Ein Unfall kann schwerwiegende Schäden am Fahrzeug hinterlassen – oft unsichtbar, aber gefährlich. Strukturelle Schäden betreffen tragende Teile wie das Chassis oder die Säulen und können die Sicherheit erheblich beeinträchtigen. In Deutschland ist die Begutachtung durch zertifizierte Gutachter nicht nur ratsam, sondern häufig gesetzlich erforderlich.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Definition struktureller Schäden: Betrifft tragende Fahrzeugteile, die Sicherheit und Wert beeinflussen.
  • Anzeichen für Schäden: Ungleiche Spaltmaße, Werkzeugspuren, unregelmäßige Schweißnähte.
  • Gutachterrolle: Dokumentation, technische Analyse und gerichtsfeste Berichte.
  • Technologien: Zerstörungsfreie Prüfmethoden wie Ultraschall oder Röntgen-CT.
  • Rechtliche Aspekte: Sie haben das Recht, einen unabhängigen Gutachter zu beauftragen.

Ein professionelles Gutachten schützt Ihre Rechte, sichert die Verkehrssicherheit und klärt Reparaturkosten sowie Wertverluste. Lesen Sie weiter, um den gesamten Prozess zu verstehen.

Der 5-Schritte-Prozess der Gutachter-Schadensbewertung bei Fahrzeugen

Der 5-Schritte-Prozess der Gutachter-Schadensbewertung bei Fahrzeugen

Erste Inspektion und Erfassung der Schäden

Die erste Inspektion bildet die Grundlage für die Bewertung eines Schadens. Gutachter erfassen dabei technische Daten systematisch, dokumentieren Sonderausstattungen und bewerten den Gesamtzustand des Fahrzeugs. Dazu gehören Aspekte wie Alter, Kilometerstand und Wartungshistorie. Diese Basisdaten sind unerlässlich, um später die Wertminderung exakt zu berechnen. Die strukturierte Datenerhebung dient als Ausgangspunkt für alle weiteren Untersuchungen.

Methoden der Sichtprüfung

Während der visuellen Inspektion untersuchen Gutachter Karosserie, Chassis, Aggregate und Elektrik auf sichtbare Schäden. Dabei ist ein geschultes Auge gefragt, um frische Unfallschäden von älteren Vorschäden zu unterscheiden. Diese Unterscheidung hat einen direkten Einfluss auf den Wiederbeschaffungswert und die Höhe der Wertminderung.

Um versteckte Schäden oder nicht originale Reparaturen aufzudecken, kommen spezialisierte Werkzeuge wie Lackschichtdickenmessgeräte, Endoskope und OBD-Diagnosegeräte zum Einsatz. Diese Geräte helfen, Details zu erkennen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind.

„Die GTÜ-Gutachter ermitteln Umfang, Ursache und Reparaturweg des Schadens." – GTÜ

Ein wichtiger Bestandteil der Sichtprüfung ist die Überprüfung der Verkehrssicherheit, um festzustellen, ob das Fahrzeug noch fahrbereit ist. Nach Abschluss dieser Prüfung wird eine detaillierte Dokumentation der Schadensbefunde erstellt.

Erfassung der ersten Schadensbefunde

Die Dokumentation erfolgt nach standardisierten Vorgaben. TÜV NORD beschreibt den Prozess wie folgt:

„Die TÜV NORD Schadengutachter dokumentieren den Schaden mit Bildern. Fotografiert wird das gesamte Fahrzeug – z. B. von vorne links und hinten rechts, aber auch die beschädigten Bereiche und Teile."

Die Schadensdokumentation umfasst Fotos aus festgelegten Winkeln sowie die Kategorisierung von Bauteilen, die ausgetauscht oder repariert werden können. Diese Vorgehensweise erleichtert die spätere Kostenkalkulation und dient als Grundlage für technische Analysen.

Moderne digitale Plattformen ermöglichen eine intuitive Fotodokumentation, bei der die Daten direkt an Experten übermittelt werden. Einige Tools bieten sogar Live-Video-Übertragungen, um Begutachtungen aus der Ferne durchzuführen.

Bei schwerwiegenden Schäden analysieren Gutachter den Fahrzeug-Datenspeicher (EDR/Blackbox), um den Unfallhergang zu rekonstruieren. Ein Gutachten ist meist ab einem Haftpflichtschaden von etwa 750 € oder einem Kaskoschaden von 2.000 € sinnvoll.

Technische Analyse versteckter Schäden

Sobald die sichtbaren Schäden dokumentiert sind, beginnt die detaillierte technische Untersuchung. Viele Probleme liegen im Verborgenen – in Hohlräumen, tragenden Strukturen oder elektronischen Systemen. Ohne spezialisierte Werkzeuge bleiben diese Schäden oft unentdeckt, was die Verkehrssicherheit gefährden kann. Diese Analyse ergänzt die anfänglichen Ergebnisse und liefert eine präzisere Basis für Schadensbewertungen.

Diagnosewerkzeuge und Ausrüstung

Zur Identifikation versteckter Schäden kommen verschiedene spezialisierte Verfahren zum Einsatz. Besonders wichtig sind zerstörungsfreie Prüfverfahren (ZfP), mit denen Materialermüdung, Risse und Schwachstellen erkannt werden können. Ein Beispiel ist der Phased-Array-Ultraschall, der mit einer Datenerfassungsrate von bis zu 1 GB/s hochauflösende Bilder liefert. Für schwer zugängliche Bereiche wird luftgekoppelter Ultraschall genutzt, der ohne Wasserkopplung arbeitet.

Die Röntgen-Computertomographie (CT) liefert dreidimensionale Einblicke in Bauteile, während Wirbelstrom-Arrays Oberflächenrisse in leitfähigen Materialien erkennen können – bis zu 3 mm Tiefe in Kohlenstoffstahl und bis zu 8 mm in Aluminium. Elektromagnetische Felddetektoren kommen ergänzend zum Einsatz, um Materialfehler zu identifizieren.

TÜV NORD hebt die Bedeutung digitaler Diagnosemethoden hervor:

„TÜV NORD Onboard Car Diagnosis ist ein Plug-and-Play-System für die digitale Fahrzeuginspektion. Es ermöglicht eine schnelle und präzise Diagnose von Fahrzeugen, was besonders für Werkstätten und Flottenbetreiber nützlich ist."

Auch die Auswertung von Fahrzeugdatenspeichern wie dem Event Data Recorder liefert wertvolle Informationen. Diese Geräte zeichnen Unfallkräfte auf und geben Hinweise auf strukturelle Schäden. DEKRA erklärt:

„Die Auswertung von Datenspeichern in beschädigten Fahrzeugen ist die Grundlage für oder Teil von Unfallrekonstruktionen. Hierfür stehen spezielle Werkzeuge zur Verfügung, auch für sehr stark beschädigte Fahrzeuge."

Prüfung tragender Komponenten

Mit den technischen Diagnosedaten erfolgt eine gezielte Inspektion tragender Bauteile. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Längsträgern, A-, B- und C-Säulen sowie dem Chassis. Um Hohlräume und schwer zugängliche Stellen zu untersuchen, kommen Videoskope mit schwenkbaren Joysticks zum Einsatz. Diese Geräte ermöglichen es, zwischen Front- und Seitenansichten zu wechseln, ohne Bauteile demontieren zu müssen.

Chassis-Vermessungen mit hochpräzisen Messgeräten vergleichen die Ausrichtung tragender Komponenten mit den Vorgaben der Hersteller. Selbst kleinste Verformungen können so erkannt werden. Kombinierte Verfahren, wie die Fusion von Radar- und Ultraschall-Echodaten, ermöglichen detaillierte 3D-Visualisierungen von Strukturdefekten.

Bei modernen Fahrzeugen prüfen Gutachter die Sicherheitssysteme umfassend über OBD-Diagnose. Fehlercodes in SRS- oder Airbag-Modulen können auf erhebliche strukturelle Belastungen hinweisen, auch wenn äußerlich wenig sichtbar ist. Liegen die Reparaturkosten bei etwa 60 % des Wiederbeschaffungswerts, wird eine formelle Restwertermittlung erforderlich.

Die Ergebnisse dieser Prüfungen fließen direkt in die Schadenskategorisierung und die Ermittlung der Reparaturkosten ein.

Schadenskategorisierung und -bewertung

Die genaue Feststellung von verdeckten Schäden ist der Ausgangspunkt für eine differenzierte Einteilung der Schäden. Nach einer technischen Analyse ordnen Gutachter diese anhand standardisierter Kriterien ein. Diese Einstufung entscheidet darüber, welche Reparaturen notwendig sind und ob die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs beeinträchtigt ist. Im Folgenden werden die verschiedenen Schadenskategorien sowie deren Einfluss auf Sicherheit und Fahrzeugwert beschrieben.

Leichte, mittlere und schwere Schäden

Bei der Schadensbewertung werden drei Hauptkategorien unterschieden, die sich vor allem an den Reparaturkosten und der Beeinträchtigung tragender Fahrzeugteile orientieren. Ein Bagatellschaden wird in Deutschland oft mit Reparaturkosten von unter 750 bis 1.000 Euro definiert. Dabei handelt es sich in der Regel um oberflächliche Schäden wie Kratzer oder kleine Dellen, die keine strukturellen Auswirkungen haben. In solchen Fällen genügt häufig ein einfacher Kostenvoranschlag, ein ausführliches Gutachten ist nicht zwingend erforderlich.

Mittlere Schäden treten auf, wenn die Reparaturkosten über 1.000 Euro liegen und deutliche Karosserieschäden vorhanden sind. Hierbei wird eine vollständige Begutachtung empfohlen, da versteckte strukturelle Probleme nicht ausgeschlossen werden können. Schwere Schäden betreffen tragende Fahrzeugteile wie den Rahmen oder das Chassis – beispielsweise Risse im Fahrzeugrahmen oder Verformungen der Längsträger. Solche Schäden gefährden die Fahrzeugsicherheit erheblich und können die Schutzfunktion bei zukünftigen Unfällen stark beeinträchtigen.

Wenn die Reparaturkosten etwa 60 % des Wiederbeschaffungswerts erreichen, erfolgt eine Restwertermittlung. Dazu erklärt TÜV NORD:

„Wenn die Reparaturkosten rund 60 % des Wiederbeschaffungswertes erreichen, ermitteln wir den Restwert. Der Restwert orientiert sich am realisierbaren Marktwert des Fahrzeugs, natürlich im beschädigten Zustand."

Zusätzlich unterscheiden Gutachter klar zwischen normalen Gebrauchsspuren und tatsächlichen Schäden, die repariert werden müssen.

Auswirkungen auf Fahrzeugsicherheit und Leistung

Die ermittelte Schadenskategorie hat direkten Einfluss auf die Sicherheit und Leistung des Fahrzeugs. Gutachter müssen klar angeben, ob der Schaden die Verkehrssicherheit beeinträchtigt. Besonders problematisch sind versteckte strukturelle Schäden, die bei einer oberflächlichen Inspektion leicht übersehen werden können – etwa Risse im Rahmen oder mechanische Defekte.

Auch nach einer fachgerechten Reparatur können strukturelle Schäden zu einem spürbaren Wertverlust führen und die Sicherheit langfristig beeinträchtigen. Eine gründliche Überprüfung von Chassis, Karosserie und mechanischen Komponenten ist notwendig, um sicherzustellen, dass das Fahrzeug seine ursprüngliche Schutzwirkung behält. Bei Elektrofahrzeugen erfordern Schäden an Hochvolt-Systemen besondere Vorsicht. In solchen Fällen sind speziell geschulte Gutachter notwendig.

Kostenermittlung und Wertverlust

Nach der Schadenskategorisierung berechnen Gutachter sowohl die Reparaturkosten als auch den dauerhaften merkantilen Minderwert. Diese Analysen sind entscheidend, um zu bewerten, ob eine Reparatur wirtschaftlich sinnvoll ist oder ob das Fahrzeug als wirtschaftlicher Totalschaden gilt. Im Folgenden wird erläutert, wie diese Berechnungen die Entscheidungsfindung beeinflussen.

Reparatur oder Ersatz: Die Entscheidung

Die zentrale Frage lautet: Ist eine Reparatur wirtschaftlich sinnvoll? Um dies zu klären, vergleichen Gutachter die geschätzten Reparaturkosten mit dem Wiederbeschaffungswert – also dem Preis für ein gleichwertiges Ersatzfahrzeug – und dem Restwert des beschädigten Fahrzeugs. Für diese Kalkulationen greifen sie auf zuverlässige Datenquellen wie DAT und Audatex zurück. Bei Fahrzeugen ohne standardisierte Daten, wie etwa Exoten, Youngtimern oder Oldtimern, kommen spezielle Verfahren wie Phantomkalkulationen oder zeitbasierte Berechnungen zum Einsatz, die in der Regel mit etwa 145 € pro Arbeitsstunde bewertet werden.

Zusätzlich prüfen Sachverständige die technische Umsetzbarkeit der Reparatur. Dabei geht es um die Frage, ob tragende Bauteile sicher in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden können oder ob ein vollständiger Austausch aus Sicherheitsgründen notwendig ist.

Sobald diese Aspekte geklärt sind, erfolgt die detaillierte Berechnung des Wertverlusts.

Berechnung von Wertminderung und Restwert

Ein Fahrzeug verliert auch nach einer fachgerechten Reparatur dauerhaft an Wert, wenn ein Unfallschaden dokumentiert ist. Die Höhe dieses Wertverlusts wird mithilfe standardisierter Methoden ermittelt, häufig auf Basis der Richtlinien des Instituts für Sachverständigenwesen (IfS). Dabei spielen Faktoren wie das Alter des Fahrzeugs, die Laufleistung, die Wartungshistorie und die Anzahl der Vorbesitzer eine zentrale Rolle.

Bei schwereren Schäden an der Fahrzeugstruktur berechnen Gutachter den Wiederbeschaffungswert und ziehen den Restwert des beschädigten Fahrzeugs ab. Zur genauen Ermittlung des Restwerts werden professionelle Restwertbörsen genutzt. Die Gebühren für das Gutachten hängen von der Schadenhöhe ab: Bei einem Schaden von etwa 1.000 € beläuft sich die Gebühr auf ca. 364 € (36,4 % des Schadens), während sie bei einem Schaden von 10.000 € auf rund 1.074 € (10,7 %) sinkt.

Schadenhöhe Gutachtergebühr (ca.) Anteil am Schaden
1.000 € 364 € 36,4 %
3.000 € 594 € 19,8 %
10.000 € 1.074 € 10,7 %

Fahrzeughalter haben bei Haftpflichtschäden das Recht, einen unabhängigen Gutachter ihrer Wahl zu beauftragen, anstatt den von der gegnerischen Versicherung vorgeschlagenen Sachverständigen zu akzeptieren. Alternativ können sie sich für eine fiktive Abrechnung entscheiden. Dabei zahlt die Versicherung die kalkulierten Reparaturkosten (ohne Mehrwertsteuer) direkt aus, ohne dass eine Reparatur durchgeführt werden muss.

Rechtliche Anforderungen und Dokumentation in Deutschland

Neben der technischen Analyse ist eine rechtssichere Dokumentation ein zentraler Bestandteil der Schadensermittlung. Gutachter müssen ihre Bewertungen im Einklang mit den deutschen Rechtsvorschriften erstellen. Diese Regelungen schützen Fahrzeughalter und gewährleisten eine faire Abwicklung von Schadensfällen.

Deutsche Gesetze für Schadensbegutachtungen

Das deutsche Recht gewährt Geschädigten bei Haftpflichtunfällen umfassende Rechte. Betroffene können frei entscheiden, welchen unabhängigen Gutachter sie beauftragen – sie sind nicht verpflichtet, den von der gegnerischen Versicherung vorgeschlagenen Sachverständigen zu akzeptieren. Diese Wahlfreiheit gilt ebenso für die Beauftragung eines spezialisierten Verkehrsanwalts oder einer Werkstatt.

Die Unabhängigkeit von Gutachtern ist gesetzlich verankert. Nach der Sachverständigenordnung der Industrie- und Handelskammern (IHK) müssen Sachverständige unabhängig und unvoreingenommen arbeiten. Es ist ihnen ausdrücklich untersagt, Weisungen entgegenzunehmen, die ihre Bewertung beeinflussen könnten.

„Der Sachverständige ist durch diese Vorschriften verpflichtet, seine Prüfung gewissenhaft, unvoreingenommen und unabhängig durchzuführen." – Holzmann-Bauberatung

Für gerichtliche Verfahren gelten zusätzliche Anforderungen: Gutachten müssen schriftlich vorliegen und für alle Beteiligten – insbesondere Gerichte – klar und nachvollziehbar sein. Zudem unterliegen Sachverständige einer gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht.

Im nächsten Schritt ist entscheidend, welche Inhalte ein Gutachten enthalten muss, um rechtlich einwandfrei zu sein.

Erstellung eines vollständigen Gutachtens

Ein vollständiges Gutachten umfasst die Schadenshöhe, eine detaillierte Kostenaufstellung sowie eine präzise Beschreibung des Schadensumfangs, der Ursache und der empfohlenen Reparaturmethode. Für Versicherungszwecke müssen zusätzlich der Wiederbeschaffungswert, der Restwert und die merkantile Wertminderung ermittelt werden.

Die Dokumentation beinhaltet eine umfassende Untersuchung von Karosserie, Fahrgestell, Aggregaten und Elektrik. Spezialisierte Messinstrumente wie Lackschichtdickenmessgeräte oder Endoskope helfen dabei, versteckte Vorschäden oder strukturelle Probleme zu erkennen. Auch Faktoren wie Fahrzeugalter, Kilometerstand, Scheckheft und der unfallfreie Zustand vor dem Schaden müssen berücksichtigt werden.

Erforderliche Begleitdokumente sind unter anderem:

  • Eine unterzeichnete Honorarvereinbarung
  • Ein Unfallbericht
  • Eine Abtretungserklärung

Eine umfassende fotografische Dokumentation des Schadens – oft ergänzt durch professionelle Vermessungen und Lackschichtdickenmessungen – dient der Beweissicherung. Bei Leasingfahrzeugen ist ein spezielles Leasinggutachten notwendig, das zwischen normalen Gebrauchsspuren und tatsächlichen Schäden an Struktur oder Karosserie unterscheidet.

Diese standardisierten Dokumentationsanforderungen ergänzen die Bewertungsmethoden und bilden die Grundlage für eine rechtssichere Schadensregulierung. Mit moderner digitaler Technik können Gutachter diesen Prozess effizienter gestalten.

Digitale Technologie in der Schadensbewertung

Die Bewertung von strukturellen Schäden erlebt durch digitale Werkzeuge einen grundlegenden Wandel. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz können Fahrzeugschäden innerhalb von Sekunden analysiert werden. Dabei erkennt die Technologie automatisch Fahrzeugteile wie Stoßfänger oder Türen und identifiziert spezifische Schäden wie Dellen, Kratzer oder Risse. Diese Ansätze machen die Schadensbewertung nicht nur schneller, sondern auch präziser.

Moderne Inspektionstools ermöglichen Live-Video-Begutachtungen, bei denen zertifizierte Gutachter Fahrzeuge per Livestream überprüfen können. Innerhalb von nur einer Stunde liegt in der Regel ein faires und professionelles Gutachten vor. Browserbasierte Anwendungen führen Fahrzeughalter zudem durch den Prozess der Fotodokumentation, wodurch der Gang zum Gutachter und lange Wartezeiten entfallen. Im Folgenden wird näher beleuchtet, wie diese digitalen Methoden in der Praxis eingesetzt werden.

Digitale Plattformen und Software

Spezialisierte Software-Lösungen haben den gesamten Bewertungsprozess deutlich effizienter gestaltet. Automatisierte Workflows leiten Schadensfälle direkt an die zuständigen Experten weiter, wodurch manuelle Aufgaben reduziert und die Bearbeitungszeiten verkürzt werden. Darüber hinaus erlauben zentrale digitale Plattformen eine nahtlose Integration in bestehende Systeme von Versicherungen und Werkstätten durch standardisierte Schnittstellen.

Die Kombination aus digitaler Bildanalyse und physischer Messtechnik sorgt für eine umfassende und präzise Schadensbewertung.

„Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit sind in unserem Geschäft extrem wichtig. Die mehrsprachigen Softwarelösungen der Hüsges-Gruppe bieten genau das, was wir brauchen." – Bart Smits, Operations Manager, Koopman Automotive Solutions BV

Vorteile für Fahrzeughalter

Für Fahrzeughalter bieten diese digitalen Prozesse zahlreiche Vorteile. Vollständige und rechtssichere Gutachten stehen in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden zur Verfügung. Dank papierloser Dokumentation können Berichte jederzeit über Cloud-Plattformen abgerufen werden, was sofortige Transparenz über den Bearbeitungsstatus ermöglicht.

Ein weiterer Vorteil ist die objektive Analyse durch KI, die menschliche Fehler reduziert und dank standardisierter Verfahren konsistente Ergebnisse liefert – unabhängig vom Standort. Für dringende Fälle können Fahrzeughalter auf Live-Video-Begutachtungen zurückgreifen, wodurch rechtlich belastbare Gutachten in einem Bruchteil der Zeit erstellt werden, die eine physische Inspektion benötigen würde.

Mit diesen optimierten Prozessen wird die schnelle und professionelle Schadensbewertung durch Anbieter wie CUBEE erheblich vereinfacht.

CUBEEs digitaler Bewertungsprozess

CUBEE setzt auf digitale Technologien, um deutschlandweit schnelle und professionelle KFZ-Gutachten anzubieten. Durch die digitale Vernetzung und automatisierte Auftragsverteilung können Aufträge sofort bearbeitet werden. Kunden melden Schäden über die CUBEE-Plattform, und intelligente Algorithmen weisen den Auftrag automatisch einem zertifizierten Gutachter in der Nähe zu. Dieses dezentrale Cloud-Netzwerk umfasst über 500 aktive Sachverständige.

Die Plattform übernimmt Aufgaben wie Marketing, Verwaltung, Kundenkommunikation und Versicherungsabrechnung, sodass sich die Gutachter voll und ganz auf die Schadensbewertung und die Erstellung detaillierter Berichte konzentrieren können. Mit einer Kundenzufriedenheit von 4,9 von 5 Sternen aus über 500 Bewertungen wird CUBEE besonders für die präzisen Berichte, den unkomplizierten digitalen Prozess und die freundliche Betreuung geschätzt.

„Wir digitalisieren die Gutachterbranche. CUBEE ist ein dezentrales Netzwerk, das Mobilität und Flexibilität in den Mittelpunkt stellt. Wir bringen Aufträge direkt zu den besten Gutachtern in der Region – digital, effizient und ohne starre Standorte." – CUBEE

Fazit: Was Fahrzeughalter wissen sollten

Nachdem die verschiedenen Bewertungsverfahren erläutert wurden, hier die wichtigsten Punkte, die Fahrzeughalter beachten sollten.

Warum eine präzise Schadensbewertung so wichtig ist

Eine sorgfältige Schadensbewertung spielt eine zentrale Rolle für Ihre Sicherheit, Ihre Finanzen und Ihre rechtliche Absicherung. Verborgene Schäden, etwa an tragenden Fahrzeugteilen, können die Stabilität Ihres Fahrzeugs beeinträchtigen und ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko darstellen. Ohne den Einsatz spezialisierter Werkzeuge bleiben solche Mängel häufig unerkannt.

Unabhängige Gutachter bieten mehr als nur einen einfachen Kostenvoranschlag. Sie berücksichtigen auch Aspekte wie den Minderwert des Fahrzeugs oder Nutzungsausfälle – Punkte, die oft übersehen werden. Ihre Gutachten sind gerichtsfest und bieten eine solide Grundlage für rechtliche Auseinandersetzungen mit Versicherungen oder vor Gericht. Wichtig zu wissen: Bei Haftpflichtschäden haben Sie das Recht, einen Gutachter Ihrer Wahl zu beauftragen. Lassen Sie sich nicht von der gegnerischen Versicherung zu deren Vorgaben drängen.

Schnelle und professionelle Unterstützung nutzen

Die Ergebnisse zeigen klar, warum schnelles Handeln entscheidend ist. Setzen Sie ausschließlich auf zertifizierte oder vereidigte Gutachter, um sicherzustellen, dass das Gutachten rechtlich belastbar ist. In den meisten Fällen können professionelle Gutachten innerhalb von 24 bis 48 Stunden erstellt werden, was den gesamten Prozess der Schadensregulierung erheblich beschleunigt.

Moderne, digitalisierte Lösungen wie die von CUBEE machen den Bewertungsprozess effizienter und präziser. Mit einem deutschlandweiten Netzwerk zertifizierter Gutachter ermöglicht CUBEE eine sofortige Auftragsvergabe, papierlose Dokumentation und volle Transparenz über den Bearbeitungsstatus. Die Plattform wird von Kunden mit 4,9 von 5 Sternen bewertet – besonders geschätzt werden die exakten Gutachten, die unkomplizierte digitale Abwicklung und der freundliche Service. Bei Haftpflichtschäden übernimmt die gegnerische Versicherung die Kosten, sodass der Service für Sie als Geschädigten komplett kostenfrei ist.

FAQs

Woran erkenne ich strukturelle Schäden am Auto?

Strukturelle Schäden an einem Fahrzeug sind oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Sie verstecken sich häufig in Form von Verformungen, Rissen, Korrosion oder einem verzogenen Rahmen. Solche Probleme treten oft erst bei einer gründlichen Inspektion ans Licht.

Technische Verfahren, wie beispielsweise Ultraschallprüfungen, spielen dabei eine entscheidende Rolle. Mit ihrer Hilfe lassen sich selbst kleinste Unregelmäßigkeiten feststellen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar wären.

Wann benötige ich ein Gutachten statt eines Kostenvoranschlags?

Ein Gutachten wird benötigt, wenn eine rechtlich verbindliche und ausführliche Bewertung erforderlich ist, beispielsweise zur Klärung von Schadenshöhe, Fahrzeugzustand oder Wertverlust. Dies ist besonders wichtig bei Fällen wie Unfällen, Totalschäden oder rechtlichen Auseinandersetzungen.

Ein Kostenvoranschlag hingegen dient lediglich als vorläufige Schätzung der anfallenden Reparaturkosten und hat keine rechtliche Bindung.

Welche Rechte habe ich gegenüber der Versicherung bei einem Haftpflichtschaden?

Bei einem Haftpflichtschaden haben Sie das Recht auf eine vollständige Schadensregulierung durch die gegnerische Versicherung. Dazu zählen die Übernahme der Reparaturkosten, eine Entschädigung für den Nutzungsausfall, die Erstattung einer möglichen Wertminderung sowie die Begleichung weiterer entstandener Kosten. Außerdem können Sie ein unabhängiges Gutachten erstellen lassen, um Ihre Ansprüche zu untermauern.

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