Die Kalibrierung von KFZ-Messgeräten ist unverzichtbar, um präzise und zuverlässige Ergebnisse zu gewährleisten. Sie stellt sicher, dass Messgeräte genau arbeiten und den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Ohne regelmäßige Kalibrierung drohen rechtliche Probleme, Sicherheitsrisiken und falsche Fahrzeugbewertungen.
Wichtige Punkte:
- Gesetzliche Vorgaben: In Deutschland müssen Messgeräte wie Abgasmessgeräte und Bremsenprüfstände regelmäßig kalibriert werden (z. B. alle 12 oder 24 Monate).
- Sicherheitsrelevanz: Unkalibrierte Geräte können zu fehlerhaften Prüfungen führen, was die Verkehrssicherheit beeinträchtigen kann.
- Rechtliche Konsequenzen: Der Einsatz unkalibrierter Geräte ist bei offiziellen Prüfungen nicht zulässig.
- Messunsicherheit: Kalibrierte Geräte dokumentieren Abweichungen und garantieren Rückverfolgbarkeit zu internationalen Standards (SI-Einheiten).
Die regelmäßige Kalibrierung schützt vor Haftungsrisiken, stärkt das Vertrauen der Kunden und sichert die Qualität von Fahrzeugbewertungen.
Was ist Kalibrierung bei Kfz-Messgeräten?
Kalibrierintervalle für KFZ-Messgeräte in Deutschland
Kalibrierung bedeutet, ein Messgerät mit einem Referenzstandard zu vergleichen, um Abweichungen und Messunsicherheiten genau zu dokumentieren. Dabei wird das Gerät nicht verändert, sondern lediglich die aktuelle Genauigkeit nachgewiesen.
Die Rückverfolgbarkeit auf SI-Einheiten gemäß DIN EN ISO 9000 und DIN EN ISO/IEC 17025 spielt dabei eine zentrale Rolle. In Deutschland überwacht die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) die akkreditierten Kalibrierlabore, die entsprechende Zertifikate ausstellen. Diese Zertifikate dienen als rechtlicher Nachweis für die Messgenauigkeit.
Bei der Kalibrierung werden Faktoren wie Selbsterwärmung, Hysterese und zeitliche Drift berücksichtigt. Zum Beispiel wird bei Widerstandsthermometern ein Hysterese-Wert von 0,2 % des Betriebstemperaturbereichs angenommen, falls dieser nicht experimentell bestimmt wird. Um die Messunsicherheit zu minimieren, sollte die Umgebungstemperatur während der Kalibrierung zwischen +18 °C und +28 °C liegen. Nachfolgend sind die Geräte aufgeführt, die regelmäßig kalibriert werden müssen.
Häufige Werkzeuge, die kalibriert werden müssen
Für Werkstätten und Prüfstellen ist die regelmäßige Kalibrierung bestimmter Messgeräte gesetzlich vorgeschrieben. Die Intervalle richten sich nach Gerätetyp und Einsatzzweck:
| Messgerät | Kalibrierintervall | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|
| Abgasmessgeräte (AU) | 12 Monate | Verkehrsblatt 11-2021 Nr. 133 |
| Bremsenprüfstände (BPS) | 24 Monate | Verkehrsblatt 14-2021 Nr. 149 |
| Scheinwerfereinstellgeräte (SEPS) | 24 Monate | Amtsblatt 2018 |
| Manometer (Druckluftbremsen) | 24 Monate | BPS-Richtlinie 2021 |
| Abgaspartikelzähler | 12 Monate | Seit 1. Januar 2023 verpflichtend |
Seit dem 1. Januar 2017 müssen alle Bremsenprüfstände für die Hauptuntersuchung von akkreditierten Anbietern kalibriert werden. Für Schallpegelmesser gelten Kalibrierintervalle von 12 bis 24 Monaten gemäß IEC 61672-3:2013. Besonders wichtig ist, dass nach jeder Wartung oder Reparatur, die die Messwerterfassung beeinflusst, eine sofortige Rekalibrierung erforderlich ist – unabhängig vom regulären Intervall.
Kalibrierung vs. Eichung
Um die Bedeutung präziser Messungen im Kfz-Bereich zu verdeutlichen, ist es wichtig, zwischen Kalibrierung und Eichung zu unterscheiden. Kalibrierung dokumentiert Abweichungen und Messunsicherheiten, während die Eichung eine staatlich bestätigte Verifizierung darstellt.
Die Kalibrierung ist ein technischer Prozess, der die Messabweichungen und die Unsicherheit dokumentiert, um die Rückverfolgbarkeit zu SI-Einheiten sicherzustellen. Das Ergebnis ist ein Kalibrierschein, der die gemessenen Werte und deren Unsicherheiten aufführt.
Die Eichung, also die rechtliche Verifizierung, wird von staatlichen Eichbehörden oder staatlich anerkannten Stellen durchgeführt. Sie bestätigt, dass ein Gerät die gesetzlichen Anforderungen der Mess- und Eichverordnung (MessEV) erfüllt. Dadurch wird es für amtliche oder geschäftliche Messungen im öffentlichen Interesse zugelassen. Das Ergebnis ist eine Eichmarke oder ein Konformitätszertifikat, das lediglich eine "Bestanden/Nicht-Bestanden"-Bewertung ohne Angaben zur Messunsicherheit enthält.
Im Kfz-Bereich hat die akkreditierte Kalibrierung die Eichung für viele Prüfgeräte weitgehend abgelöst. So müssen Bremsenprüfstände, Abgasmessgeräte und Scheinwerfereinstellgeräte von DAkkS-akkreditierten Laboren kalibriert werden, um für die Hauptuntersuchung zugelassen zu sein. Die Kalibrierscheine müssen das DAkkS-Akkreditierungssymbol tragen und bei Bremsenprüfständen auch die Softwareversionen des Geräts und der ASA-Schnittstelle dokumentieren.
Rechtliche Anforderungen an Kfz-Messgeräte in Deutschland
Kfz-Messgeräte in Deutschland müssen nicht nur technisch präzise sein, sondern auch strenge gesetzliche Vorgaben erfüllen. Das Mess- und Eichgesetz (MessEG) und die Mess- und Eichverordnung (MessEV), die zuletzt am 1. Januar 2015 modernisiert wurden, bilden die Grundlage des deutschen Messsystems und setzen die Anforderungen der EU in nationales Recht um. Diese Vorschriften ergänzen die europaweiten Regelungen.
Die EU-Richtlinie 2014/45/EU sowie die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) regeln die Kalibrierung von Prüfgeräten, die in Werkstätten und bei Hauptuntersuchungen (HU) eingesetzt werden. Neue Messgeräte müssen ein Konformitätsbewertungsverfahren durchlaufen, das von autorisierten Stellen durchgeführt wird. Bereits im Einsatz befindliche Geräte werden regelmäßig von staatlich anerkannten Prüflaboren überprüft. Zusätzlich müssen Änderungen oder Aktualisierungen von Geräten den zuständigen Eichbehörden gemeldet werden.
Kalibrierintervalle und Normen
Neben den gesetzlichen Anforderungen spielen auch Normen und Kalibrierintervalle eine entscheidende Rolle. Diese werden von Institutionen wie der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) festgelegt. Die PTB ist als nationales Metrologie-Institut dafür verantwortlich, die Einheiten des Messwesens in Deutschland zu realisieren und weiterzugeben. Durch die Rückführbarkeit auf das Internationale Einheitensystem (SI) wird die Vergleichbarkeit der Messergebnisse auch auf internationalen Märkten sichergestellt.
Akkreditierte Kalibrierlabore
Kalibrierlabore, die für die Überprüfung von Messgeräten zuständig sind, benötigen eine Akkreditierung durch die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS). Die DAkkS ist die einzige nationale Akkreditierungsstelle in Deutschland und hat die Aufgaben des ehemaligen Deutschen Kalibrierdienstes (DKD) übernommen.
Um die Akkreditierung zu erhalten, müssen Labore ihre Kompetenz nach der Norm DIN EN ISO/IEC 17025 nachweisen. Diese Zertifizierung garantiert, dass die Messergebnisse international anerkannt werden – ein entscheidender Faktor für die Automobilindustrie und die Einhaltung der EU-Richtlinie 2014/45/EU.
Warum Kalibrierung für präzise Fahrzeugbewertungen entscheidend ist
Die Bedeutung der Kalibrierung für sichere und präzise Fahrzeugbewertungen basiert auf gesetzlichen und technischen Grundlagen. Kalibrierte Messgeräte sind unerlässlich, um exakte Ergebnisse bei Schadens-, Wert- und Oldtimer-Bewertungen zu erzielen. Ohne regelmäßige Kalibrierung können Verschleiß, Drift und Umwelteinflüsse zu ungenauen Messwerten führen. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) hebt hervor:
„Kalibrierungen durch akkreditierte Labore bieten dem Anwender die Sicherheit zuverlässiger Messergebnisse, erhöhen das Vertrauen der Kunden, steigern die Wettbewerbsfähigkeit auf nationalen und internationalen Märkten und dienen als metrologische Grundlage für die Überwachung von Mess- und Prüfmitteln im Rahmen von Qualitätssicherungsmaßnahmen."
Dieser Unterschied macht kalibrierte Messgeräte unverzichtbar und zeigt, wie sie im Vergleich zu unkalibrierten Geräten für verlässliche Bewertungen sorgen.
Kalibrierte vs. unkalibrierte Geräte: Ein Vergleich
Die Auswirkungen kalibrierter und unkalibrierter Geräte auf die Genauigkeit, Rechtssicherheit und Sicherheit von Fahrzeugbewertungen sind erheblich:
| Merkmal | Kalibriertes Gerät | Unkalibriertes Gerät |
|---|---|---|
| Rückverfolgbarkeit | Verbindung zu nationalen/internationalen Standards (SI-Einheiten) | Keine Rückverfolgbarkeit; Ergebnisse nicht vergleichbar |
| Messunsicherheit | Dokumentiert im Kalibrierschein | Unbekannt; Risiko falscher Bewertungen nicht kalkulierbar |
| Rechtliche Konformität | Erfüllt deutsche Anforderungen für HU/AU (z. B. BPS, SEPS, AU) | Nicht zulässig für offizielle Fahrzeuguntersuchungen |
| Zuverlässigkeit | Hoch; berücksichtigt Drift und Verschleiß | Niedrig; Ergebnisse können durch unerkannte Drift verfälscht sein |
| Sicherheitsrisiko | Gering; korrekte Brems- und Sicherheitsprüfungen gewährleistet | Hoch; Gefahr übersehener Sicherheitsmängel durch fehlerhafte Messwerte |
Gerade bei Oldtimer-Bewertungen können selbst kleine Messfehler, etwa bei Messschiebern oder Thermometern, zu falschen Einschätzungen des Motorzustands oder der strukturellen Integrität führen. Dies hat direkte Auswirkungen auf die finanzielle Bewertung. Eine regelmäßige Kalibrierung verhindert solche Fehler und sorgt für verlässliche Ergebnisse.
Wie Kalibrierung Fehler verhindert
Kalibrierung eliminiert systematische Abweichungen, die durch Drift, Verschleiß oder Hysterese entstehen. Industrielle Widerstandsthermometer können beispielsweise Fehler von bis zu 0,2 % des Betriebstemperaturbereichs verursachen, wenn diese nicht kalibriert werden. Bei Geräten wie Bremsprüfständen oder Scheinwerfer-Einstellgeräten, die mindestens alle 24 Monate kalibriert werden müssen, verhindert die regelmäßige Überprüfung gefährliche Fehleinschätzungen.
Rückverfolgbare Messergebnisse gewährleisten Konsistenz über verschiedene Standorte und Zeiträume hinweg. Für Schadensbewertungen, Haftpflichtfälle und Oldtimer-Gutachten bieten kalibrierte Geräte eine sichere, rechtlich fundierte Basis, die das Vertrauen der Kunden stärkt. Bei CUBEE kommen ausschließlich kalibrierte Messgeräte zum Einsatz, um präzise und rechtskonforme Fahrzeugbewertungen sicherzustellen.
Ein vollständiges Messergebnis nach ISO/IEC Guide 99 umfasst sowohl den gemessenen Wert als auch die Messunsicherheit. Nur so lässt sich das Intervall bestimmen, in dem der „wahre Wert" eines Fahrzeugzustands – etwa die Bremskraft oder die Rahmenausrichtung – liegt.
Der Kalibrierungsprozess für KFZ-Messgeräte
Nachdem die Bedeutung der Kalibrierung für präzise KFZ-Bewertungen hervorgehoben wurde, folgt nun ein genauer Blick auf den eigentlichen Kalibrierungsprozess.
Der gesamte Ablauf ist standardisiert, um sowohl Rückverfolgbarkeit als auch Messgenauigkeit sicherzustellen. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) beschreibt den Prozess wie folgt:
„Die Kalibrierung dient dazu, die Beziehung zwischen den von Referenzgeräten bereitgestellten Eingangsgrößen und den Ausgangsgrößen des entsprechenden Kalibriergegenstands herzustellen."
Schritte im Kalibrierungsprozess
Der erste Schritt des Kalibrierungsprozesses besteht darin, das zu prüfende Gerät mit einem Referenzmessgerät zu vergleichen, dessen Unsicherheit bekannt ist. Durch diesen Vergleich wird der Messfehler des Geräts ermittelt.
Die Messunsicherheit wird gemäß den Vorgaben des „Guide to the Expression of Uncertainty in Measurement" (GUM) berechnet. Dabei werden Faktoren wie die Unsicherheit des Referenzgeräts, die Wiederholbarkeit der Messung und äußere Einflüsse berücksichtigt. Zum Beispiel müssen bei Druckmessgeräten mindestens fünf verschiedene Druckstufen in einer Auf- und Abwärtsreihe gemessen werden. Dies erfolgt bei einer Umgebungstemperatur von +18 °C bis +28 °C, wobei die Temperaturschwankungen 5 K nicht überschreiten dürfen.
Nach Abschluss des Kalibrierungsvorgangs wird ein Kalibrierschein ausgestellt, der das DAkkS-Symbol trägt und die Rückverfolgbarkeit zu SI-Einheiten dokumentiert. Für Bremsprüfstände enthält dieser Schein zusätzlich Angaben zur Softwareversion und zum ASA-Schnittstellenstatus.
Im nächsten Abschnitt werden die spezifischen Kalibrierungsmethoden für verschiedene Gerätetypen näher erläutert.
Kalibrierungsmethoden für KFZ-Werkzeuge
Je nach Messgerät kommen unterschiedliche Kalibrierungstechniken zum Einsatz. Scheinwerfer-Einstellgeräte (SEPS) werden mithilfe eines 3D-Laser-Systems überprüft. Dieses System umfasst ein Stativ, einen Neigungswinkeladapter, eine Nivellierskala und einen Linienlaser. Verzögerungsmesser, wie die der MAHA VZM-Serie, werden statisch im Erdschwerefeld getestet. HU- und SP-Adapter hingegen durchlaufen eine dynamische Kalibrierung für Beschleunigung (0,5 Hz bis 20 Hz) und Winkelgeschwindigkeit (0,5 Hz bis 200 Hz).
Elektronische Messumformer erfordern eine synchrone Abtastung von Ein- und Ausgangssignalen, um präzise Timing- und Phasenmessungen zu gewährleisten. Die Bearbeitung eines solchen Kalibrierungsvorgangs nimmt in der Regel drei Arbeitstage in Anspruch.
Dieser strukturierte Kalibrierungsprozess stellt sicher, dass KFZ-Messgeräte präzise und rechtskonform arbeiten können.
Risiken bei Verzicht auf Kalibrierung und Aufrechterhaltung der Messgenauigkeit
Die Kalibrierung spielt eine zentrale Rolle, wenn es um präzise und verlässliche Fahrzeugbewertungen geht. Wird darauf verzichtet, können die Folgen gravierend sein – sowohl rechtlich als auch wirtschaftlich.
Was passiert, wenn Sie die Kalibrierung auslassen
Ohne regelmäßige Kalibrierung von KFZ-Messgeräten drohen ernsthafte Konsequenzen. Zunächst erfüllen unkalibrierte Geräte nicht die gesetzlichen Vorgaben. Unternehmen, die auf eine AÜK-Zulassung angewiesen sind, riskieren den Verlust dieser Berechtigung, wenn ihre Prüfmittel nicht durch akkreditierte Labore kalibriert werden.
Zusätzlich entstehen Sicherheitsrisiken: Bremsprüfstände könnten falsche Bremskraftwerte anzeigen, während fehlerhaft justierte Scheinwerfer-Einstellgeräte zu gefährlicher Blendung oder unzureichender Straßenbeleuchtung führen. Ohne die Berücksichtigung der Messunsicherheit steigt die Gefahr von Fehlentscheidungen: Fahrzeuge könnten fälschlicherweise als verkehrssicher eingestuft („false accept") oder zu Unrecht abgelehnt werden („false reject").
Auch wirtschaftlich kann der Verzicht auf Kalibrierung teuer werden. Neben dem Vertrauensverlust bei Kunden drohen Bußgelder bei Verstößen gegen Normen wie ISO 9001 oder IATF 16949. Technische Probleme wie Selbsterwärmung oder Hysterese können zudem systematische Abweichungen von bis zu 0,2 % verursachen. All das zeigt: Ohne präzise Kalibrierung steht viel auf dem Spiel.
Best Practices für präzise Messungen
Um die Genauigkeit von Messgeräten zu gewährleisten, sollten Bremsprüfstände und Scheinwerfer-Einstellgeräte alle 24 Monate kalibriert werden, während Abgasmessgeräte jährlich überprüft werden sollten. Nach jeder Reparatur oder Justierung, die die Messergebnisse beeinflussen könnte, ist eine sofortige Neukalibrierung notwendig.
Die Zusammenarbeit mit DAkkS-akkreditierten Kalibrierlaboren ist entscheidend, um die Rückverfolgbarkeit zu SI-Einheiten und die Einhaltung der ISO/IEC 17025 sicherzustellen. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) betont:
„Kalibrierungen durch akkreditierte Laboratorien bieten dem Anwender die Sicherheit zuverlässiger Messergebnisse, erhöhen das Vertrauen der Kunden, steigern die Wettbewerbsfähigkeit auf nationalen und internationalen Märkten und dienen als metrologische Grundlage für die Überwachung von Mess- und Prüfmitteln."
Eine sorgfältige Dokumentation aller Kalibrierscheine ist ebenfalls unerlässlich, da sie bei Qualitätsmanagement-Audits als Nachweis dient. Darüber hinaus sollten regelmäßige Zwischenprüfungen durchgeführt werden, um mögliche Drift oder Schäden frühzeitig zu erkennen. Wenn Abweichungen von 50 % oder mehr der angegebenen Unsicherheit festgestellt werden, sollte das Kalibrierintervall entsprechend verkürzt werden.
Wie CUBEE kalibrierte Werkzeuge für präzise Gutachten einsetzt
Die CUBEE Sachverständigen AG legt großen Wert auf die Nutzung kalibrierter Messgeräte, um bei Fahrzeugbewertungen höchste Genauigkeit zu gewährleisten. An allen Standorten in Deutschland und Europa kommen ausschließlich Prüfmittel zum Einsatz, die den gesetzlichen Kalibrierungsanforderungen entsprechen und regelmäßig von DAkkS-akkreditierten Labors überprüft werden. Dieser digitalisierte Qualitätsprozess ermöglicht es CUBEE, bei Schadensbewertungen, Wertgutachten und Oldtimer-Bewertungen präzise Ergebnisse mit dokumentierter Messunsicherheit zu liefern. So stellt das Unternehmen sicher, dass seine Bewertungen fachlich fundiert und vertrauenswürdig sind.
Fazit
Die regelmäßige Kalibrierung von KFZ-Messgeräten gewährleistet präzise und rechtskonforme Fahrzeugbewertungen oder Gutachten, indem sie die metrologische Rückverfolgbarkeit und die Messunsicherheit dokumentiert. Diese Rückverfolgbarkeit zu SI-Einheiten ist ein zentraler Bestandteil von Qualitätsmanagementsystemen wie ISO 9001 und IATF 16949.
Die Bedeutung dieser Standards wird von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) hervorgehoben:
„Die Messunsicherheit ist daher ein quantitatives Maß zur Beurteilung der Qualität und Zuverlässigkeit des Messergebnisses. Die Angabe des Messergebnisses ist nur dann vollständig, wenn sie sowohl den der Messgröße zugeordneten Wert als auch die Messunsicherheit enthält."
Ohne die dokumentierte Messunsicherheit steigt das Risiko gravierender Fehlentscheidungen. Fahrzeuge könnten fälschlicherweise als verkehrssicher eingestuft oder unberechtigt abgelehnt werden.
Kalibrierungsintervalle von 24 oder 12 Monaten minimieren die Risiken durch Drift und Verschleiß. Die Zusammenarbeit mit DAkkS-akkreditierten Laboren garantiert dabei internationale Anerkennung und höchste Standards nach ISO/IEC 17025.
Kurz gesagt: Eine Vernachlässigung der Kalibrierung hat weitreichende Folgen – von Bußgeldern über den Verlust der AÜK-Zulassung bis hin zu Gefährdungen der Verkehrssicherheit und des Kundenvertrauens. Für Werkstätten, Prüforganisationen und Sachverständige ist die regelmäßige Kalibrierung daher nicht nur eine Pflicht, sondern auch ein zentraler Faktor für Qualität und Sicherheit.
FAQs
Warum ist die regelmäßige Kalibrierung von KFZ-Messgeräten so wichtig?
Die regelmäßige Kalibrierung von KFZ-Messgeräten spielt eine zentrale Rolle, um genaue und zuverlässige Messergebnisse zu gewährleisten. Sie trägt nicht nur zur Sicherheit im Straßenverkehr bei, sondern ist auch eine gesetzliche Verpflichtung. Laut dem Mess- und Eichgesetz (MessEG) müssen alle Messgeräte, die im Straßenverkehr genutzt werden, in festgelegten Intervallen geprüft und kalibriert werden.
Eine ordnungsgemäße Kalibrierung stellt sicher, dass die Geräte einwandfrei arbeiten und keine fehlerhaften Daten liefern. Das schützt Verbraucher vor falschen Bewertungen und sorgt gleichzeitig für Klarheit und Gerechtigkeit bei Schadensanalysen oder anderen fahrzeugbezogenen Gutachten.
Warum ist die Kalibrierung von KFZ-Messgeräten so wichtig?
Die Kalibrierung von KFZ-Messgeräten ist unverzichtbar, wenn es um präzise und zuverlässige Messdaten geht. Nur korrekt eingestellte Geräte – wie Abgasmessgeräte, Bremsprüfstände oder Scheinwerfereinstellsysteme – liefern Ergebnisse, auf die man sich verlassen kann. Diese Genauigkeit ist nicht nur entscheidend für die Verkehrssicherheit, sondern auch für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Fehlerhafte Messungen können gravierende Folgen haben: Sie führen zu falschen Einschätzungen bei Emissionen, Bremsleistung oder Lichtstärke und erhöhen damit das Risiko für Unfälle deutlich.
Auch im Bereich der Fahrzeugbewertungen ist die Kalibrierung ein Schlüsselfaktor. Exakte Messdaten bilden die Basis für fundierte Schadens- und Wertgutachten, die den tatsächlichen Zustand eines Fahrzeugs realistisch abbilden. Mit professionell kalibrierten Geräten können Sachverständige – wie etwa die Experten der CUBEE Sachverständigen AG – präzise und schnelle Gutachten erstellen. Diese Gutachten geben nicht nur den finanziellen Wert eines Fahrzeugs korrekt wieder, sondern tragen auch dazu bei, dessen Verkehrssicherheit objektiv zu beurteilen.
Was ist der Unterschied zwischen der Kalibrierung und der Eichung von KFZ-Messgeräten?
Die Kalibrierung ist ein technischer Prozess, bei dem ein Messgerät mit einem bekannten Referenzwert verglichen wird, um mögliche Abweichungen zu ermitteln. Dabei wird lediglich geprüft, wie genau das Gerät misst – es erfolgt keine Anpassung oder Korrektur.
Die Eichung hingegen ist gesetzlich geregelt und stellt sicher, dass ein Messgerät innerhalb festgelegter Fehlergrenzen arbeitet und alle rechtlichen Vorgaben erfüllt. Dieser Vorgang wird ausschließlich von staatlich autorisierten Stellen durchgeführt und dient vor allem der rechtlichen Qualitätssicherung.
Beide Verfahren sind entscheidend, um die Genauigkeit und Verlässlichkeit von KFZ-Messgeräten sicherzustellen.
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