Die Luft im Fahrzeuginnenraum kann oft stärker belastet sein, als man denkt. Schadstoffe wie flüchtige organische Verbindungen (VOCs), Formaldehyd, Feinstaub und Abgase dringen entweder von außen ein oder werden von Materialien im Fahrzeug freigesetzt. Diese können die Gesundheit beeinträchtigen und sollten daher regelmäßig überwacht werden.
Zusammenfassung der Hauptpunkte:
- Schadstoffe im Fokus: VOCs (z. B. Benzol, Toluol), Formaldehyd, Stickoxide (NO₂), Kohlenmonoxid (CO), Feinstaub (PM2.5/PM10).
- Messmethoden: Tragbare Sensoren, VOC-Monitore, Gas-Chromatographie (GC-IMS) und NDIR-Sensoren für CO₂.
- Messziele: Innenraummaterialien (VOCs/Formaldehyd) oder externe Schadstoffe (Abgase/Feinstaub).
- Empfehlungen: Geräte auf Atemhöhe platzieren, Lüftungseinstellungen dokumentieren, regelmäßige Wartung der Klimaanlage und Filter.
- Grenzwerte: Der REACH-Grenzwert für Formaldehyd liegt bei 0,062 mg/m³.
Die richtige Kombination aus Messgeräten und Methoden hilft, Schadstoffquellen zu identifizieren und die Luftqualität im Auto nachhaltig zu verbessern.
Planung Ihres Messprozesses
Bevor Sie mit der Messung beginnen, sollten Sie Ihre Ziele klar definieren. So sparen Sie Zeit und erhalten Ergebnisse, die wirklich aussagekräftig sind.
Ihre Messziele definieren
Zuerst sollten Sie sich darüber im Klaren sein, welche Schadstoffe für Ihre Messung relevant sind. Geht es um Schadstoffe aus Innenmaterialien wie VOCs und Formaldehyd, oder stehen externe Schadstoffe wie NOₓ, CO und Feinstaub im Fokus? Ihre Zielsetzung entscheidet darüber, welche Messgeräte Sie benötigen und wo diese zum Einsatz kommen.
Ein Beispiel: Möchten Sie die Effizienz Ihres Innenraumfilters prüfen, sollten Sie sich auf externe Schadstoffe konzentrieren. Liegt Ihr Fokus auf gesundheitlichen Risiken durch Materialausdünstungen, stehen VOCs und Formaldehyd im Vordergrund. Hierbei ist der zukünftige REACH-Grenzwert von 0,062 mg/m³ ein wichtiger Richtwert.
Ihren Messansatz wählen
Der nächste Schritt ist die Entscheidung, ob Sie unter kontrollierten Bedingungen oder während der Fahrt messen möchten. Stationäre Messungen, etwa bei geschlossenen Fenstern und erhöhter Temperatur, eignen sich besonders gut, um Materialausdünstungen zu erfassen. Mobile Messungen während der Fahrt hingegen zeigen, wie stark Verkehrsabgase ins Fahrzeuginnere gelangen.
Vergessen Sie nicht, die Lüftungseinstellungen (Umluft oder Frischluft) zu dokumentieren, da diese die Schadstoffkonzentration erheblich beeinflussen. Auch externe Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Verkehrsdichte spielen eine Rolle. Eine Wetterstation auf dem Fahrzeugdach kann diese Daten automatisch erfassen. Eine lückenlose Dokumentation der Rahmenbedingungen ist hier essenziell.
Ihre Messungen dokumentieren
Eine gründliche Dokumentation ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Auswertung. Professionelle mobile Messsysteme (PEMS) speichern alle relevanten Daten automatisch auf einer integrierten Festplatte und arbeiten dabei typischerweise mit einem Teilvolumenstrom von 2 l/min.
Falls Sie mit einfacheren Geräten messen, sollten Sie ein detailliertes Messprotokoll führen. Notieren Sie dabei Datum, Uhrzeit, Wetterbedingungen, Fahrstrecke, Fahrbedingungen und Lüftungseinstellungen. GPS-Daten können helfen, Schadstoffspitzen genau zu lokalisieren.
Auswahl und Vorbereitung der Messgeräte
Messgeräte und Technologien zur Schadstoffmessung im Fahrzeug im Überblick
Um präzise Ergebnisse zu erzielen, ist die Auswahl und Vorbereitung der richtigen Messgeräte entscheidend. Welche Geräte geeignet sind, hängt davon ab, welche Schadstoffe gemessen werden sollen. Für VOCs wie Benzol und Toluol ist die Gaschromatographie-Ionenmobilitätsspektrometrie (GC-IMS) ideal. Sie kann Konzentrationen unter 5 ppb nachweisen und hilft, den typischen „Neuwagengeruch“ zu analysieren. Stickoxide (NO/NO₂) werden mit NDUV-Analysatoren (nicht-dispersive UV-Absorptionsphotometrie) erfasst. Für Kohlenmonoxid und Kohlendioxid sind NDIR-Sensoren (nicht-dispersive Infrarot) die beste Wahl. Feinstaub (PM2.5/PM10) wird mithilfe von PN-PEMS oder Laserstreusensoren gemessen.
Gerätetypen im Überblick
| Schadstofftyp | Empfohlene Technologie | Messbereich |
|---|---|---|
| VOCs (Benzol, Toluol) | GC-IMS | < 5 ppb |
| Feinstaub (PM2.5/PM10) | PN-PEMS oder Laserstreusensoren | PM1, PM2.5, PM10 |
| Stickoxide (NO/NO₂) | NDUV-Absorption | Für RDE-Tests geeignet |
| Kohlenmonoxid/CO₂ | NDIR-Sensoren | Bis 10.000 ppm |
Sobald Sie das passende Gerät ausgewählt haben, ist es wichtig, die Geräte sorgfältig auf den Einsatz vorzubereiten.
Ihre Geräte vorbereiten
Für mobile Messungen im Fahrzeug müssen die Geräte entweder vollständig aufgeladen oder über USB-Schnittstellen mit Strom versorgt sein. Aktive Probenahmegeräte, die mit Pumpen ausgestattet sind, liefern Ergebnisse innerhalb weniger Minuten. Passive Systeme hingegen arbeiten mit natürlicher Diffusion und benötigen mehrere Wochen für die Datenerhebung. Um die Genauigkeit der Messungen zu erhöhen, sollten Sie zusätzlich eine Wetterstation einsetzen. Diese erfasst Luftfeuchtigkeit und Temperatur, da diese Faktoren die Messwerte beeinflussen können.
Nachdem die Geräte vorbereitet sind, folgt die richtige Positionierung im Fahrzeug.
Geräte im Fahrzeug platzieren
Die Sensoren sollten auf Atemhöhe der Insassen positioniert werden, um die tatsächliche Belastung der Innenraumluft zu messen. Kompakte CO₂-Messgeräte können flexibel im Innenraum angebracht werden. Externe Sensoren, wie Wetterstationen, sollten hingegen auf dem Fahrzeugdach montiert werden, um die Außenbedingungen zu erfassen. Achten Sie darauf, die Geräte nicht in der Nähe von Lüftungsschlitzen oder direkter Sonneneinstrahlung zu platzieren. Professionelle PEMS-Systeme werden häufig an der Anhängerkupplung befestigt oder im Kofferraum untergebracht. Dabei kommt eine beheizte Probenahmeleitung mit einem Teilvolumenstrom von 2 l/min zum Einsatz.
So messen Sie Schadstoffe im Fahrzeug
Sobald die Messgeräte korrekt platziert sind, können Sie mit der Messung beginnen. Die Dauer der Analyse hängt von der gewählten Methode und dem Schadstofftyp ab. Aktive Verfahren liefern Ergebnisse in wenigen Minuten, während passive Methoden, die auf Diffusion basieren, Wochen benötigen. Die Entscheidung für eine Methode richtet sich danach, ob schnelle Ergebnisse oder eine langfristige Untersuchung angestrebt werden.
Feinstaub messen (PM2.5/PM10)
Für die Messung von Feinstaub stehen zwei Hauptmethoden zur Verfügung: aktive und passive Sammler. Aktive Sammler liefern schnelle Ergebnisse und eignen sich besonders für Messungen unter variierenden Fahrbedingungen. Diese Geräte sammeln Partikel aktiv und ermöglichen eine Analyse innerhalb weniger Minuten. Passive Sammler hingegen basieren auf natürlicher Diffusion, oft unter Verwendung von Aktivkohle, und benötigen mehrere Wochen, um Daten zu liefern.
Die Proben, die mit beiden Methoden gesammelt werden, sollten anschließend in einem spezialisierten Labor analysiert werden, um genaue Ergebnisse zu erhalten. Neben Feinstaub erfordert auch die Analyse von VOCs (flüchtigen organischen Verbindungen) und Gerüchen ein systematisches Vorgehen.
VOCs und Gerüche messen
Die Messung von VOCs erfordert eine sorgfältige Planung. Mit GC-IMS (Gaschromatographie-Ionenmobilitätsspektrometrie) können VOCs vor Ort in Konzentrationen im niedrigen ppb-Bereich innerhalb von etwa 15 Minuten nachgewiesen werden. Alternativ können VOCs gemäß ISO 12219 auf Desorptionsröhrchen gesammelt und später im Labor analysiert werden.
Für standardisierte Ergebnisse sollte das Fahrzeug während der Messung thermisch belastet werden, wobei Temperatur und Luftfeuchtigkeit kontrolliert werden müssen. Zusätzlich können geschulte Testpersonen die Intensität und den hedonischen Ton (also die Wahrnehmung der Angenehmheit) von Gerüchen bewerten . Ein wichtiger Grenzwert, den man im Blick behalten sollte, ist der zukünftige REACH-Wert für Formaldehyd, der bei 0,062 mg/m³ liegt.
Neben VOCs und Gerüchen ist auch die Messung gasförmiger Schadstoffe von Bedeutung.
CO, NO₂ und andere Gase messen
Für die Messung von Kohlenmonoxid (CO) und Kohlendioxid (CO₂) sind NDIR-Sensoren (nicht-dispersive Infrarot-Sensoren) besonders geeignet. Sie liefern zuverlässige Ergebnisse und sind unempfindlich gegenüber Störungen durch Lösungsmittel oder Desinfektionsmittel. Stickoxide (NO/NO₂) werden hingegen mit NDUV-Analysatoren (nicht-dispersive UV-Absorptionsphotometrie) erfasst .
Kompakte CO₂-Messgeräte mit Ampelanzeige, die zur Überwachung der Luftqualität genutzt werden können, sind bereits ab etwa 295,00 € erhältlich. Bei der Messung sollten unterschiedliche Fahrbedingungen berücksichtigt werden, wie beispielsweise der Stadtverkehr oder Autobahnfahrten. Um die Genauigkeit zu erhöhen, empfiehlt es sich, das Gas vor der Analyse zu filtern, um störende Partikel zu entfernen.
Professionelle PEMS-Systeme (Portable Emission Measurement Systems) gehen noch einen Schritt weiter. Sie verwenden beheizte Probenahmeleitungen mit einem Teilvolumenstrom von 2 l/min, um Kondensation zu verhindern und konsistente Daten zu gewährleisten. Diese Systeme können mehrere Gase gleichzeitig messen, darunter NO, NO₂, NOx sowie CO und CO₂. Sie werden auch vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) für Stichprobenkontrollen eingesetzt.
Messergebnisse auswerten und Maßnahmen ergreifen
Messdaten richtig interpretieren
Ausgehend von den gemessenen Werten sollten Sie diese mit anerkannten Grenzwerten vergleichen. Für Formaldehyd ist der zukünftige REACH-Grenzwert von 0,062 mg/m³ ein entscheidender Richtwert. Bei VOCs (flüchtigen organischen Verbindungen) sollten Sie besonders auf BTEX-Verbindungen achten – also Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylol. Diese Stoffe sind häufige Indikatoren für Ausgasungen von Materialien. Ergänzend zu den Messwerten bietet eine sensorische Bewertung wertvolle Hinweise, da die wahrgenommene Luftqualität nicht immer mit den gemessenen Konzentrationen übereinstimmt.
Moderne GC-IMS-Systeme (Gaschromatographie-Ionenmobilitätsspektrometrie) sind in der Lage, VOC-Ausgasungen bis zu Konzentrationen von 5 ppb oder sogar darunter zu erkennen. Bei der Analyse von Gasen wie CO, NO oder NO₂ sollten Sie stets die Umgebungsbedingungen berücksichtigen, da diese auf mögliche Leckagen im Abgassystem hinweisen können.
| Schadstoffkategorie | Typische Verbindungen | Relevante Grenzwerte/Standards |
|---|---|---|
| Carbonyle | Formaldehyd, Acetaldehyd, Acrolein | REACH: 0,062 mg/m³; ISO 16000-3 |
| VOCs | Benzol, Toluol, Ethylbenzol, Xylol, Styrol | ISO 12219-2; ISO 16000-6 |
| Abgase | NO, NO₂, CO, CO₂ | RDE-Tests; Verordnung (EG) 715/2007 |
| Gerüche | Keine spezifischen Verbindungen (sensorische Bewertung) | VDA 270; ISO 12219-7; PV 3900 |
Anhand dieser Vergleichswerte können gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität abgeleitet werden.
Luftqualität im Fahrzeug verbessern
Zeigen die Messergebnisse erhöhte Werte, sollten Sie aktiv werden, um die Luftqualität zu verbessern. Bei hohen Partikelzahlen ist es ratsam, den Innenraumfilter zu überprüfen und bei Bedarf auszutauschen. CO₂-Messgeräte mit Ampelanzeige sind hilfreich, um in Echtzeit zu erkennen, wann Frischluft benötigt wird. Zeigt das Gerät gelbe oder rote Werte, sollten Sie die Frischluftzufuhr erhöhen oder die Fenster öffnen.
Wenn spezifische VOCs festgestellt werden, kann eine Mikrokammer-Analyse (µ-chamber) genutzt werden, um die Quelle der Ausgasungen zu identifizieren. Betroffene Innenraumkomponenten sollten dann entweder behandelt oder ersetzt werden. Für die Überwachung eignen sich NDIR-basierte Sensoren, da diese nicht auf Lösungsmittel oder Desinfektionsmittel reagieren.
Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist
Manchmal reichen einfache Maßnahmen nicht aus, um die Luftqualität ausreichend zu verbessern. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Dies gilt besonders, wenn Fahrzeuginsassen gesundheitliche Beschwerden haben oder wenn hartnäckige Gerüche auf problematische VOCs hinweisen. Experten sind auch dann gefragt, wenn eine präzise Analyse bestimmter Substanzen wie Benzol, Toluol oder Acetaldehyd erforderlich ist, da handelsübliche Geräte oft nicht die nötige Genauigkeit bieten.
Wählen Sie einen Dienstleister, der ein nach DIN EN ISO 17025 akkreditiertes Labor betreibt und internationale Standards wie ISO 12219 oder VDA 270 einhält. Solche Prüfstellen können verschiedene Fahrsituationen und Umgebungsbedingungen simulieren, um die Schadstoffquellen genau zu identifizieren. Für Geruchsprobleme empfiehlt es sich, Anbieter zu beauftragen, die sensorische Tests mit geschulten Personen nach VDA 270 oder ISO 16000-28 durchführen.
Fazit: Gesunde Luft im Fahrzeug dauerhaft erhalten
Die erhobenen Messdaten bilden die Basis für gezielte Schritte, um die Luftqualität im Fahrzeug nachhaltig zu verbessern. Doch Messungen allein genügen nicht – die Innenraumluft muss kontinuierlich gepflegt werden. Eine regelmäßige Wartung der Klimaanlage ist entscheidend, um die Ansammlung von mikrobiellen flüchtigen organischen Verbindungen (MVOCs) im Verdampfer zu vermeiden. Experten empfehlen, den Verdampfer mindestens alle 24 Monate gründlich zu reinigen. Zudem sollte bei der jährlichen Inspektion der Pollenfilter ausgetauscht und die Filterbox mit speziellen Hygieneprodukten gesäubert werden.
Zur Überwachung der Luftqualität können CO₂-Ampeln mit NDIR-Technologie eingesetzt werden. Diese Sensoren bieten den Vorteil, dass sie nicht auf Lösungsmittel oder Desinfektionsmittel reagieren und dadurch verlässliche Messwerte liefern. Besonders bei Neufahrzeugen ist Vorsicht geboten: Der typische „Neuwagengeruch“ entsteht durch ausgasende VOCs wie Benzol oder Formaldehyd, die aus Kunststoffen und Klebstoffen freigesetzt werden.
Moderne Sensortechnologien wie AC-Sensoren erleichtern die Überprüfung von Reinigungsmaßnahmen erheblich. Innerhalb von drei Minuten können diese Sensoren bestätigen, ob die mikrobiellen Belastungswerte durch die Reinigung deutlich gesenkt wurden. Liegt der Kontaminationswert über 700, sind sofortige Maßnahmen erforderlich. Werte unter 200 gelten hingegen als unbedenklich. Regelmäßige Kontrollen schützen nicht nur die Gesundheit, sondern tragen auch dazu bei, dass Fahrer konzentriert und leistungsfähig bleiben – ein entscheidender Faktor, da erhöhte CO₂-Werte die Aufmerksamkeit erheblich beeinträchtigen können.
FAQs
Welche Messgeräte eignen sich für die Ermittlung von Schadstoffen im Fahrzeuginnenraum?
Für die Bestimmung von Schadstoffen wie VOCs (flüchtige organische Verbindungen) im Fahrzeuginnenraum ist der Einsatz von zertifizierten Messgeräten unerlässlich. Diese Geräte sind speziell für die Messung von Emissionen und Immissionen konzipiert und erfüllen die Vorgaben des Umweltbundesamtes. So wird sichergestellt, dass die Ergebnisse präzise und verlässlich sind.
Wichtig ist, dass die verwendeten Messgeräte den aktuellen Standards entsprechen und für den Einsatz in geschlossenen Räumen optimiert sind. Nur so lässt sich die Luftqualität im Fahrzeug korrekt analysieren.
Wie kann man die Luftqualität im Auto nachhaltig verbessern?
Die Luftqualität im Auto hat einen direkten Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden. Schadstoffe können sowohl von außen eindringen als auch aus Materialien im Innenraum freigesetzt werden. Ein entscheidender Faktor, um die Luft sauber zu halten, ist der Innenraumfilter. Dieser filtert Pollen, Feinstaub und andere Schadstoffe aus der Luft. Wird er jedoch nicht regelmäßig gewechselt, können unangenehme Gerüche entstehen und gesundheitliche Risiken zunehmen.
Maßnahmen für bessere Luft im Fahrzeug
Um langfristig für frische und saubere Luft im Auto zu sorgen, helfen diese einfachen Schritte:
- Innenraumfilter regelmäßig austauschen: Hersteller empfehlen meist einen Wechsel alle 12 Monate oder nach etwa 15.000 Kilometern. Aktivkohlefilter bieten zusätzlichen Schutz, da sie auch flüchtige organische Verbindungen aus der Luft entfernen können.
- Klimaanlage professionell reinigen lassen: Eine gründliche Reinigung schützt vor Schimmel und Bakterien, die sich besonders bei längeren Standzeiten bilden können.
- Frischluftbetrieb nutzen: Die Umluftfunktion sollte nur kurz verwendet werden, damit keine Feuchtigkeit oder Schadstoffe im Fahrzeug eingeschlossen bleiben.
- Feuchtigkeit vermeiden: Entfernen Sie nasse Fußmatten oder feuchte Gegenstände aus dem Auto, um Schimmelbildung vorzubeugen.
Zusätzliche Tipps für eine gesunde Fahrzeugumgebung
Neben den oben genannten Maßnahmen lohnt sich auch eine regelmäßige Überprüfung des Lüftungssystems. Die CUBEE Sachverständigen AG bietet digitale und schnelle Fahrzeug-Gutachten an, bei denen auch der Zustand von Innenraumfiltern und Klimaanlagen geprüft wird. Mit diesen einfachen Vorsorgemaßnahmen bleibt die Luft im Fahrzeug nicht nur frisch, sondern auch gesundheitsfreundlich.
Warum ist die Einstellung der Lüftung bei der Schadstoffmessung im Fahrzeug wichtig?
Die Lüftungseinstellungen haben einen direkten Einfluss auf den Luftaustausch im Fahrzeuginnenraum und bestimmen damit die Konzentration von Schadstoffen wie Kohlenmonoxid (CO), Kohlenwasserstoffen (HC) und flüchtigen organischen Verbindungen (VOC). Wenn der Luftaustausch gering ist, verbleiben Schadstoffe länger im Innenraum, was zu höheren Konzentrationen führt. Ein intensiver Luftaustausch hingegen senkt diese Werte deutlich.
Um präzise und vergleichbare Messergebnisse zu erhalten, wird die Lüftung während der Messung standardisiert. Das bedeutet: Fenster und Türen bleiben geschlossen, die Umluftfunktion wird deaktiviert, und die Frischluftzufuhr wird auf eine festgelegte Gebläsestufe eingestellt. So wird sichergestellt, dass die gemessenen Schadstoffwerte tatsächlich die Innenraumluftqualität widerspiegeln und nicht durch zufällige Luftwechsel beeinflusst werden.
Zusammengefasst: Die Lüftungseinstellung spielt eine zentrale Rolle und muss während der gesamten Messung sorgfältig dokumentiert werden, um zuverlässige Ergebnisse zu erzielen.
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