Um Gutachter für Oldtimer zu werden, brauchst du technisches Know-how, historische Fahrzeugkenntnisse und eine Zertifizierung. Hier sind die wichtigsten Schritte:
- Technische Ausbildung: Abschluss als Kfz-Meister, Techniker oder Ingenieur im Automobilbereich.
- Kenntnisse über Oldtimer: Originalität, Restaurierungen und Fahrzeughistorie bewerten können.
- Rechtliche Voraussetzungen: Arbeiten nach § 23 StVZO (H-Kennzeichen) und § 29 StVZO (Hauptuntersuchungen).
- Zertifizierung: Teilnahme an Schulungen bei Organisationen wie BVSK, GTÜ oder FSP. Optionale Zertifikate wie DIN EN ISO/IEC 17024 erhöhen die Anerkennung.
- Praktische Erfahrung: Direkte Arbeit an Oldtimern und Praktika bei erfahrenen Gutachtern.
- Weiterbildung: Regelmäßige Kurse, z. B. zu Marktwertanalysen oder neuen Technologien.
Die Ausbildung ist zeit- und kostenintensiv, aber der steigende Oldtimer-Markt macht den Beruf attraktiv. Preise für Zertifizierungsprogramme beginnen bei ca. 799 € für Einsteigerkurse und können bis zu 22.000 € für umfassende Programme betragen. Netzwerke und digitale Tools wie automatisierte Algorithmen für Oldtimer-Bewertungen erleichtern den Einstieg und die Arbeit.
Der Weg zum zertifizierten Oldtimer-Gutachter: 6 Schritte und Kosten
Grundlegende Voraussetzungen und Qualifikationen
Technisches Wissen über Fahrzeuge
Um als Oldtimer-Gutachter tätig zu sein, ist eine solide technische Ausbildung unverzichtbar. Üblicherweise wird ein Abschluss als Kfz-Meister, Staatlich geprüfter Techniker oder ein Ingenieurstudium im Automobilbereich vorausgesetzt. Diese Qualifikationen sind essenziell, da Gutachter in der Lage sein müssen, alle wichtigen Fahrzeugsysteme sowohl visuell als auch funktional zu prüfen.
Ein Schwerpunkt liegt auf spezialisierten Diagnosetechniken: Dazu gehören das Messen der Lackschichtdicke, um frühere Reparaturen zu erkennen, die Inspektion von Unterboden und Achsen sowie stationäre Leistungsprüfungen und Probefahrten. Ebenso müssen Gutachter die Originalität der Hauptbaugruppen sowie die Fahrzeughistorie mit größter Genauigkeit bewerten. Helmut Unfug, Geschäftsführer und Sachverständiger für Oldtimer, bringt es auf den Punkt:
„Oldtimer sind mehr als nur eine Leidenschaft. Sie spiegeln den technologischen Fortschritt und den Geist ihrer Epoche wider".
Neben technischem Fachwissen ist auch ein tiefgehendes Verständnis für die Geschichte von Fahrzeugen unerlässlich, um den Wert eines Oldtimers korrekt zu bestimmen.
Kenntnisse über historische Fahrzeuge
Für die Bewertung von Oldtimern ist ein spezialisiertes Wissen über historische Fahrzeuge von zentraler Bedeutung. Anders als bei modernen Autos, bei denen der Zeitwert im Vordergrund steht, spielen bei Klassikern Faktoren wie Seltenheit, historische Relevanz und emotionaler Wert eine entscheidende Rolle. Gutachter müssen präzise zwischen Originalzustand, fachgerechter Restaurierung und Vorschäden unterscheiden können.
Die Entwicklung des Marktes unterstreicht die Bedeutung dieser Expertise: Zwischen 2005 und 2020 stiegen die Oldtimerpreise in Deutschland um 452 %, während der Aktienmarkt im gleichen Zeitraum nur um 225 % zulegte. Um solche Bewertungen fundiert durchzuführen, greifen Gutachter auf spezialisierte Datenbanken zurück, die teilweise Aufzeichnungen bis ins Jahr 1889 enthalten. Die GTÜ Classic bringt es treffend auf den Punkt:
„Der emotionale Wert Ihres Oldtimers ist unbezahlbar. Doch im alltäglichen Umgang mit historischen Fahrzeugen ist eine objektive Bewertung oft unerlässlich".
Dieses technische und historische Wissen bildet die Grundlage für die Zertifizierungsprogramme und muss stets den rechtlichen Vorgaben entsprechen.
Rechtliche Anforderungen in Deutschland
Oldtimer-Gutachter arbeiten innerhalb klar definierter rechtlicher Rahmenbedingungen. Besonders wichtig sind § 23 StVZO, der die H-Kennzeichen-Gutachten regelt, und § 29 StVZO, der die Hauptuntersuchungen betrifft. Um offizielle Prüfungen durchzuführen, müssen Gutachter einer anerkannten Prüforganisation wie GTÜ, FSP oder TÜV angehören. Die GTÜ beispielsweise führt jährlich über 4,8 Millionen Hauptuntersuchungen an mehr als 10.200 Prüfstützpunkten durch.
Selbstständige Gutachter benötigen zusätzlich eine Berufshaftpflichtversicherung und müssen sich steuerlich registrieren lassen. Viele streben darüber hinaus die Ernennung zum „öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen" an, ein Titel, der von der Handwerkskammer oder der Industrie- und Handelskammer verliehen wird. Diese offizielle Anerkennung verleiht den Gutachten vor Gerichten und Versicherungen eine deutlich höhere rechtliche Gewichtung.
Ausbildungs- und Zertifizierungsprogramme
Anerkannte Zertifizierungsprogramme
In Deutschland werden Oldtimer-Gutachter von etablierten Organisationen ausgebildet und zertifiziert. Eine führende Institution ist der BVSK, der größte Verband freiberuflicher Kfz-Sachverständiger in Deutschland. Der BVSK legt strenge Standards fest, die unter anderem einen Ingenieurabschluss oder eine Meisterqualifikation voraussetzen. Der Verband hebt hervor:
„Wenn ein Kfz-Sachverständiger dem BVSK angehört, können Verbraucher, Versicherungen und Anwälte sicher sein, dass der betreffende Sachverständige die Richtlinien des Verbandes erfüllt und die theoretischen und praktischen Voraussetzungen erfüllt hat".
Zusätzlich zum BVSK bieten auch GTÜ Classic und FSP Classic Competence (ein Partner des TÜV Rheinland) spezialisierte Netzwerke für Oldtimer-Gutachten an. GTÜ Classic betreibt ein bundesweites Netzwerk unabhängiger Experten, deren Gutachten von führenden Oldtimer-Versicherungen anerkannt werden. FSP hingegen arbeitet mit Classic Car Consultants (CCC) zusammen und nutzt eine zentrale Datenbank mit Fahrzeugdaten von 1889 bis 2004.
Die Zertifizierung bildet die Grundlage, während Schulungen das notwendige Fachwissen für die praktische Bewertung vermitteln.
Schulungen zur Oldtimer-Bewertung
Die Schulungen für Oldtimer-Gutachter gehen weit über Grundlagen hinaus. Sie decken zentrale Themen wie die Originalitätsbewertung aller Hauptbaugruppen ab, darunter Karosserie, Motor, Fahrwerk und Innenraum. Ebenso wird die Vergabe von Zustandsnoten geschult, die bei der Versicherungseinstufung und der Marktwertermittlung eine Schlüsselrolle spielen. Gutachter lernen außerdem, verschiedene Wertarten wie Marktwert, Wiederbeschaffungswert und Wiederherstellungswert zu berechnen – stets basierend auf aktuellen Marktanalysen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere bei der Begutachtung nach § 23 StVZO. Für ein H-Kennzeichen muss ein Fahrzeug mindestens 30 Jahre alt sein und sich in einem weitgehend originalen Zustand befinden. Die Classic Akademie bietet beispielsweise spezialisierte Schulungen für Mercedes-Benz Klassiker aus den Jahren 1954 bis 1980 an. Dabei lernen die Teilnehmer, mit historischen Werkzeugen und originalen technischen Dokumenten zu arbeiten. Michael Rumig, Inhaber der Classic Akademie, beschreibt die Bedeutung solcher Programme:
„Im Oldtimerbereich ist dieser Verlust [an Wissen] umso gravierender, weil die nachrückenden Kfz-Mechatroniker nicht an den Fahrzeugen ausgebildet werden, die Sammler und Enthusiasten schätzen".
Digitale Tools in der Fahrzeugbegutachtung
Moderne digitale Tools spielen eine immer wichtigere Rolle in der Fahrzeugbewertung. Sie unterstützen den Bewertungsprozess, indem sie strukturierte Abläufe ermöglichen und individuelle Fahrzeugmerkmale, Zustandsnoten sowie historische Daten objektiv einbeziehen. Solche Datenbanksysteme garantieren präzise Marktforschung und hohe Qualitätsstandards.
Ein Beispiel ist die CUBEE Sachverständigen AG, die einen vollständig digitalisierten Prozess für Kfz-Gutachten bietet. Über ein Netzwerk von Container-Standorten in Deutschland und Europa können Oldtimer-Besitzer schnelle und professionelle Wertgutachten erhalten – entweder direkt vor Ort oder durch mobile Gutachter, die zum Fahrzeug kommen. Diese Digitalisierung sorgt für eine präzise Dokumentation, schnellere Bearbeitungszeiten und transparente Bewertungen, die von Versicherungen anerkannt werden. Für angehende Gutachter liefert die Zusammenarbeit mit solchen Plattformen wertvolle Einblicke in moderne Bewertungsstandards und digitale Arbeitsmethoden.
Praktische Erfahrung und berufliche Netzwerke
Praktische Schulungsmöglichkeiten
Theorie allein reicht nicht – angehende Oldtimer-Gutachter müssen direkt am Fahrzeug arbeiten, um echte Expertise zu entwickeln. Eine hervorragende Gelegenheit bietet die Classic Akademie in Weinstadt. Hier liegt der Fokus auf Mercedes-Benz Modellen von 1954 bis 1980. Teilnehmer arbeiten mit historischen Werkzeugen und originalen technischen Unterlagen, um Sollmaße zu dokumentieren und sicherheitsrelevante Bauteile wie Lenkgetriebe fachgerecht zu bewerten. Diese praxisorientierte Schulung zeigt, wie wichtig praktische Erfahrung für eine präzise Fahrzeugbewertung ist.
Praktika bei etablierten Gutachtern sind ein weiterer wichtiger Schritt. Sie ermöglichen Einblicke in alle Arbeitsbereiche – von der Fahrzeugaufnahme bis zur Erstellung eines Gutachtens. Besonders wertvoll ist die Zusammenarbeit mit erfahrenen Meistern und pensionierten Kfz-Mechanikern, die ein tiefes Verständnis für ältere Fahrzeugsysteme mitbringen. Solche Erfahrungen legen den Grundstein für den Aufbau eines beruflichen Netzwerks.
Aufbau von Branchenkontakten
Kein Gutachter kann jedes Fahrzeug bis ins letzte Detail kennen. Deshalb ist der Austausch mit Fachkollegen unverzichtbar. Der Bundesverband der zertifizierten Gutachter für historische Fahrzeuge e.V. (Die Oldtimer-Gutachter) bietet ein bundesweites Netzwerk, in dem Experten Wissen über Nischen wie Vorkriegsmodelle, italienische Sportwagen oder DDR-Fahrzeuge teilen. Besonders geschätzt wird die Möglichkeit, bei unklaren Fällen auf die Expertise von Kollegen zurückzugreifen.
Auch Branchenveranstaltungen sind ein wichtiger Baustein für den Kontaktaufbau. Events wie die Automechanika Frankfurt (8. bis 12. September 2026) oder der Deutsche Remarketing Kongress (25. Februar 2026) bieten die Chance, Branchenführer und Software-Anbieter persönlich kennenzulernen. Darüber hinaus ist die Zusammenarbeit mit Prüforganisationen wie GTÜ, TÜV oder DEKRA entscheidend. Diese sind für § 23 StVZO-Gutachten zugelassen und verfügen über umfangreiche Netzwerke – die GTÜ allein arbeitet mit mehr als 10.200 Prüfstützpunkten zusammen.
Erfahrungsaufbau mit CUBEE
Neben persönlichen Kontakten eröffnen digitale Plattformen neue Möglichkeiten, praktische Erfahrungen zu sammeln. Die CUBEE Sachverständigen AG bietet angehenden Gutachtern Einblicke in moderne Bewertungsstandards. An Container-Standorten und durch mobile Gutachter-Services lernen Teilnehmer den Umgang mit digitalisierten Prozessen. Die Plattform vermittelt wichtige Fähigkeiten wie präzise Dokumentation, schnelle Bearbeitung und transparente Bewertung – Kompetenzen, die sowohl von Versicherungen als auch von Kunden geschätzt werden.
Zertifizierung und kontinuierliche Weiterbildung
Nach dem Aufbau praktischer Erfahrung steht der nächste Schritt an: formale Zertifizierung und regelmäßige Weiterbildung.
Zertifizierungsprozess und offizielle Anerkennung
Nach Abschluss der Schulungen folgt in der Regel eine Prüfung. Viele Programme bereiten auf Prüfungen beim Verband freier Kraftfahrzeug-Sachverständiger e.V. vor. Für eine besonders hohe Anerkennung bietet sich die DIN EN ISO/IEC 17024-Zertifizierung an. Diese Qualifikation ist EU-weit anerkannt und genießt bei Versicherungen und Gerichten ein hohes Ansehen. Auch wenn diese Zertifizierung nicht verpflichtend ist, stärkt sie die berufliche Position erheblich.
Wer H-Kennzeichen-Gutachten erstellen möchte, benötigt eine offizielle Anerkennung durch Institutionen wie TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS. Eine öffentliche Bestellung und Vereidigung durch die Handwerkskammer bietet zudem einen zusätzlichen rechtlichen Schutz. Der BVSK stellt sicher, dass seine Mitglieder sowohl die theoretischen als auch die praktischen Voraussetzungen erfüllen.
Eine anerkannte Zertifizierung kann auch die Akzeptanz auf digitalen Plattformen wie der CUBEE Sachverständigen AG erhöhen.
Anforderungen an die Weiterbildung
Die Zertifizierung ist nur der Anfang. Um stets auf dem neuesten Stand zu bleiben, sind regelmäßige Fortbildungen unerlässlich. Themen wie Hochvolt-Systeme in modernen Klassikern, Unfallrekonstruktion, Versicherungsrecht oder Restaurierungstechniken gehören zu den zentralen Inhalten. Auch Marktwertanalysen und technische Entwicklungen spielen eine wichtige Rolle.
Spezialisierte Datenbanken mit Informationen für Fahrzeuge ab Baujahr 1889 helfen dabei, präzise Bewertungen zu erstellen. Netzwerke wie GTÜ Classic bieten Zugang zu aktueller Marktforschung und Bewertungsstandards. Es wird zudem empfohlen, Oldtimer-Gutachten alle zwei bis drei Jahre zu aktualisieren. Das sichert nicht nur die Wertentwicklung ab, sondern sorgt auch für wiederkehrende Aufträge.
Diese Weiterbildungen erfordern jedoch eine Investition von Zeit und Geld.
Zeit- und Kosteninvestition
Die Kosten und Dauer der Ausbildung sind unterschiedlich. Einsteigerseminare, die etwa drei Tage dauern, kosten rund 1.495 €, während kombinierte Seminare für Schaden- und Wertgutachten (fünf Tage) etwa 2.295 € kosten. Für spezialisierte Seminare, wie die Grundlagen der Oldtimer-Bewertung, beginnen die Preise bei 799 € für drei Tage. Umfassendere Ausbildungsprogramme, die drei bis zwölf Monate dauern, kosten zwischen 7.000 € und 22.000 € und umfassen etwa 396 Unterrichtseinheiten, einschließlich betriebswirtschaftlicher Themen.
Moderne Anbieter wie die GBA Akademie setzen auf Blended Learning: Ein Großteil des typischerweise sechsmonatigen Programms wird online durchgeführt, ergänzt durch wenige Tage Präsenzunterricht. Viele dieser Programme können mit AZAV-zertifizierten Bildungsgutscheinen gefördert werden. Neben den Kursgebühren sollten auch Prüfungsgebühren, Fachliteratur sowie Reise- und Unterkunftskosten berücksichtigt werden.
Fazit
Der Weg zum zertifizierten Oldtimer-Gutachter ist anspruchsvoll, aber lohnend. Er beginnt mit einem soliden technischen Verständnis von Fahrzeugen und führt über spezialisierte Schulungen bis hin zur offiziellen Anerkennung, beispielsweise durch die Handwerkskammer. Zwar erfordert die Ausbildung erhebliche Investitionen, doch diese zahlen sich langfristig aus. Der Oldtimer-Markt zeigt eine stetige Wertsteigerung, wodurch qualifizierte Gutachter zu gefragten Fachleuten werden. Allerdings ist es entscheidend, das Wissen kontinuierlich an die sich wandelnden Marktbedingungen anzupassen.
Regelmäßige Weiterbildung ist dabei unverzichtbar. Märkte entwickeln sich weiter, neue Technologien kommen hinzu, und gesetzliche Rahmenbedingungen ändern sich. Um als Gutachter erfolgreich zu bleiben, sollte das Fachwissen alle zwei bis drei Jahre aktualisiert werden. Fachverbände und Netzwerke bieten dabei wertvolle Unterstützung. Ein Mitglied des Bundesverbands bringt es auf den Punkt:
„Ich rufe lieber einen Kollegen an, bevor ich eine unklare Einschätzung abgebe – deshalb ist das Netzwerk Gold wert".
Neben der Theorie spielt die praktische Anwendung eine zentrale Rolle. Moderne digitale Prozesse und Netzwerke sind heute für präzise Bewertungen unerlässlich. Plattformen wie die CUBEE Sachverständigen AG eröffnen Gutachtern die Möglichkeit, ihr Wissen in einem professionellen, digitalisierten Umfeld einzusetzen. Mit einem Netzwerk aus Container-Standorten und mobilen Gutachterdiensten können angehende Experten praktische Erfahrungen sammeln – von der Schadensbewertung bis hin zu spezialisierten Oldtimer-Gutachten.
Eine fundierte Ausbildung, die offizielle Zertifizierung und kontinuierliche Weiterbildung sind die Schlüssel zum Erfolg. Wer diesen Weg verfolgt, kann sich als anerkannter Experte etablieren – mit der Kompetenz, die bei Versicherungen, Gerichten und anspruchsvollen Sammlern hoch geschätzt wird.
FAQs
Wie lange dauert es, bis ich als Oldtimer-Gutachter arbeiten kann?
Wie lange es dauert, bis Sie als Oldtimer-Gutachter tätig werden können, hängt stark von Ihrer bisherigen Qualifikation und der notwendigen Weiterbildung ab. Meistens vergehen mehrere Monate, um alle erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu erlangen. Voraussetzung ist in der Regel eine technische Basis, etwa als KFZ-Meister, Techniker oder durch ein Studium im Bereich Kraftfahrzeugtechnik. Zusätzlich ist eine spezielle Ausbildung zum Gutachter notwendig.
Welche Gutachten darf ich ohne Prüforganisation erstellen?
Ohne eine Prüforganisation können lediglich Gutachten zur Fahrzeugklassifizierung als Oldtimer gemäß § 23 StVZO erstellt werden. Solche Gutachten müssen von amtlich anerkannten Überwachungsorganisationen wie dem TÜV oder ähnlichen Institutionen ausgestellt werden.
Ist die DIN EN ISO/IEC 17024-Zertifizierung sinnvoll?
Die DIN EN ISO/IEC 17024-Zertifizierung ist ein europaweit anerkannter Nachweis für die Qualifikation von Sachverständigen. Sie definiert die personengebundene Qualifikation und wird auf Augenhöhe mit öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen gesehen. Das sorgt für ein hohes Maß an Vertrauen und Professionalität in der Gutachterbranche.
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