Versicherungen zahlen nicht immer nach einem Unfall. Hier sind die Hauptgründe, warum Ansprüche abgelehnt oder gekürzt werden:
- Grobe Fahrlässigkeit: Alkohol am Steuer, rote Ampeln ignorieren oder Handy-Nutzung während der Fahrt.
- Technische Mängel: Abgelaufener TÜV oder abgefahrene Reifen (<1,6 mm Profiltiefe).
- Vorsätzliches Handeln: Absichtliche Schäden oder Betrug führen zu vollständigem Leistungsausschluss.
- Fristversäumnisse: Unfälle müssen oft innerhalb von 7 Tagen gemeldet werden.
- Falsche Angaben: Unkorrekte Informationen im Versicherungsantrag können den Schutz aufheben.
- Vertragsverstöße: Nicht eingetragene Fahrer, illegale Autorennen oder fehlende Versicherung.
Finanzielle Folgen:
- Bei grober Fahrlässigkeit kann die Haftpflichtversicherung bis zu 5.000 € Regress fordern.
- Die Kaskoversicherung zahlt oft gar nicht.
Wichtig:
- Schäden schnell dokumentieren (Fotos, Zeugenaussagen).
- Unabhängige Gutachten sichern Ansprüche.
- Versicherungsbedingungen regelmäßig prüfen und anpassen.
Ein Fehler kann hohe Kosten verursachen – Vorsicht und genaue Kenntnis Ihrer Versicherung sind entscheidend.
Wann Versicherungen nach Unfällen nicht zahlen: Hauptgründe und finanzielle Folgen
Vorsätzliche Handlungen und grobe Fahrlässigkeit: Warum die Versicherung nicht zahlt
Wenn jemand absichtlich oder grob fahrlässig handelt, kann die Versicherung die Zahlung verweigern – und zwar vollständig. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erklärt dazu:
„Wenn Sie Ihr Fahrzeug vorsätzlich nutzen, um Schaden anzurichten, werden Sie von Ihrer Kfz-Versicherung nicht abgedeckt. In diesem Fall müssen Sie selbst für den Schaden aufkommen."
Bei grober Fahrlässigkeit greift die Haftpflichtversicherung zwar zugunsten des Unfallgegners ein, doch der Versicherer kann bis zu 5.000 € vom Versicherten zurückfordern. Für Schäden am eigenen Fahrzeug verweigert die Kaskoversicherung in solchen Fällen oft jede Zahlung. Aber was genau zählt eigentlich als grobe Fahrlässigkeit?
Was als grobe Fahrlässigkeit gilt
Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn grundlegende Sicherheitsregeln ignoriert werden. Typische Beispiele sind:
- Fahren unter Alkoholeinfluss
- Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis
- Missachten roter Ampeln
Auch das Zurücklassen eines unverschlossenen Fahrzeugs, selbst auf einem Firmengelände, verstößt gegen vertragliche Pflichten und kann zu Regressforderungen führen.
Ein weiterer Punkt ist das Versäumnis, einen Unfall rechtzeitig zu melden. Wer die vorgegebene Frist – meist zwischen 48 Stunden und einer Woche – überschreitet, begeht einen schwerwiegenden Vertragsbruch. Ebenso problematisch: Am Unfallort vorschnell die Schuld zuzugeben, ohne vorher Rücksprache mit der Versicherung zu halten. Solche Versäumnisse können nicht nur finanzielle Nachteile bei der Versicherung nach sich ziehen, sondern auch rechtliche Folgen haben.
Vorsätzliche Schäden und rechtliche Konsequenzen
Wer absichtlich einen Schaden verursacht oder Versicherungsbetrug begeht, sieht sich nicht nur mit einem Leistungsausschluss konfrontiert, sondern auch mit strafrechtlichen Konsequenzen. Wird ein Fahrzeug vorsätzlich und rechtswidrig als „Tatwaffe“ eingesetzt, bleibt das Unfallopfer auf den Garantiefonds Verkehrsopferhilfe e.V. (VOH) angewiesen, da die reguläre Haftpflichtversicherung in solchen Fällen nicht zahlt. Der Fahrzeughalter muss dann sämtliche Kosten selbst tragen und mit Ermittlungen wegen Betrugs oder Körperverletzung rechnen.
Deckungsgrenzen und Versicherungsausschlüsse
Nachdem wir bereits verschiedene Gründe für Zahlungsausfälle betrachtet haben, werfen wir nun einen Blick darauf, wie Deckungsgrenzen und Vertragsverstöße die Leistungen einer Versicherung einschränken können. Selbst ohne grobe Fahrlässigkeit kann es passieren, dass eine Versicherung Zahlungen verweigert, wenn vereinbarte Deckungssummen überschritten werden oder bestimmte vertragliche Ausschlüsse greifen. Oft wird unterschätzt, wie schnell diese Grenzen erreicht werden können oder wie schwerwiegend die Folgen eines Vertragsverstoßes sein können. Im Folgenden gehen wir genauer darauf ein, was passiert, wenn die Deckungssumme überschritten wird oder Vertragsverstöße vorliegen.
Wenn die Deckungssumme überschritten wird
Eine Haftpflichtversicherung übernimmt Schäden an Dritten nur bis zur vereinbarten Deckungssumme. Wird dieser Betrag überschritten, muss der Unfallverursacher die Differenz aus eigener Tasche zahlen. Um sich vor hohen Kosten, beispielsweise durch teure Verkehrsunfälle, zu schützen, raten Verbraucherzentralen zu einer Deckungssumme von mindestens 10 Millionen Euro.
Bei privaten Unfallversicherungen ist die Auszahlung strikt auf die vereinbarte Summe begrenzt. Die Höhe der Zahlung hängt vom Invaliditätsgrad und dem vereinbarten Progressionsfaktor ab. Sollte ein Unfall jedoch höhere finanzielle Folgen haben – etwa durch Einkommensverluste oder notwendige Umbaumaßnahmen im eigenen Zuhause – müssen diese zusätzlichen Kosten vom Versicherten selbst getragen werden.
Nicht eingetragene Fahrer und Vertragsverstöße
Ein häufiger Grund für Leistungsverweigerungen ist die Nutzung eines Fahrzeugs durch nicht eingetragene Fahrer. In solchen Fällen kann die Kaskoversicherung die Zahlung komplett verweigern, während die Haftpflichtversicherung Regressforderungen gegen den Versicherungsnehmer geltend machen kann.
Auch andere Vertragsverstöße wie die Teilnahme an illegalen Autorennen, das Fahren ohne gültige Versicherung oder das Verschweigen wichtiger Risikofaktoren können dazu führen, dass der Versicherungsschutz erlischt. Wer falsche Angaben macht – sei es absichtlich oder versehentlich – läuft Gefahr, dass der Versicherer den Vertrag für ungültig erklärt.
Mitschuld und nicht versicherte Schadensarten
Auch wenn eine Versicherung zahlt, bedeutet das nicht automatisch, dass alle Kosten übernommen werden. Bei Mitschuld oder bestimmten Schadensarten kann die Erstattung deutlich reduziert oder komplett abgelehnt werden. Diese Einschränkungen zeigen, dass Versicherungen nicht immer eine vollständige Absicherung garantieren.
Reduzierte Zahlung bei Teilschuld
Tragen beide Unfallbeteiligten eine Mitschuld, wird die Versicherungsleistung entsprechend der Schuldverteilung gekürzt. Ein Beispiel: Wird einem Fahrer eine 30-prozentige Mitschuld zugewiesen, übernimmt die Versicherung nur 70 % der Schadenskosten. Die restlichen 30 % muss der Fahrer selbst tragen – es sei denn, er hat eine Vollkaskoversicherung.
Die genaue Schuldverteilung wird von Gutachtern ermittelt, die Unfallspuren und Aufprallpunkte analysieren. Deshalb ist es wichtig, den Unfallort sorgfältig zu dokumentieren, beispielsweise mit einem offiziellen Unfallbericht. So können Betroffene ihre Position besser untermauern. Allerdings gibt es bei der Kaskoversicherung klare Ausschlussregelungen, die unabhängig von der Schuldfrage gelten.
Was die Kaskoversicherung nicht abdeckt
Die Kaskoversicherung bietet keinen Rundumschutz. Sie schließt bestimmte Schäden grundsätzlich aus, darunter Verschleiß, technische Defekte, Bedienungsfehler, vorsätzliches Handeln, Rennteilnahmen, Krieg, Unruhen und Erdbeben.
Ein oft übersehener Punkt sind Reifenschäden, wie sie durch das Überfahren eines Nagels entstehen. Diese werden nur übernommen, wenn sie in Verbindung mit größeren, versicherten Schäden auftreten. Auch bei Wildunfällen gibt es Einschränkungen: Teilkaskoversicherungen in Basistarifen zahlen meist nur bei Kollisionen mit Haarwild wie Rehen oder Wildschweinen. Zusammenstöße mit Haustieren, Vögeln oder Nutztieren sind ausgeschlossen, sofern keine spezielle Klausel für „Tiere aller Art“ im Vertrag enthalten ist.
Besonders problematisch sind Folgeschäden. Zwar sind Marderbisse häufig versichert, aber die daraus resultierenden Motorschäden werden in vielen Basistarifen entweder gar nicht oder nur eingeschränkt übernommen. Im Jahr 2023 wurden etwa 235.000 kaskoversicherte Fahrzeuge durch Marderbisse beschädigt, mit durchschnittlichen Reparaturkosten von rund 550 € pro Fall.
Hier eine Übersicht der Versicherungsarten und deren häufige Ausschlüsse:
| Versicherungstyp | Eigener Schaden (bei Selbstverschulden) | Fremdschaden | Häufige Ausschlüsse |
|---|---|---|---|
| Haftpflicht | Nein | Ja | Vorsätzliches Handeln |
| Teilkasko | Nur bestimmte Risiken (z. B. Diebstahl, Glasbruch) | Nein | Kollision, Verschleiß |
| Vollkasko | Ja | Nein | Grobe Fahrlässigkeit (sofern nicht ausgeschlossen), Verschleiß |
Wie eine professionelle Schadensbewertung Ihren Anspruch schützt
Ein präzises KFZ-Gutachten ist nach einem Unfall unverzichtbar, denn oft entscheidet ein einziges Dokument darüber, ob Sie die volle Entschädigung erhalten oder auf den Kosten sitzen bleiben. Dieses Gutachten schützt Ihren Anspruch und hilft, Kürzungen oder Ablehnungen durch die Versicherung zu vermeiden. Es ergänzt die zuvor erläuterten Maßnahmen zur Sicherung Ihrer Rechte und sorgt dafür, dass Ihr Anspruch klar und nachvollziehbar bleibt.
Warum unabhängige Fahrzeugbewertungen entscheidend sind
Versicherungen haben ein klares Ziel: möglichst wenig auszuzahlen. Fachanwalt Thomas Erven, spezialisiert auf Verkehrsrecht, bringt es auf den Punkt:
"Die Versicherungsgesellschaft verfolgt andere Interessen als Sie! Aus Sicht der Versicherung geht es darum, eine möglichst niedrige Summe zu zahlen!"
Ein unabhängiger Sachverständiger dokumentiert alle Schadenspositionen – einschließlich der merkantilen Wertminderung – und gleicht diese mit dem Unfallhergang ab. So lassen sich Vorwürfe der Unplausibilität entkräften.
Ein wichtiger Hinweis: Sobald der Schaden 1.000 € übersteigt, können Sie einen eigenen Gutachter beauftragen. Die Kosten dafür trägt die gegnerische Haftpflichtversicherung. Es ist ratsam, auf den von der Versicherung vorgeschlagenen Gutachter zu verzichten, da dessen Interessen nicht zwangsläufig mit Ihren übereinstimmen.
Ein professionelles Gutachten bietet zudem die Grundlage für eine fiktive Abrechnung. Das bedeutet, Sie können sich den Reparaturwert auszahlen lassen, ohne die Reparatur tatsächlich durchführen zu müssen.
CUBEE's Begutachtungsservices

Die CUBEE Sachverständigen AG bietet ein deutschlandweites Netzwerk von Container-Standorten für schnelle und präzise KFZ-Gutachten. Dank eines vollständig digitalisierten Prozesses erhalten Sie Ihr Gutachten in der Regel innerhalb von 8 bis 12 Kalendertagen.
Sie haben zwei Möglichkeiten: Entweder bringen Sie Ihr Fahrzeug zu einem der CUBEE-Standorte, oder Sie nutzen den mobilen Service, bei dem ein Gutachter direkt zu Ihrem Fahrzeug kommt. Letzteres ist besonders praktisch, wenn Ihr Auto nicht mehr fahrtüchtig ist. Die Gutachten decken alle relevanten Aspekte ab, wie Reparaturkosten, Wiederbeschaffungswert, Restwert und merkantile Wertminderung.
Für Unfallopfer, die keine Schuld tragen, ist dieser Service kostenfrei, da die gegnerische Haftpflichtversicherung die Kosten übernimmt. Ein professionelles Gutachten ist daher ein entscheidender Schritt, um sich vor zukünftigen Leistungskürzungen zu schützen.
Schritte zur Vermeidung von Versicherungsablehnungen
Es gibt einige einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen, mit denen Sie verhindern können, dass Ihre Versicherung Ansprüche ablehnt. Wichtig ist, bereits im Vorfeld aktiv zu werden – lange bevor ein Schadensfall eintritt.
Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Versicherungsunterlagen
Ihre Versicherungspolice sollte nicht in der Schublade verstauben. Bei Veränderungen in Ihrem Leben – wie einem Umzug, einer Hochzeit oder dem Kauf eines neuen Autos – ist es wichtig, die Vertragsbedingungen zu prüfen. So stellen Sie sicher, dass Ihr Schutz zu Ihrer aktuellen Situation passt.
Achten Sie bei Änderungen darauf, dass alle regelmäßigen Fahrer eingetragen sind und die Deckungssumme ausreicht. Wenn ein häufig genutzter Fahrer nicht im Vertrag steht, kann die Versicherung im Ernstfall die Leistung verweigern. Für die private Haftpflichtversicherung empfehlen Experten eine Mindestdeckungssumme von 10 Millionen Euro. Und wenn es dann zu einem Schaden kommt, zählt eines besonders: schnelle und gründliche Dokumentation.
Schäden sofort dokumentieren
Eine lückenlose Dokumentation ist entscheidend, um Ihre Ansprüche zu sichern. Je schneller und genauer Sie den Schaden festhalten, desto schwieriger wird es für die Versicherung, Ihre Angaben infrage zu stellen.
Machen Sie Fotos vom Schaden und der Unfallstelle. Sammeln Sie außerdem die Namen und Kontaktdaten von Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben. Besonders bei Personenschäden sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Lassen Sie sich den Unfallhergang und Ihre Beschwerden genau in der Patientenakte dokumentieren. Rechtsanwalt Stephan Schneider rät:
"Gehen Sie nach einem Unfall schnellstmöglich zum Arzt und schildern Sie möglichst detailliert den Unfallhergang und Ihre Beschwerden. Bitten Sie den Arzt, die Schilderung in die Patientenakte aufzunehmen."
Melden Sie den Schaden innerhalb von 5 Werktagen, um unnötige Verzögerungen zu vermeiden. Eine verspätete Meldung könnte als Vertragsverletzung gewertet werden und zu Kürzungen der Versicherungsleistung führen. Sollten Unsicherheiten auftreten, kann professionelle Unterstützung entscheidend sein.
Frühzeitig Experten hinzuziehen
Wenn es Zweifel an der Schadensbewertung gibt, ist ein unabhängiger Gutachter oft die beste Wahl. Ein professionelles Gutachten klärt offene Fragen und stärkt Ihre Position gegenüber der Versicherung.
Die CUBEE Sachverständigen AG bietet ein deutschlandweites Netzwerk an Experten. Sie können Ihr Fahrzeug entweder zu einem CUBEE-Standort bringen oder den mobilen Service nutzen, bei dem ein Gutachter direkt zu Ihnen kommt. Dank digitaler Abläufe erhalten Sie das Gutachten in der Regel innerhalb von 8 bis 12 Kalendertagen. So haben Sie eine solide Grundlage, um Ihren Anspruch durchzusetzen. Mit diesen Schritten können Sie Streitigkeiten mit der Versicherung oft im Vorfeld vermeiden.
Fazit: Probleme mit Versicherungszahlungen vermeiden
Die hier vorgestellten Tipps helfen Ihnen, Konflikte mit Ihrer Versicherung zu vermeiden. Im Folgenden fassen wir die wichtigsten Maßnahmen zusammen.
Ein zentraler Punkt ist das Verständnis Ihrer Policenausschlüsse. Handeln Sie verantwortungsvoll, um Ablehnungen zu vermeiden. Grobe Fahrlässigkeit – wie etwa das Fahren unter Alkoholeinfluss oder mit abgelaufenem TÜV – kann Ihre Versicherung dazu berechtigen, Regressforderungen von bis zu 5.000 € zu stellen. Wer seine vertraglichen Pflichten ignoriert, riskiert nicht nur Leistungskürzungen, sondern auch erhebliche Nachforderungen.
Schnelle und umfassende Dokumentation ist entscheidend. Melden Sie Schäden innerhalb von 7 Tagen schriftlich bei Ihrer Versicherung. Sichern Sie den Unfallort mit Markierungen, Fotos aus verschiedenen Perspektiven und Zeugenaussagen, bevor Sie ihn verlassen. Vermeiden Sie es, direkt am Unfallort ein Schuldbekenntnis zu unterschreiben, da solche Aussagen unter Schock rechtliche Nachteile mit sich bringen können.
Ein unabhängiges Gutachten stärkt Ihre Position, besonders wenn die Versicherung versucht, Teilschuld zu konstruieren. Bei unverschuldeten Unfällen haben Sie das Recht, einen eigenen Sachverständigen zu beauftragen. Lassen Sie sich nicht auf die „Partner-Gutachter“ der Versicherung ein. Die CUBEE Sachverständigen AG bietet digitale Begutachtungen an, entweder an zugänglichen Standorten oder mobil vor Ort. Innerhalb von 8 bis 12 Kalendertagen erhalten Sie so eine fundierte Beweisgrundlage.
Bevor Sie kleinere Schäden melden, prüfen Sie die Auswirkungen auf Ihre Schadenfreiheitsklasse. Bei Schäden bis etwa 1.500 € kann es sinnvoller sein, die Reparatur selbst zu zahlen, um eine Rückstufung zu vermeiden. Fordern Sie bei Unsicherheiten eine detaillierte Schadenskalkulation von Ihrer Versicherung an.
Regelmäßige Aktualisierungen Ihrer Police, eine zügige Schadensmeldung und die Inanspruchnahme professioneller Hilfe minimieren das Risiko von Streitigkeiten erheblich. Falls es dennoch zu Konflikten kommt, können Sie sich an den Versicherungsombudsmann oder Verbraucherzentralen wenden. Mit diesen Maßnahmen bleiben Sie im Schadensfall handlungsfähig und schützen sich vor unerwarteten finanziellen Belastungen. So lassen sich abgelehnte Versicherungszahlungen und die damit verbundenen Kosten effektiv vermeiden.
FAQs
Was versteht man unter grober Fahrlässigkeit und wann trifft sie zu?
Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn jemand die notwendige Sorgfalt in einem besonders hohen Maß außer Acht lässt. Es handelt sich dabei um ein Verhalten, das weit über bloße Unachtsamkeit hinausgeht und einen erheblichen Mangel an Vorsicht und Weitsicht zeigt.
Ein klassisches Beispiel? Bei eisigen Straßenverhältnissen mit Sommerreifen unterwegs sein. Oder während der Fahrt aufs Handy schauen. In solchen Fällen kann es passieren, dass die Versicherung die Kosten für einen Unfall teilweise oder sogar komplett ablehnt. Deshalb ist es entscheidend, immer verantwortungsbewusst zu handeln, um solche Risiken gar nicht erst entstehen zu lassen.
Wie stelle ich sicher, dass meine Versicherung nach einem Unfall zahlt?
Um sicherzugehen, dass Ihre Versicherung nach einem Unfall die Kosten übernimmt, ist eine gründliche Dokumentation entscheidend. Fotografieren Sie die Unfallstelle, die entstandenen Schäden und mögliche Spuren. Notieren Sie die Kontaktdaten von Zeugen und ziehen Sie, falls erforderlich, die Polizei hinzu, damit ein offizieller Bericht erstellt wird.
Informieren Sie Ihre Versicherung unverzüglich über den Schaden. Vermeiden Sie es, Dokumente oder Leistungen zu unterschreiben, deren Inhalt Sie nicht vollständig verstehen. Für eine unabhängige und professionelle Bewertung des Schadens kann ein Gutachten sehr hilfreich sein. Ein solches Gutachten lässt sich beispielsweise bei der CUBEE Sachverständigen AG beauftragen. Dank moderner digitaler Abläufe und mobiler Gutachter profitieren Sie von schnellen und präzisen Ergebnissen – sei es direkt am Unfallort oder an einem der vielen Container-Standorte in Deutschland und Europa.
Schnelles Handeln und eine sorgfältige Dokumentation erhöhen Ihre Chancen, dass die Versicherung die Kosten übernimmt, und helfen, unnötige Kürzungen zu vermeiden.
Welche Schäden deckt die Kaskoversicherung nicht ab?
Die Kaskoversicherung bietet zwar einen umfassenden Schutz, dennoch gibt es wichtige Ausschlüsse, die Sie kennen sollten. Hier sind einige Situationen, in denen die Versicherung nicht greift:
- Absichtlich herbeigeführte Schäden: Schäden, die vorsätzlich verursacht wurden, sind vom Versicherungsschutz ausgenommen.
- Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss: Entsteht ein Schaden in einem solchen Zustand, wird die Versicherung in der Regel nicht zahlen.
- Nicht gemeldete Änderungen am Fahrzeug: Umbauten oder Modifikationen, die der Versicherung nicht gemeldet wurden, können den Schutz beeinträchtigen.
Es ist ratsam, die Versicherungsbedingungen sorgfältig durchzulesen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Sollten Sie unsicher sein oder ein Schadensfall eintreten, kann ein professionelles Gutachten entscheidend sein. Die CUBEE Sachverständigen AG bietet Ihnen schnelle und präzise KFZ-Gutachten – mobil oder vor Ort – und hilft Ihnen dabei, den Schaden korrekt einzuschätzen und die nächsten Schritte einzuleiten.
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