissionsstandards und der Wegfall von Förderungen und Steuervergünstigungen erhöhen die Produktions- und Betriebskosten. Hersteller geben diese Mehrkosten an die Verbraucher weiter, was besonders Neuwagen betrifft. Hier die Kernpunkte:

  • CO₂-Grenzwerte: Ab 2025 Strafzahlungen von 95 € pro Gramm CO₂/km bei Überschreitung. Grenzwerte sinken bis 2030 drastisch.
  • Euro-7-Norm: Neue Emissionsstandards ab 2026, inkl. Vorgaben für Brems- und Reifenabrieb.
  • Förderungen gestrichen: Umweltbonus für Elektrofahrzeuge seit 2024 abgeschafft; ab 2026 neue Kfz-Steuer für E-Autos.
  • Steigende Reparaturkosten: Zölle auf Fahrzeugteile erhöhen Wartungs- und Ersatzteilpreise.

Konsequenzen: Neuwagen werden teurer, Gebrauchtwagen gewinnen an Bedeutung, und die laufenden Kosten für Fahrzeugbesitzer steigen. Wer Kosten senken möchte, sollte auf emissionsarme Fahrzeuge setzen und Förderungen wie die THG-Prämie oder neue Subventionen ab 2026 nutzen.

EU-Vorschriften und ihre Auswirkungen auf Fahrzeugpreise 2024-2035

EU-Vorschriften und ihre Auswirkungen auf Fahrzeugpreise 2024-2035

Wichtigste EU-Vorschriften, die Fahrzeugpreise beeinflussen

Euro-7-Emissionsstandards

Euro-7

Die Euro-7-Norm tritt ab dem 29. November 2026 für neue Fahrzeugmodelle in Kraft und gilt ab Ende 2027 für alle Zulassungen. Diese Vorschrift setzt neue Maßstäbe, indem sie erstmals Emissionsgrenzwerte für Brems- und Reifenabrieb einführt. Elektrofahrzeuge dürfen maximal 3 mg PM10-Feinstaub pro Kilometer emittieren, während für andere Antriebe, einschließlich Plug-in-Hybride, ein Grenzwert von 7 mg/km gilt. Ab 2035 wird dieser Wert einheitlich auf 3 mg/km gesenkt. Die spezifischen Vorgaben für den Reifenabrieb sollen ab dem 1. Juli 2028 umgesetzt werden.

Zusätzlich erhöhen verlängerte Haltbarkeitsanforderungen die Produktionskosten: Fahrzeuge, Motoren und Katalysatoren müssen mindestens acht Jahre oder 160.000 Kilometer funktionsfähig bleiben. Für Elektro- und Plug-in-Hybrid-Batterien gelten ebenfalls strenge Vorgaben: Nach fünf Jahren oder 100.000 Kilometern darf die Speicherkapazität nicht unter 80 % sinken, und nach acht Jahren oder 160.000 Kilometern nicht unter 72 %. Außerdem wird der Einbau eines Echtzeit-Emissionsmessgeräts verpflichtend, und bei Benzinmotoren müssen Kleinstpartikel ab einer Größe von 10 Nanometern erfasst werden. Neben diesen technischen Anforderungen treiben auch CO₂-bezogene Kosten die Preise für Fahrzeuge weiter in die Höhe.

CO₂-Preiserhöhungen

Ab 2025 müssen Hersteller 95 € Strafzahlung pro Gramm CO₂ leisten, wenn sie die vorgeschriebenen Zielwerte überschreiten. Diese zusätzlichen Kosten werden in der Regel direkt an die Käufer weitergegeben, was die Preise für Neuwagen erhöht. Zwar erlaubt eine Flexibilitätsregelung ab dem 1. April 2025 eine Durchschnittsberechnung der CO₂-Werte über drei Jahre (2025–2027), doch die Zielvorgaben bleiben unverändert.

Hinzu kommt, dass der deutsche Umweltbonus für Elektrofahrzeuge seit dem 1. Januar 2024 komplett gestrichen wurde. Ab dem 1. Januar 2026 entfällt zudem die bisherige Kfz-Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge. Stattdessen wird eine Besteuerung mit 50 % des gewichtsbasierten Standardsatzes eingeführt. Diese Änderungen bei Förderungen und Steuervergünstigungen erhöhen die Gesamtkosten für Elektrofahrzeuge spürbar.

Steuer- und Versicherungsanpassungen

Neben den direkten CO₂-Kosten wirken sich auch Änderungen bei Steuern und Versicherungen auf die Fahrzeugpreise aus. In Österreich wird beispielsweise eine motorbezogene Versicherungssteuer für Elektroautos eingeführt, die bisher von dieser Abgabe befreit waren. Diese Steuer betrifft sowohl bestehende als auch neu zugelassene Elektrofahrzeuge und erhöht die jährlichen Betriebskosten um weniger als 50 €. Die Berechnung der Steuer basiert auf der Leistung (über 45 kW) und dem Gewicht (über 900 kg) des Fahrzeugs.

Auch für Plug-in-Hybride gibt es strengere Regelungen: Der angenommene elektrisch gefahrene Anteil wird bei der CO₂-Berechnung reduziert, was die Steuerlast steigen lässt. Diese Maßnahmen führen zusammen mit den anderen Regelungen zu insgesamt höheren Fahrzeugpreisen.

Auswirkungen auf Fahrzeugbesitzer und den Markt

Höhere Preise für Neuwagen

Die neuen EU-Vorschriften treiben die Preise für Neuwagen in die Höhe. Autohersteller müssen massiv in emissionsarme Technologien investieren, um die strengen CO₂-Grenzwerte einzuhalten. Dazu kommen drohende Strafzahlungen bei Grenzwertüberschreitungen, die sich direkt auf die Verkaufspreise auswirken. Hersteller versuchen daher, das 2035-Ziel zu lockern, um milliardenschwere Strafen zu vermeiden.

Besonders Fahrzeuge mit hohen Emissionswerten werden spürbar teurer. Aber auch Elektro- und Hybridfahrzeuge sind von den gestiegenen Produktionskosten betroffen.

Auswirkungen auf Gebrauchtwagen und Wiederverkaufswerte

Mit steigenden Neuwagenpreisen verändert sich auch der Gebrauchtwagenmarkt. Die höheren Preise für Elektrofahrzeuge, verstärkt durch EU-Zölle auf chinesische Modelle, könnten die Nachfrage nach gebrauchten Fahrzeugen – sowohl elektrisch als auch konventionell – ankurbeln. Das könnte wiederum die Preise für Gebrauchtwagen in die Höhe treiben.

Gleichzeitig wird erwartet, dass mehr Leasing- und Flottenfahrzeuge, vor allem Elektroautos, auf den Gebrauchtwagenmarkt gelangen. In Deutschland werden viele Elektroautos über Flotten verkauft. Dieses größere Angebot könnte die Preise für gebrauchte Elektrofahrzeuge drücken. Für Fahrzeugbesitzer wird es daher immer wichtiger, den tatsächlichen Marktwert ihres Fahrzeugs genau zu kennen. Veraltete Bewertungsmethoden können oft nicht mehr mit den schnellen Veränderungen auf dem Markt mithalten, was zu ungenauen Schätzungen führen kann.

Kraftstoff- und Wartungskosten

Neben den höheren Anschaffungskosten steigen auch die laufenden Betriebskosten. Höhere Kraftstoffpreise und Zölle auf Fahrzeugteile machen Reparaturen und Wartungen deutlich teurer. Experten schätzen, dass Zölle die Kosten für ein durchschnittliches Neufahrzeug um 3.500 bis 10.000 US-Dollar erhöhen könnten.

„Auch Reparaturen und Wartungen werden teurer. Jeder, der sein Auto in die Werkstatt bringt, wird die Zölle zu spüren bekommen." – kettner-edelmetalle.de

Die steigenden Kosten für Ersatzteile belasten Fahrzeugbesitzer zusätzlich und machen den Fahrzeugbesitz langfristig deutlich teurer – weit über die Anschaffungskosten hinaus.

Lösungen: Die finanziellen Auswirkungen bewältigen

Fahrzeuge mit niedrigen Emissionen auswählen

Reine Elektrofahrzeuge bringen erhebliche finanzielle Vorteile mit sich. Zum Beispiel profitieren Elektroautos von einer Kfz-Steuerbefreiung, die bis Ende 2035 verlängert wurde – allerdings nur für Fahrzeuge, die bis zum 31. Dezember 2030 zugelassen werden. Ein Elektroauto, das Anfang 2026 zugelassen wird, könnte somit fast ein Jahrzehnt steuerfrei bleiben.

Ab 2026 startet eine neue Bundesförderung für Elektrofahrzeuge, speziell für Haushalte mit einem Jahreseinkommen bis 80.000 € (mit zusätzlichen Freibeträgen für Kinder). Die Förderung gilt für Fahrzeuge mit einem Nettolistenpreis von maximal 45.000 € und beträgt 3.000 € pro Haushalt. Pro Kind erhöht sich die Förderung um 500 € (bis maximal 1.000 €), und Haushalte mit einem Nettoeinkommen unter 3.000 € erhalten weitere 1.000 €. Insgesamt sind also bis zu 5.000 € möglich. Diese Förderung deckt sowohl den Kauf als auch das Leasing ab und gilt sogar für Gebrauchtwagen. Das Programm ist mit drei Milliarden Euro bis 2029 finanziert.

Zusätzlich können Besitzer von Elektroautos die THG-Prämie nutzen, indem sie ihre CO₂-Einsparungen verkaufen. Derzeit bieten einige Vermittler Prämien von bis zu 240 € an. Ab dem 1. Januar 2026 bringt das neue Energiewirtschaftsgesetz weitere Vorteile: bidirektionales Laden wird möglich. Mit einer bidirektionalen Wallbox können Fahrzeugbesitzer überschüssigen Strom ins Netz einspeisen und dadurch bis zu 700 € jährlich verdienen.

Die Wahl des richtigen Fahrzeugs ist ein wichtiger Schritt. Doch auch eine präzise Bewertung kann entscheidend sein – gerade im Kontext von Versicherungen oder Wiederverkäufen.

Professionelle Fahrzeugbewertungen und mobile Gutachterdienste nutzen

Die schnelle Entwicklung des Fahrzeugmarktes macht präzise Fahrzeugbewertungen unverzichtbar. Veraltete Bewertungsmethoden können zu ungenauen Ergebnissen führen, was insbesondere beim Verkauf oder in Versicherungsfragen problematisch sein kann.

Die CUBEE Sachverständigen AG bietet in Deutschland digitalisierte KFZ-Gutachten an. Über ein Netzwerk von Container-Standorten können Leistungen wie Schadensbewertungen, Wertgutachten oder Oldtimer-Bewertungen in Anspruch genommen werden. Für nicht fahrbereite Fahrzeuge stehen mobile Gutachter zur Verfügung, die direkt vor Ort arbeiten. Dank des digitalisierten Prozesses werden die Gutachten schnell, präzise und professionell erstellt – und das kostenlos für Fahrzeugbesitzer. Dieser Service erleichtert den Umgang mit Versicherungen, Schadensfällen und Wiederverkäufen erheblich.

Fazit: Auf regulierungsbedingte Preisänderungen reagieren

Die wichtigsten Punkte

Ab 2026 werden neue EU-Vorschriften die Fahrzeugpreise deutlich ansteigen lassen, insbesondere bei Modellen mit Verbrennungsmotoren. Grund dafür sind höhere Entwicklungs- und Produktionskosten sowie steigende laufende Betriebskosten, die Fahrzeugbesitzer zunehmend belasten.

Ein Wechsel auf Elektrofahrzeuge kann eine Möglichkeit sein, diese Kosten zu reduzieren. Elektroautos profitieren von staatlichen Förderungen und Steuervergünstigungen. Dabei ist es nicht nur wichtig, das passende Fahrzeug auszuwählen, sondern auch den aktuellen oder zukünftigen Wert des Fahrzeugs genau einzuschätzen.

Die wachsende regulatorische Komplexität macht professionelle Fahrzeugbewertungen unverzichtbar. Neue Regelungen der EU, wie etwa zur Batterieleistung, CO₂-Fußabdruck-Kennzeichnung oder der „State of Health"-Messung bei Elektrofahrzeugen, beeinflussen den Marktwert erheblich. Ohne fundiertes Fachwissen ist es schwierig, den tatsächlichen Wert eines Fahrzeugs – insbesondere bei Wiederverkauf oder Versicherungsfällen – korrekt zu ermitteln. Hier sind präzise Bewertungen entscheidend, und genau diesen Service bietet CUBEE.

Wie CUBEE Fahrzeugbesitzer unterstützt

In diesem sich schnell wandelnden Marktumfeld bietet die CUBEE Sachverständigen AG eine praktische Lösung. Mit einem digitalisierten Gutachtenprozess ermöglicht CUBEE schnelle und präzise Fahrzeugbewertungen – sei es für Schadensfälle, Wertgutachten oder Oldtimer-Bewertungen. Mobile Gutachter kommen direkt zum Fahrzeug, und zusätzlich stehen Container-Standorte in ganz Deutschland für fahrbereite Fahrzeuge zur Verfügung.

Durch kostenfreie, digitale Gutachten unterstützt CUBEE Fahrzeugbesitzer bei Entscheidungen rund um Versicherungen und Wiederverkauf. So können finanzielle Nachteile vermieden und fundierte Entscheidungen getroffen werden.

FAQs

Wie beeinflussen die neuen EU-Vorschriften die Preise von Elektroautos in Deutschland?

Die neuen EU-Vorschriften treiben die Entwicklungskosten für Elektroautos in die Höhe, da die Hersteller strengere Umweltauflagen und Sicherheitsstandards erfüllen müssen. Gleichzeitig wird der Preisunterschied zwischen Elektroautos und Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor immer kleiner. Das liegt unter anderem an strengeren CO₂-Grenzwerten und staatlichen Förderprogrammen, die den Kauf von Elektrofahrzeugen attraktiver machen.

Im August 2025 betrug der durchschnittliche Listenpreis eines Elektroautos etwa 35.353 €. Damit lag er nur noch 2.243 € über dem eines vergleichbaren Verbrenners, der bei 33.110 € angesiedelt war. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Elektroautos zunehmend wettbewerbsfähig werden – ein Trend, der ihre Nachfrage und Verbreitung auf lange Sicht weiter steigern könnte.

Wie können Fahrzeughalter steigende Kosten durch neue EU-Vorschriften ausgleichen?

Fahrzeughalter haben verschiedene Möglichkeiten, die steigenden Kosten durch neue EU-Vorschriften abzufedern. Eine der effektivsten Maßnahmen ist die regelmäßige Wartung und rechtzeitige Reparatur von Verschleißteilen. So lassen sich teure Nachbesserungen vor der Hauptuntersuchung (HU) vermeiden – besonders wichtig, da die HU für Fahrzeuge, die älter als zehn Jahre sind, künftig jedes Jahr ansteht. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Nerven.

Auch der Kraftstoffverbrauch kann durch einfache Maßnahmen gesenkt werden. Wer vorausschauend fährt, den Reifendruck regelmäßig überprüft oder Fahrgemeinschaften bildet, kann bis zu 10 % der Kraftstoffkosten einsparen. Für Besitzer von Elektroautos lohnt es sich, mögliche Steueraufschläge im Blick zu behalten und zu prüfen, ob staatliche Förderungen für Ladeinfrastruktur in Anspruch genommen werden können.

Langfristig kann es außerdem sinnvoll sein, ein älteres Fahrzeug, das stärker von den neuen Abgasnormen betroffen ist, zu verkaufen und auf ein effizienteres Modell umzusteigen. Dabei hilft eine professionelle Fahrzeugbewertung, wie sie etwa die CUBEE Sachverständigen AG anbietet. Solche Bewertungen unterstützen dabei, den besten Verkaufszeitpunkt zu finden und einen optimalen Preis zu erzielen.

Warum sind präzise Fahrzeugbewertungen in einem sich wandelnden Markt wichtig?

Die Preise von Fahrzeugen stehen unter starkem Einfluss neuer EU-Vorschriften wie der Euro-7-Abgasnorm und steigender CO₂-Kosten. Während Neuwagen durch höhere Produktionskosten teurer werden, schwanken die Preise für Gebrauchtwagen stark – beeinflusst durch Angebot und Nachfrage sowie EU-Förderungen für Elektrofahrzeuge. Gleichzeitig steigen die Unterhaltskosten, darunter Versicherungen und Reparaturen, spürbar an.

Eine präzise Fahrzeugbewertung ist der Schlüssel, um den aktuellen Marktwert eines Fahrzeugs richtig einzuschätzen und Fehleinschätzungen zu vermeiden. Sie hilft dabei, fundierte Entscheidungen beim Kauf oder Verkauf zu treffen, faire Finanzierungen und Versicherungen abzuschließen und korrekte Steuer- und Zulassungsgebühren zu berechnen. Sowohl Privatpersonen als auch Händler profitieren davon, flexibel auf Preisveränderungen reagieren zu können.

Die CUBEE Sachverständigen AG bietet einen digitalen Prozess für schnelle, professionelle Gutachten – von Schadensbewertungen bis hin zu Wertgutachten für Oldtimer. Mit diesen verlässlichen Daten können Sie sicherstellen, dass Ihre Entscheidungen den Anforderungen eines dynamischen Marktes gerecht werden.

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