Eine Franchise-Nachfolge erfordert klare Planung. Ohne strukturierten Übergabeprozess drohen finanzielle Verluste und rechtliche Hürden. Besonders herausfordernd: Franchise-Verträge enden oft mit dem Tod des Inhabers und sind nicht automatisch übertragbar.
Die wichtigsten Schritte:
- Unternehmensbewertung: Den aktuellen Wert ermitteln, z. B. mit der Ertragswertmethode.
- Nachfolger finden: Geeignete Kandidaten prüfen, oft mit Zustimmung des Franchise-Gebers.
- Eigentumsübertragung: Rechtliche Formalitäten klären und Übergangszeitplan erstellen.
Besondere Herausforderungen:
- Franchise-Geber hat ein Vetorecht und oft Vorkaufsrecht.
- Mietverträge und Lizenzen sind an den Franchise-Vertrag gebunden.
- Eine frühzeitige Planung (3–5 Jahre vor Übergabe) ist entscheidend.
Tipp: Förderprogramme wie das „Beratungsprogramm Wirtschaft“ in NRW können bis zu 50 % der Planungskosten übernehmen.
Die Details im Artikel zeigen, wie Sie den Nachfolgeprozess erfolgreich gestalten und rechtliche sowie finanzielle Risiken minimieren.
Nachfolgeplanung bei Franchises: 3 Hauptschritte und Zeitrahmen
So erstellen Sie einen Nachfolgeplan für Ihr Franchise
Ein gut durchdachter Nachfolgeplan sichert den Wert Ihres Franchise-Unternehmens und sorgt für eine reibungslose Übergabe. Dabei konzentriert sich der Prozess auf drei Hauptschritte: die Bewertung des Unternehmens, die Auswahl eines geeigneten Nachfolgers und die Durchführung der Eigentumsübertragung.
Den aktuellen Wert Ihres Franchise ermitteln
Der erste Schritt besteht darin, den aktuellen Zustand Ihres Unternehmens zu analysieren. Untersuchen Sie dabei fünf Kernbereiche: Personal, Geschäftssegmente, Sachanlagen, Finanzen und rechtliche Aspekte. Danach folgt eine gründliche Due Diligence, bei der Buchhaltung, Steuerunterlagen und Verträge überprüft werden.
Zur Bewertung des Unternehmens gibt es unterschiedliche Methoden. Die Ertragswertmethode ist besonders verbreitet. Dabei wird der Wert des Unternehmens anhand der prognostizierten Betriebsergebnisse für die nächsten 5–10 Jahre berechnet, die auf den heutigen Wert abgezinst werden.
„Mit dem Ertragswertverfahren ermitteln Sie den Unternehmenswert, indem Sie die Betriebsergebnisse für die nächsten 5-10 Jahre planen. Diese Werte diskontieren Sie mit einem Kapitalisierungszinssatz... und Sie erhalten einen Richtwert als Basis für Ihre Verkaufspreisverhandlungen".
– Diplom-Betriebswirt Jörgen Erichsen
Franchise-Unternehmen, die auf Fahrzeugflotten angewiesen sind – wie beispielsweise KFZ-Gutachter – benötigen oft spezialisierte Bewertungsmethoden. Tools wie CUBEE bieten hier digitale Fahrzeugbewertungen mit detaillierter Bilddokumentation, um den Wert präzise zu bestimmen. Beachten Sie, dass die Kosten für Gutachten, Bewertungen und Notargebühren schnell 20.000 € oder mehr erreichen können.
Sobald der Unternehmenswert feststeht, können Sie gezielt nach einem passenden Nachfolger suchen.
Qualifizierte Nachfolger identifizieren
Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger erfolgt meist in Zusammenarbeit mit dem Franchise-Geber, der ein Vetorecht besitzt. Potenzielle Kandidaten können aus dem internen Umfeld stammen, wie Familienmitglieder oder Mitarbeiter (z. B. über ein Management-Buy-Out), oder aus externen Quellen wie strategischen Käufern oder Investoren. Jeder Nachfolger muss jedoch dieselben Prüfungen und Schulungen durchlaufen wie ein neuer Franchise-Nehmer, einschließlich Grundausbildung und Zertifizierung.
Ein detailliertes Anforderungsprofil hilft, die Suche zu strukturieren. Dieses sollte technische Kompetenzen, kaufmännisches Wissen und unternehmerisches Denken umfassen.
Ein Tipp: In Nordrhein-Westfalen können Sie vom „Beratungsprogramm Wirtschaft" profitieren, das 50 % der Beratungskosten für die Nachfolgeplanung übernimmt, bis zu einem Höchstbetrag von 4.800 €. Plattformen wie Nexxt-change oder die Deutsche Unternehmerbörse (DUB) sind ebenfalls wertvolle Ressourcen für die externe Kandidatensuche.
Ist ein geeigneter Nachfolger gefunden, kann die formelle Eigentumsübertragung beginnen.
Die Eigentumsübertragung durchführen
Für die Übergabe ist eine umfassende Dokumentation erforderlich. Dazu gehören ein Share Purchase Agreement (SPA), Vermögensübertragungserklärungen und Einträge im Handelsregister. Ein Firmenhandbuch, das alle Prozesse, Zuständigkeiten und Abläufe beschreibt, kann den Übergabeprozess erheblich erleichtern.
Der Zeitrahmen für die Übertragung variiert stark: Ein Verkauf an externe Dritte dauert in der Regel 6 bis 18 Monate, während familieninterne Übergaben durchschnittlich 3,5 bis 6,5 Jahre in Anspruch nehmen. Ein klarer Kommunikationsplan ist essenziell, um Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten frühzeitig einzubinden und Vertrauen zu schaffen. Flexible Zahlungsmodelle wie Verkäuferdarlehen oder Earn-Out-Vereinbarungen können zudem die Finanzierung für den Nachfolger erleichtern.
Verkauf an einen Drittkäufer
Wenn eine familieninterne Nachfolge nicht möglich ist, stellt der Verkauf an einen externen Käufer eine häufig gewählte Alternative dar. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Franchise-Geber oft ein Vetorecht hat und letztendlich die Entscheidung trifft.
Käufer prüfen und auswählen
Der Prozess der Käuferauswahl beginnt mit einem klar definierten Anforderungsprofil. Dieses Profil sollte Aspekte wie technische Qualifikationen, kaufmännisches Wissen und unternehmerisches Denken umfassen. Jeder potenzielle Käufer wird vom Franchise-Geber genauso gründlich geprüft wie ein Neugründer. Im Fokus stehen dabei Fachkenntnisse, finanzielle Stabilität und Führungserfahrung.
Auch die persönliche Beziehung zwischen Käufer und Franchise-Geber spielt eine entscheidende Rolle. Plattformen wie Nexxt-change oder die Deutsche Unternehmerbörse (DUB) können bei der Suche nach qualifizierten Interessenten hilfreich sein. Zudem lohnt es sich, frühzeitig den Franchise-Geber zu kontaktieren, da dieser oft bereits über einen Pool potenzieller Käufer verfügt.
Sobald ein passender Käufer gefunden ist, muss die Zustimmung des Franchise-Gebers eingeholt werden.
Zustimmung des Franchise-Gebers einholen
Die Zustimmung des Franchise-Gebers ist ein unerlässlicher Schritt. Viele Franchise-Verträge beinhalten ein Vorkaufsrecht oder spezielle „Change of Control“-Klauseln, die dem Franchise-Geber zusätzliche Rechte einräumen.
„In der Regel dürfen die Inhaber von Franchisefilialen ihren Nachfolger nicht selbst bestimmen." – Deutschland startet
Der Käufer muss dieselben Schulungen und Zertifizierungen absolvieren wie ein neuer Franchise-Nehmer und nachweisen, dass er die Markenstandards einhalten kann. Ein Verkauf an jemanden außerhalb des Franchise-Systems ist nahezu ausgeschlossen und könnte rechtliche Konsequenzen wie Schadensersatzforderungen nach sich ziehen.
Nach der Genehmigung durch den Franchise-Geber wird die finanzielle Abwicklung der Übernahme besprochen.
Zahlungsstrukturen für Übernahmen
Für die Finanzierung einer Übernahme gibt es verschiedene Ansätze. Ein Management-Buy-Out (MBO) ermöglicht es bestehenden Mitarbeitern, das Unternehmen zu übernehmen. Diese kennen die Abläufe und Strukturen bereits gut. Beim Management-Buy-In (MBI) übernimmt ein externer Manager sowohl die Geschäftsführung als auch Anteile.
Eine sukzessive Übergabe, bei der der Nachfolger schrittweise Anteile erwirbt, kann das finanzielle Risiko minimieren und gleichzeitig einen geordneten Wissenstransfer gewährleisten. Viele Käufer greifen zudem auf KfW-Förderdarlehen mit günstigen Zinssätzen zurück. Darüber hinaus arbeiten einige Franchise-Geber mit Partnerbanken zusammen, die spezielle Finanzierungsmodelle anbieten.
In Nordrhein-Westfalen gibt es zusätzlich das Beratungsprogramm Wirtschaft, das bis zu 50 % der Beratungskosten übernimmt – maximal jedoch 4.800 €.
Rechtliche und finanzielle Anforderungen
In Deutschland gibt es kein spezielles Franchise-Gesetz, das die Übergabebedingungen regelt. Stattdessen wird alles individuell im Franchise-Vertrag festgelegt. Das führt dazu, dass die Anforderungen je nach Franchise-System stark variieren können.
Eine gründliche Due Diligence ist entscheidend, um die finanzielle Lage des Betriebs zu prüfen und sicherzustellen, dass der Käufer die Verpflichtungen des Franchise-Vertrags vollständig versteht. Oftmals werden Finanzkennzahlen zu optimistisch dargestellt, weshalb eine neutrale und professionelle Bewertung des Unternehmenswerts unerlässlich ist. Nachfolgend werden die wichtigsten Aspekte zu Vertragsbedingungen, Bewertung und steuerlichen Anforderungen erläutert.
Vertragsbedingungen und Beschränkungen im Franchise-Vertrag
Franchise-Verträge enthalten häufig Klauseln, die den Verkaufsprozess beeinflussen können. Ein typisches Beispiel ist das Vorkaufsrecht des Franchise-Gebers, das ihm erlaubt, das Geschäft vor einem Verkauf an Dritte zu erwerben.
Zusätzlich gibt es oft sogenannte „Change of Control“-Klauseln. Diese ermöglichen es dem Franchise-Geber, den Vertrag zu kündigen, wenn es bei einer Kapitalgesellschaft (z. B. einer GmbH) zu einem Gesellschafterwechsel kommt.
Ein weiterer wichtiger Punkt sind nachvertragliche Wettbewerbsverbote, die dem scheidenden Franchise-Nehmer untersagen, für eine bestimmte Zeit ein konkurrierendes Geschäft zu betreiben.
Da Franchise-Verträge in Deutschland nicht standardisiert sind, ist es ratsam, die Übertragungsklauseln von einem Anwalt mit Expertise im Franchise-Recht prüfen zu lassen. So können langfristige Nachteile vermieden werden.
Unternehmensbewertung und steuerliche Verpflichtungen
Die Bewertung eines Franchise-Betriebs basiert in der Regel auf dem Konzept eines „lebenden“ Geschäftsmodells. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Betrieb ohne Unterbrechung weitergeführt wird. Sollte der Franchise-Vertrag enden, verlieren die Vermögenswerte wie Ausstattung und Inventar erheblich an Wert.
Franchise-Verträge legen oft spezifische Bewertungsmethoden für den Kaufpreis fest. Diese sollten von unabhängigen Beratern überprüft werden. Der Kaufpreis setzt sich in der Regel aus verschiedenen Komponenten zusammen, darunter:
- Kundenstamm
- Markenrechte
- Inventar
- Ausstattung
- Forderungen
Die Markenbekanntheit spielt eine große Rolle beim Unternehmenswert, ist aber ohne eine unabhängige Bewertung schwer genau zu bestimmen. Für präzise Bewertungen, insbesondere in spezialisierten Branchen wie der Automobilwirtschaft, bieten Dienstleister wie die CUBEE Sachverständigen AG digitale Prozesse und objektive Gutachten an, um Transparenz während der Übergabe zu gewährleisten.
In Nordrhein-Westfalen unterstützt das „Beratungsprogramm Wirtschaft“ der IHK NRW Nachfolgeberatungen finanziell. Es deckt bis zu 50 % der Beratungskosten ab, maximal jedoch 2.400 € bei einem Beratungsvolumen von 4.800 €. Darüber hinaus können Nachfolger auf Finanzierungsinstrumente wie KfW-Förderdarlehen zugreifen. Diese bieten oft niedrige Zinssätze und tilgungsfreie Anlaufjahre, was den Start erleichtert.
Umsetzung des Eigentümerwechsels
Die Übergabe eines Franchise-Betriebs ist ein entscheidender Moment: Sie bestimmt, ob der Betrieb reibungslos weiterläuft oder ins Stocken gerät. Nach der Festlegung von Unternehmenswert, Nachfolger und Übertragungsmodalitäten beginnt die praktische Phase des Eigentümerwechsels. Bewährt hat sich dabei ein Ansatz in drei Schritten: Vorbereitung (erste Planungen), Transition (praktische Übergabe und Schulung) und Abschluss (finale Durchführung). Dieser Prozess baut auf der vorangegangenen Wertbestimmung und formellen Übertragung auf und setzt die eigentliche Übergabe um.
Mitarbeiter, Kunden und Franchise-Geber einbinden
Offene Kommunikation ist in dieser Phase entscheidend, um Unsicherheiten zu vermeiden und Stabilität zu gewährleisten. Besonders Mitarbeiter sind während der Übergangszeit einem erhöhten Risiko ausgesetzt, den Betrieb zu verlassen, was durch die sogenannte „Fluktuation“ von Fachkräften deutlich wird. Um dem entgegenzuwirken, sollte der neue Eigentümer frühzeitig in zentrale Aufgaben und Entscheidungsprozesse eingebunden werden.
Auch bei der Kundenbindung spielt persönlicher Kontakt eine zentrale Rolle. Langjährige Kundenbeziehungen basieren oft auf dem Vertrauen zum bisherigen Inhaber. Eine frühzeitige Vorstellung des Nachfolgers signalisiert Verlässlichkeit und hilft, Kundenabwanderungen zur Konkurrenz zu vermeiden.
Ebenso wichtig ist die Einbindung des Franchise-Gebers. In vielen Systemen besitzt dieser ein Vetorecht bei der Nachfolgerwahl und kann den Suchprozess sogar aktiv steuern. Durch diese Zusammenarbeit wird die Grundlage für eine erfolgreiche Übergabe geschaffen.
Vorbereitung des neuen Eigentümers
Neben den vertraglichen Regelungen ist eine praktische Vorbereitung des Nachfolgers unerlässlich. Ein strukturierter Einarbeitungsplan mit klar definierten Meilensteinen sorgt dafür, dass Wissen übertragen wird und Kundenkontakte erhalten bleiben. Häufig wird ein Stufenmodell genutzt: Der Nachfolger beginnt als Kandidat, wird zum Junior-Partner und übernimmt schließlich als Hauptgesellschafter schrittweise mehr Verantwortung.
Der Franchise-Geber spielt hierbei eine zentrale Rolle. Er stellt Schulungsmaterialien, Handbücher und oft auch Finanzierungsoptionen über Partnerbanken bereit, um sicherzustellen, dass der Nachfolger die Standards des Systems einhält. Ein umfassender Due-Diligence-Prozess schützt den neuen Eigentümer zudem vor unvorhergesehenen operativen Problemen.
Am Ende dieser Phase steht ein Übergangszeitplan, der den schrittweisen Wechsel der Verantwortlichkeiten regelt.
Erstellung eines Übergangszeitplans
Die Dauer der Übergabe hängt stark vom gewählten Nachfolgemodell ab. Ein klar definierter Stichtag, an dem der Nachfolger die vollständige Verantwortung übernimmt, hilft, Konflikte zu vermeiden.
Immer häufiger bleiben die bisherigen Inhaber für eine begrenzte Zeit als Berater oder Mentoren tätig. Sie unterstützen den Nachfolger bei der Einarbeitung, ohne sich aktiv ins Tagesgeschäft einzumischen. Nils Koerber, Gründer von KERN – Unternehmensnachfolge, bringt es auf den Punkt:
„Die erfolgreichsten Übergaben gelingen, wenn der Unternehmer rechtzeitig loslässt und dem Nachfolger vertraut".
Fazit
Dieser Leitfaden hebt die zentralen Punkte hervor, die für eine erfolgreiche Nachfolgeplanung bei Franchises unerlässlich sind.
Die Nachfolgeplanung sollte rechtzeitig und strukturiert angegangen werden. Idealerweise beginnt dieser Prozess drei bis fünf Jahre vor dem geplanten Ausstieg. Ein früher Start minimiert Risiken wie fehlerhafte Bewertungen oder finanzielle Engpässe. Zudem ist die enge Abstimmung mit dem Franchise-Geber entscheidend, da dieser oft ein Vetorecht besitzt.
Eine professionelle Unternehmensbewertung durch externe Fachleute ist unverzichtbar. Sie verhindert unrealistische Preisvorstellungen und erfüllt die Anforderungen der Banken. In Nordrhein-Westfalen unterstützt das „Beratungsprogramm Wirtschaft“ Übergeber finanziell, indem es bis zu 50 % der Beratungskosten (maximal 4.800 €) übernimmt.
Bei Franchises, die Fahrzeugflotten oder KFZ-Dienstleistungen umfassen, ist besondere Vorsicht geboten. Hier bietet die CUBEE Sachverständigen AG digitale und gerichtsfeste Gutachten an, die Transparenz schaffen und Konflikte vermeiden. Dank eines deutschlandweiten Netzwerks von Container-Standorten sowie mobilen Gutachtern können Fahrzeuge schnell und präzise bewertet werden. Diese Gutachten sind eine wertvolle Grundlage für faire Kaufpreisverhandlungen.
Klare Kommunikation und solide Verträge sind essenziell für eine reibungslose Übergabe. Sie minimieren das Risiko von Rechtsstreitigkeiten und sorgen dafür, dass alle Beteiligten frühzeitig eingebunden werden. Diese Prinzipien gewährleisten nicht nur eine erfolgreiche Übergabe, sondern auch die nachhaltige Zukunft Ihres Franchise-Unternehmens.
FAQs
Was passiert mit meinem Franchise-Vertrag, wenn ich plötzlich ausfalle oder sterbe?
Im Falle des Todes eines Franchise-Nehmers endet der Vertrag in der Regel automatisch, es sei denn, der Franchisegeber stimmt einer Übertragung auf die Erben ausdrücklich zu. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind dabei oft kompliziert, und eine Übernahme durch Dritte ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Fehlen klare Nachfolgeregelungen oder spezielle Klauseln im Vertrag, kann dies dazu führen, dass das Unternehmen geschlossen werden muss. Eine frühzeitige Planung und klare Absprachen können hier entscheidend sein, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.
Wie erhalte ich die Zustimmung des Franchise-Gebers für meinen Nachfolger?
Die Übertragung eines Franchisevertrags erfordert in der Regel die Zustimmung des Franchise-Gebers. Dabei spielen der Franchisevertrag und die festgelegten Systemvorgaben eine zentrale Rolle. Der Franchise-Geber überprüft sorgfältig, ob der potenzielle Nachfolger geeignet ist, die Standards des Systems zu erfüllen. Ohne diese Zustimmung ist eine Übertragung – insbesondere an Personen außerhalb des Franchisesystems – meist nicht möglich.
Um mögliche Konflikte oder Vertragsverletzungen zu vermeiden, ist es ratsam, frühzeitig mit dem Franchise-Geber in Kontakt zu treten. So können beide Parteien gemeinsam prüfen, ob der Nachfolger die Anforderungen erfüllt und der Wechsel reibungslos erfolgen kann.
Wie kann ich den Kaufpreis fair festlegen und die Übernahme finanzieren?
Der Kaufpreis sollte auf Basis einer sorgfältigen Due-Diligence-Prüfung festgelegt werden. Dabei werden Aspekte wie das Geschäftsmodell, die Vermögenswerte, bestehende Verbindlichkeiten und die zukünftigen Ertragschancen genau geprüft.
Für die Finanzierung stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, darunter Fördermittel, Bankkredite oder eine Kombination aus Eigen- und Fremdkapital. Entscheidend ist, frühzeitig eine individuell angepasste Finanzierungsstrategie zu entwickeln, die sowohl den realistischen Kaufpreis als auch die finanziellen Möglichkeiten des Käufers berücksichtigt.
